Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Excellenzforschung am Standort Leipzig - DBFZ, UFZ und HHL begleiten den Spitzencluster BioEconomy

24.01.2012
Die Initiative "BioEconomy" ist einer der fünf Gewinner des dritten vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschriebenen Spitzcluster-Wettbewerbes und konzentriert sich auf die integrierte stoffliche und energetische Nutzung von Non-Food Biomasse zur Erzeugung von Werkstoffen, Chemikalien, Energieträgern und Produkten aus neuen Materialien.

Dafür verbindet der Cluster alle für die Bio-Ökonomie relevanten Industriebereiche wie die chemische Industrie, die Papier- und Zellstoffindustrie, die Land- und Forstwirtschaft, die Energiewirtschaft sowie den Maschinen- und Anlagenbau in Mitteldeutschland und bildet eine noch nicht dagewesene Verknüpfung von Akteuren entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Zahlreiche große Industriekonzerne und rund 40 innovative, mittelständische Betriebe gehören auf Seiten der Wirtschaft zum neuen mitteldeutschen Spitzencluster. In Verbindung mit Forschungseinrichtungen wie der Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Fraunhofer CBP, PAZ und IWM in Leuna, Schkopau und Halle, der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg sowie den Leipziger Forschungseinrichtungen Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Handelshochschule Leipzig und dem Deutschen BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) sind die Voraussetzungen für einen extrem interdisziplinären Forschungsansatz geschaffen. Gemeinsames Ziel aller Partner ist dabei der Aufbau einer neuen bio-basierten Industrie mit zusätzlichen Arbeitsplätzen in der Region, sowie die weitergehende Optimierung der Wertschöpfung aus Biomasse.

"Wir sind begeistert von der Entscheidung für den Spitzencluster ‚BioEconomy‘. Die Förderung in Mitteldeutschland eröffnet die Grundlage für weitere interdisziplinäre Forschung auf dem Gebiet der Bioenergieforschung auf höchstem Niveau. Der Spitzencluster wird regional und überregional viele Projekte ins Leben rufen, die zur Entschärfung von Ressourcenkonflikten beitragen und neue Technologien in die Praxis bringen werden", so Prof. Dr. Frank Scholwin, wissenschaftlicher Geschäftsführer des DBFZ.

Das Deutsche BiomasseForschungsZentrum arbeitet im Rahmen des Spitzenclusters als FuE-Partner im Bereich der energetischen Nutzung von biogenen Reststoffen, die während der stofflichen Erzeugungsprozesse anfallen. Verschiedene Projekte mit großen und mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen untersuchen die Möglichkeiten zur integrierten Energiebereitstellung mit dem Ziel, dabei eine möglichst hohe und klimaneutrale Wertschöpfung zu erzielen. Die Entwicklung eines clusterübergreifenden Stoffstrommanagements sowie die Entwicklung, Skalierung und industrielle Umsetzung von Produktionsverfahren stellen dabei die zentralen Aufgaben des DBFZ dar, das darüber hinaus auch umfassendes Wissen über Bioenergiekonversionspfade und zur Bewertung der Umwandlungsprozesse mit in den Spitzencluster einbringt.

Hintergrund:

Der Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist Teil der High-Tech-Strategie des BMBF und wurde 2007 ins Leben gerufen, um Deutschlands Position unter den führenden Technologie-Nationen zu festigen und weiter auszubauen. Die ausgewählten Cluster erhalten vom BMBF über fünf Jahre bis zu 40 Millionen Euro für die Umsetzung ihrer Strategie. Die insgesamt 15 geförderten Spitzencluster der drei Wettbewerbsrunden erhalten insgesamt 600 Millionen Euro. Dazu kommen Mittel der beteiligten Unternehmen in gleicher Höhe. Damit werden 1,2 Milliarden Euro zusätzlich in den Innovationstandort Deutschland investiert.

Antje Sauerland | idw
Weitere Informationen:
http://www.bioeconomy.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Virenforschung
13.01.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht International ausgezeichnet! Rittal gewinnt „Cooling Oscar“
20.10.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie

Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa

16.01.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz