Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäischer Forschungsrat fördert neun Heidelberger Wissenschaftler

22.11.2011
Drei ERC Starting Grants und sechs ERC Advanced Grants für Spitzenforscher gehen nach Heidelberg

Die Universität Heidelberg hat im Rahmen der diesjährigen Ausschreibungsrunde des Europäischen Forschungsrats (ERC) für Spitzenforscher ein herausragendes Ergebnis erzielt:

Im Bereich projektbezogener Forschungsförderung erhielten drei Nachwuchsforscher einen der begehrten Starting Grants, sechs etablierte Forscher, darunter zwei „Brückenprofessoren“, den renommierten Advanced Grant. „Das Ergebnis bestätigt eindrucksvoll das hohe Forschungsniveau an der Ruperto Carola im internationalen Kontext“, erklärte Prof. Dr. Bernhard Eitel, Rektor der Ruperto Carola. Mit der aktuellen Förderung erhöht die Universität Heidelberg ihre Gesamtzahl auf insgesamt zehn Starting Grants und neun Advanced Grants; hinzu kommen die Advanced Grants für die beiden Brückenprofessuren. Die Förderdauer beträgt jeweils fünf Jahre.

Bei den ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftlern handelt es sich um Prof. Dr. Selim Jochim (Fakultät für Physik und Astronomie), Prof. Dr. Jan Lohmann (Fakultät für Biowissenschaften) sowie Dr. Friedrich Frischknecht (Medizinische Fakultät Heidelberg). Ihre Projekte werden mit einem ERC Starting Independent Researcher Grant jeweils in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro gefördert.

Einen ERC Advanced Investigator Grant für bereits etablierte Spitzenforscher erhielten Prof. Dr. Christof Wetterich (Fakultät für Physik und Astronomie), Prof. Dr. Victor Sourjik (Zentrum für Molekulare Biologie) und Prof. Dr. Joachim Wittbrodt (Fakultät für Biowissenschaften) sowie als „co-investigator“ Prof. Dr. Hans Georg Bock (Interdisziplinäres Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen). Mit diesem Grant wurden außerdem zwei Heidelberger „Brückenprofessoren“ ausgezeichnet: Prof. Dr. Klaus Blaum vom Max-Planck-Institut für Kernphysik, der zugleich an der Fakultät für Physik und Astronomie lehrt und forscht, sowie Prof. Dr. Michael Boutros, der an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Ruperto Carola und am Deutschen Krebsforschungszentrum tätig ist. Für Projekte, die mit einem Advanced Grant gefördert werden, können bis zu 3,5 Millionen Euro vergeben werden.

Der 2007 eingerichtete Europäische Forschungsrat setzt sich für eine Förderung der grundlagenorientierten Forschung ein, um visionäre Projekte voranzutreiben und neue interdisziplinäre Wissensgebiete zu erschließen. Er schreibt jährlich drei Hauptförderlinien aus: Die Starting Grants für Nachwuchswissenschaftler und die Advanced Grants für etablierte Wissenschaftler sowie die Synergy Grants für Gruppen von zwei bis vier Forschenden. Für Personen, die bereits einen Starting oder Advanced Grant erhalten haben, gibt es außerdem das „Proof of Concept“-Schema, mit dem Ideen aus den Projekten in Innovationen überführt werden können.

Informationen im Internet sind unter der Adresse http://www.uni-heidelberg.de/forschung/nachwuchs/erc_grants.html abrufbar.

Kontakt:
Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://
http://www.uni-heidelberg.de/forschung/nachwuchs/erc_grants.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht EU-Projekt: Bilder leistungsstark und energieeffizient verarbeiten
24.01.2017 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht „Allen Unkenrufen zum Trotz“ Neues Projekt sorgt für Schutz der Gelbbauchunken in Bayern
24.01.2017 | Bundesamt für Naturschutz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie