Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fachhochschule Köln verleiht den DAAD-Preis an Francis Kwach Odhiambo aus Kenia

11.10.2011
Mit dem DAAD Preis für hervorragende Leistungen sowie ein bemerkenswertes gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement ausländischer Studierender hat die Fachhochschule Köln am 10. Oktober 2011 Dipl.-Ing. Francis Kwach Odhiambo aus Kenia ausgezeichnet. Ein Sensormodul, das der Masterstudent bereits in seiner Diplomarbeit entwickelt hat, wird zurzeit im weltgrößten Teilchenbeschleuniger ALICE am CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) integriert.

Mit dem DAAD Preis für hervorragende Leistungen sowie ein bemerkenswertes gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement ausländischer Studierender hat die Fachhochschule Köln am 10. Oktober 2011 Dipl.-Ing. Francis Kwach Odhiambo aus Kenia ausgezeichnet. Bereits in seiner Diplomarbeit, die er mit der Bestnote 1,1 abschloss, entwickelte er ein Sensormodul, das zurzeit im weltgrößten Teilchenbeschleuniger ALICE am CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) integriert wird.

Francis Kwach Odhiambo, der zurzeit sein Masterstudium Elektrotechnik mit der Spezialisierung im Bereich Automatisierungstechnik abschließt, ist bereits beim britischen Automobilhersteller Bentley in Crewe fest unter Vertrag: als Projektingenieur im Crash Team. Den mit 1000 Euro dotierten Preis überreichte Miriam Hippchen vomDAAD Francis Kwach Odhiambo im Rahmen der Welcome Party für alle internationalen Studierenden der Fachhochschule Köln.

»Es war ganz wunderbar, wie viele phantastische Kandidatenvorschläge es bei der Fachhochschule Köln gab für den DAAD-Preis,« berichtete Miriam Hippchen vor der Preisübergabe. »Auch wenn die Entscheidung zwischen den vielen sehr guten Kandidaten nicht leicht war, sie fiel ganz klar für den Preisträger Francis Kwach Odhiambo aus.«

»Wir sind glücklich so viele internationale Studierende zu haben. Mehr als 70 Prozent aller UN-Mitgliedstaaten werden von unseren internationalen Studierenden repräsentiert«, unterstrich der Präsident der Fachhochschule Köln, Prof. Dr. Joachim Metzner, bei der Begrüßung der internationalen Studierenden. An der Fachhochschule Köln studieren zurzeit 1718 internationale Studentinnen und Studenten aus 126 Nationen. Viele kommen von Partnerhochschulen. Besonders viele Studierende stammen au Marokko, der Russischen Föderation, Bulgarien, China, Kamerun, Brasilien, Kolumbien, Spanien, Mexiko und Indonesien. »Es gehört eine Menge Mut dazu, in einem fremden Land zu studieren und so eine schwierige Sprache wie Deutsch zu lernen«, so Präsident Metzner weiter. »Wenn Sie Hilfe benötigen oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an unser International Office, das sehr viele Erfahrungen hat mit der Lösung unlösbarer Probleme.«

Der 1980 in der kenianischen Stadt Siaya geborene Francis Kwach Odhiambo ist seit 2003 an der Fachhochschule Köln, zuerst in Vorbereitungskursen, um die Sprache zu lernen. Zuvor hatte der 31-Jährige bereits den Diplomstudiengang Informationsmanagement an der Strathmore University in Nairobi erfolgreich absolviert. Den Diplomstudiengang Elektrotechnik mit der Studienrichtung Automatisierungstechnik schloss er an der Fachhochschule Köln mit der Bestnote 1,1 ab und auch seine Studienleistungen im Masterstudium liegen weit über den Durchschnitt. »Das spezielle Sensormodul, das Francis Kwach Odhiambo in dieser Diplomarbeit entwickelt und erfolgreich getestet hat, wird zurzeit am weltgrößten Teilchenbeschleuniger LHC im Rahmen des ALICE-Experiment am CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) integriert«, berichtet Prof. Dr. Georg Hartung vom Institut für Nachrichtentechnik in seinem Gutachten. Am ALICE-Experiment arbeiten 1000 Wissenschaftler aus 111 Instituten aus 31 Ländern. Ziel ist es, unter Laborbedingungen den Urzustand der Materie des Universums in den ersten Sekunden seiner Existenz zu erzeugen.

Auch das soziale Engagement von Francis Kwach Odhiambo ist beispielhaft. Der bei seinen Kommilitonen als Person und aufgrund seiner hohen Fachkompetenz sehr beliebte Student war bereits in Kenia in der katholischen Jugendarbeit aktiv u. a. als Jugendleiter bei der Katholischen Kirche in Nairobi und beim Don Bosco Jugendbildungszentrum Nairobi als Seminarleiter sowie als Lehrer in einem Rehabilitationszentrum für Straßenkinder. In Köln engagiert sich Francis Kwach Odhiambo seit vielen Jahren bei Katholischen Hochschulgemeinde Köln.

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. 17500 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst rund 70 Studiengänge, jeweils etwa die Hälfte in Ingenieurwissenschaften bzw. Geistes- und Gesellschaftswissenschaften: von Architektur über Elektrotechnik und Maschinenbau, Design, Restaurierung, Informationswissenschaft, Sprachen und Soziale Arbeit bis hin zu Wirtschaftsrecht und Medieninformatik. Neu hinzugekommen sind im Herbst 2009 die Angewandten Naturwissenschaften. Zur Hochschule gehört neben Standorten in Köln-Deutz und in der Kölner Südstadt auch der Campus Gummersbach; im Aufbau ist der Campus Leverkusen. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverbund UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte und zertifizierte umweltorientierte Einrichtung.

Weitere Informationen
Fachhochschule Köln
International Office
Elisabeth Holuscha
Tel.: 0221/82 75 -31 10
E-Mail: elisabeth.holuscha@fh-koeln.de
Kontakt für die Medien
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Petra Schmidt-Bentum
Tel.: 0221/82 75 -31 19
E-Mail: petra.schmidt-bentum@fh-koeln.de
www.fh-koeln.de/40jahre
www.facebook.com/fhkoeln
www.twitter.com/fhkoeln

Petra Schmidt-Bentum | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-koeln.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie