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Fachhochschule gewinnt Wettbewerb mit neuem Konzept für die Ingenieurausbildung

19.02.2010
Als einzige Fachhochschule im Land Nordrhein-Westfalen hat die Fachhochschule Gelsenkirchen gemeinsam mit fünf weiteren Hochschulen Deutschlands den vom "Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft" und der Nixdorf-Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerb "Nachhaltige Hochschulstrategien für mehr MINT-Absolventen" gewonnen.

Der Hochschule stehen damit bis zu 300.000 Euro zur Verfügung, um ihr Konzept zum Ausbau der kooperativen Ingenieurausbildung umzusetzen. Dabei werden Studium und berufliche Ausbildung kombiniert und neue Zielgruppen an ein Hochschulstudium herangeführt.

Dass sie mit ihrem Konzept zur Förderung der Ingenieurausbildung in die Wettbewerbsschlussrunde um "Nachhaltige Strategien für mehr MINT-Absolventen" (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gekommen war, wusste die Fachhochschule Gelsenkirchen schon seit Ende 2009. Am letzten Mittwoch (17.02.2010) war eine letzte öffentliche Präsentation der Wettbewerbsbeiträge in Berlin. Jetzt erreichte die frohe Kunde die Fachhochschule mit Studienorten in Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen und Ahaus, dass sie sich gemeinsam mit fünf weiteren Hochschulen Deutschlands im Feld der zwölf Finalisten erfolgreich behaupten konnte.

Die Fachhochschule Gelsenkirchen ist die einzige Fachhochschule Nordrhein-Westfalens, die aufs Siegerpodest kam. Aus Nordrhein-Westfalen siegte außerdem die Ruhr-Universität Bochum. Die anderen Sieger-Hochschulen kommen aus den Bundesländern Berlin, Hamburg, Niedersachsen und Sachsen. Die Fördermittelgesamtsumme von 1,6 Millionen Euro wird in Tranchen von bis zu 300.000 Euro auf die sechs Sieger verteilt.

Die Fachhochschule Gelsenkirchen wird ihre Siegprämie dafür einsetzen, die "kooperative Ingenieurausbildung" (KIA) voran zu bringen. Dabei wird das Studium kooperativ mit einer betrieblichen Berufsausbildung verzahnt, sodass die Absolventen nach acht Semestern nicht nur den Bachelor-Hochschulabschluss haben, sondern außerdem den Facharbeiterbrief. Dieses Modell gibt es schon seit einiger Zeit. Neu am Konzept der Fachhochschule Gelsenkirchen ist, dass sie ein spezielles Dienstleistungszentrum einrichten will, das Studieninteressierte und Ausbildungsbetriebe besser zusammen bringen und unterstützen wird. Auf diese Weise will sie neue Zielgruppen unter den Schulabgängern für ein Studium interessieren, beispielsweise junge Leute, die zwar über die formale Hochschulzugangsberechtigung aus Schule oder Berufskolleg verfügen, aber aus Familientradition oder aus finanziellen Gründen eher zu einer gewerblichen Ausbildung streben.

Ihnen bietet das Kombinationsmodell die Möglichkeit, gleichzeitig eine (bezahlte) betriebliche und eine hochschulische Berufsausbildung zu machen, sodass Familientradition und die Zukunftsorientierung durch Hochschulabschluss miteinander harmonieren. Gleichzeitig soll dieses Servicezentrum die Zusammenarbeit mit den ausbildenden Betrieben intensivieren und den Ablauf für die Studierenden harmonisieren. Das Studienmodell mit dem Label "FH kooperativ" fördert durch die betriebliche Ausbildung den Praxisbezug der Ingenieurstudierenden, erschließt Unternehmen qualifizierten Ingenieurnachwuchs und ist ein System nahezu ohne Verlierer: Kaum jemand bricht in diesem System das Studium ab, jeder hat am Schluss in der Regel mindestens einen Abschluss für einen qualifizierten Beruf.

Die offizielle Preisverleihung ist für Mitte April in München angekündigt.

Ihr Medienansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (0209) 9596-461, Telefax (0209) 9596-562, E-Mail praesident@fh-gelsenkirchen.de

Dr. Barbara Laaser | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-gelsenkirchen.de/

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