Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäischer Kommunikations-Preis für Universität Mannheim

13.07.2009
Die Universität Mannheim hat den erstmalig vergebenen EUPRIO Award für herausragende Kommunikationsleistungen europäischer Hochschulen gewonnen. Das Team um Kommunikationsleiter Achim Fischer wurde für seine Arbeit im Zusammenhang mit der Einführung von Studiengebühren ausgezeichnet.

Der Preis wurde vom Kommunikationsverband der europäischen Hochschulen EUPRIO (European Universities Public Relations and Information Officers Association) vergeben.

EUPRIO-Präsident Paolo Pomati sagte zur Begründung: "Das Problem der Studiengebühren ist ein sehr empfindliches für Universitäten und Regierungen in Europa. Dies ist ein hervorragendes Beispiel wie Kommunikationsexperten es dieser Universität ermöglichten, mit diesem schweren Thema umzugehen, während sie gleichzeitig die Qualität ihrer Dienstleistungen verbesserte."

Die Universität Mannheim hatte sich mit dem Projekt "PR gegen den Wind - Studiengebühren als Standortvorteil" um den Preis beworben. Der Inhalt: Mannheim stand wie alle baden-württembergischen Universitäten Ende 2006 vor der Einführung von Studiengebühren.

Da das Studium in den meisten anderen Bundesländern gebührenfrei blieb, unter anderem auch im benachbarten Rheinland-Pfalz, befürchteten viele einen Rückgang der Studienbewerber in Baden-Württemberg. Die Universität Mannheim begegnete diesem Risiko, indem sie Studiengebühren nicht mit entschuldigendem Charakter gegenüber Studieninteressierten darstellte, sondern indem sie die Gebühren aktiv als ein Argument zugunsten eines Studiums in Mannheim einsetzte.

Die Hochschulleitung stellte hierzu in ihrer internen Entwicklungsplanung sicher, dass die Gebühreneinnahmen zu spürbaren Zusatzleistungen im Studienangebot und im Studierenden-Service führten. Diese Verbesserungen griff das Kommunikationsteam auf und benannte damit Vorteile, die gebührenfreie Hochschulen in der Regel nicht bieten können. Die Leistungen wurden sowohl zentral wie auch dezentral auf Ebene der einzelnen Einrichtungen und Fächer dokumentiert. Kern des Informationsangebotes ist ein Verzeichnis im Internetauftritt der Hochschule, in der für jede Einrichtung der Universität die aus Gebühren finanzierten Angebote aufgerufen werden können.

Zusätzlich warb die Universität Stipendien zur Refinanzierung der Studiengebühren ein. Mittlerweile entstand hieraus ein ausdifferenziertes Stipendiensystem. Es umfasst derzeit Förderangebote für rund 200 besonders leistungsstarke Studierende. Die Zahl der Studienbewerber an der Universität Mannheim ist seit Einführung der Gebühren um 38 Prozent gestiegen. Sie konnte zuletzt rund 2.300 Studienanfänger aus fast 15.000 Bewerbern auswählen.

Für ihre Kommunikationsarbeit im Rahmen der Einführung von Studiengebühren wurde die Universität Mannheim bereits mit dem Deutschen PR-Preis 2008 der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG) ausgezeichnet.

Weitere Informationen:

Universität Mannheim
Achim Fischer
Leiter Kommunikation + Fundraising
Tel. +49 (0)621 181 - 10 13
fischer@verwaltung.uni-mannheim.de

Achim Fischer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-mannheim.de/studiengebuehren

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Berührungslose Ladesysteme
16.11.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Studenten nehmen mit Frühwarnsystem für Geisterfahrer an internationalem Wettbewerb in Peking teil
15.11.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

500 Kommunikatoren zu Gast in Braunschweig

20.11.2017 | Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Künstliche neuronale Netze: 5-Achs-Fräsbearbeitung lernt, sich selbst zu optimieren

20.11.2017 | Informationstechnologie

Tonmineral bewässert Erdmantel von innen

20.11.2017 | Geowissenschaften

Hemmung von microRNA-29 schützt vor Herzfibrosen

20.11.2017 | Biowissenschaften Chemie