Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Exzelltente Nachwuchsforschung

15.01.2009
MARUM-Forschungspreise vergeben

Am Mittwoch, dem 14. Januar 2009, wurde zum sechsten Mal der mit 3.000 Euro dotierte "MARUM-Forschungspreis für Marine Geowissenschaften" verliehen. Ausgezeichnet wurden fünf NachwuchswissenschaftIerinnen für ihre exzellenten Master- bzw. Doktorarbeiten.

Mit dem Preis werden Arbeiten prämiert, die in den vergangenen zwei Jahren am MARUM bzw. am Fachbereich Geowissenschaften im Bereich der meeresorientierten Geowissenschaften entstanden sind. Insgesamt steht ein Preisgeld von 3.000 Euro zur Verfügung. Der Betrag wurde von der Bremer Firma Thermo Fischer Scientific gestiftet, die hochwertige Massenspektrometer anbietet, wie sie in vielen naturwissenschaftlichen Labors eingesetzt werden.

"Das MARUM verleiht den Forschungspreis, weil wir damit herausragende wissenschaftliche Leistungen würdigen wollen", sagt MARUM-Direktor Prof. Gerold Wefer. Er ist als Stipendium gedacht und soll dem weiteren wissenschaftlichen Werdegang der Preisträger zugute kommen. "Als Exzellenzcluster liegt uns die qualifizierte Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs besonders am Herzen, um jungen Leuten eine Perspektive und gute Voraussetzungen für den späteren Beruf zu schaffen."

Für ihre Masterarbeit wurden Vera Bender und Matthias Kellermann ausgezeichnet.
Vera Bender war für ihr Projekt zum Thema feinkörnige Sedimentablagerungen auf dem Forschungsschiff POSEIDON unterwegs. Mit großem Engagement wertete sie eine Vielzahl von Daten aus, um zu verstehen, warum und wie sich ein Schlammgürtel vor der spanischen Atlantikküste im Lauf der letzten 5.000 Jahre veränderte.

Matthias Kellermann widmete sich den Ökosystemen der heißen und kalten Quellen in den Tiefen der Weltmeere. Er untersuchte die symbiotischen Beziehungen zwischen Muscheln und den in ihrem Gewebe lebenden Bakterien und konnte an drei Muschelarten nachweisen, von welchen Kohlenstoffverbindungen sich die Bakterien ernähren.

Catalina Gonzalez, Julius Lipp und Christiano Chiessi wurden für ihre herausragenden Doktorarbeiten ausgezeichnet.

Die in Kolumbien geborene Catalina Gonzalez hat das hoch aktuelle
Thema behandelt, wie die Vegetation im nördlichen Südamerika innerhalb weniger Jahrzehnte auf Klimaänderungen reagiert und welcher Zusammenhang mit biologischen Prozessen im angrenzenden Atlantik besteht. Die junge Wissenschaftlerin konnte zeigen, dass die Klimaprozesse in hohen und niederen Breiten während der letzten Kaltzeit eng miteinander verwoben waren.

Julius Lipp hat mit seiner Dissertation einen international viel beachteten Beitrag zur Erforschung der Biosphäre im Meeresboden geleistet. Gemeinsam mit japanischen Kollegen wies er u.a. in einem Beitrag für das Wissenschaftsmagazin Nature nach, dass - umgerechnet in Kohlenstoff - die Ablagerungen am Meeresboden etwa 90 Milliarden Tonnen mikrobielles Leben bergen.

Der inzwischen wieder in seinem Heimatland Brasilien forschende Christiano Chiessi befasste sich mit dem Thema Meeresströmungen und Klimaänderungen. Seine Arbeit hat ganz wesentlich dazu beigetragen, die Rolle des Indischen Ozeans während schneller Klimaänderungen zu verstehen.

"Die ausgezeichneten Arbeiten spiegelt die Vielfalt der am MARUM geleisteten Forschung", sagt Prof. Gerold Wefer. "Sie belegen einmal mehr, dass unser Exzellenzcluster auch für internationale Wissenschaftlerinnen eine sehr gute Adresse ist."

Weitere Informationen/Interviewanfragen/Bildmaterial:
Albert Gerdes
MARUM-Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0421 - 218-65540
Email: agerdes@marum.de
www.marum.de
Das MARUM entschlüsselt mit modernsten Methoden und eingebunden in internationale Projekte die Rolle des Ozeans im System Erde - insbesondere im Hinblick auf den globalen Wandel. Es erfasst die Wechselwirkungen zwischen geologischen und biologischen Prozessen im Meer und liefert Beiträge für eine nachhaltige Nutzung der Ozeane.

Albert Gerdes | idw
Weitere Informationen:
http://www.marum.de/Page7689.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten