Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

European Coatings AWARD 2011 geht an Wissenschaftler vom Fraunhofer IPA

26.05.2011
Auf der European Coatings CONFERENCE 2011 (ECC), Europas führendem Branchenkongress in Nürnberg, erhielt Dr. Marc Entenmann vom Fraunhofer-Institut für Produk­tionstechnik und Automatisierung IPA den European Coatings AWARD 2011 für seinen Beitrag zum Thema nanoskaliger Pigmente im Korrosionsschutz.

Ihren Status als internationale Leitmesse rund um hochwertige Lacke und Farben, Dichtmassen, bauchemische Materialien und Klebstoffe besitzt die European Coatings SHOW schon seit Jahren. Dieses Jahr präsentierten 887 Aussteller aus 45 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen. Mit dieser Messe verbunden ist eine Vortragsveranstaltung, die ECC, auf der dieses Jahr ca. 180 Vorträge präsentiert wurden.

Das Team der Abteilung Lacke und Pigmente des Fraunhofer IPA, Dr. Marc Entenmann, Heinz Greisiger, Roman Maurer und Dr. Thadeus Schauer, wurde mit dem European Coatings Award für das beste Conference Paper ausgezeichnet. Der Beitrag mit dem Titel »Corrosion Protection with Nanoscale Anticorrosive Pigments in Coatings« beschreibt die Effekte der Reduzierung der Partikelgröße bei Korrosionsschutzpigmenten. Der Beitrag zeigt einen intelligenten Ansatz zur Lösung eine der wichtigsten und kostenintensivsten Probleme der Oberflächentechnik: Der Korrosionsschutz von Stahl.

Die wichtigsten Konzepte zur Verbesserung des Korrosionsschutzes von Metallen durch organische Beschichtungen sind die Optimierung der Zusammensetzung dieser Korrosionsschutzmaterialien, z. B. der Korrosionsschutzpigmente, sowie die verbesserte Barriere der Beschichtung gegenüber Sauerstoff, Wasser und Elektrolyten. Bisher eher vernachlässigt wurde der Einfluss der Partikelgröße von aktiven Korrosionsschutzpigmenten.

Dem IPA-Team ist es nun unter Verwendung einer Nanomühle und speziellen Additiven gelungen, aus konventionellen mikroskaligen Korrosionsschutzpigmenten nanoskalige Teilchen herzustellen und diese nanodispers in praxisrelevante Korrosionsschutzbeschichtungen einzuarbeiten.

Die Beschichtungen mit den submikroskaligen Partikeln zeigten sowohl nach korrosiver Belastung in Labortests als auch nach der Auslagerung auf Helgoland gegenüber den Beschichtungen mit den kommerziell verfügbaren, mikroskaligen Pigmentenpräkursoren einen effizienteren Korrosionsschutz bei den Substraten Stahl, verzinktem Stahl und Aluminium.

Aufgrund der begleitend durchgeführten analytischen Untersuchungen kann als wesentliche Ursache für den besseren Korrosionsschutz der nanoskaligen Teilchen der effektivere »Release on Demand-Effekt« angesehen werden. Dieser führt zu einer besseren Verfügbarkeit von aktiven Korrosionsschutzagenzien in der unmittelbaren Nähe der Metalloberfläche, da die Partikel kleiner sind, sich an die strukturierte Substratoberfläche besser annähern können und auch eine größere aktive Gesamtoberfläche aufweisen.

Das Wissenschaftlerteam vom Fraunhofer IPA erhielt die Ehrung, den European Coatings AWARD, im Rahmen der festlichen Eröffnung des ECC am 28. März 2011 in Nürnberg.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dr. rer. nat. Marc Entenmann | Telefon +49 711 970-3854 | marc.entenmann@ipa.frauenhofer.de

Hubert Grosser | Fraunhofer Mediendienst
Weitere Informationen:
http://www.ipa.frauenhofer.de

Weitere Berichte zu: AWARD Automatisierung Beschichtung Coating ECC Entenmann IPA Korrosionsschutz Lack Partikel Partikelgröße Pigment

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet
02.12.2016 | Universität zu Lübeck

nachricht Ohne erhöhtes Blutungsrisiko: Schlaganfall innovativ therapieren
02.12.2016 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie