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Europäischer Forschungspreis für Jülicher Physiker Dieter Richter

05.05.2009
„Walter Hälg Preis“ würdigt herausragende Beiträge zur Neutronenstreuung

Für seine Forschung zum Verständnis der Dynamik von Polymeren und biologischen Makromolekülen erhält der Physiker Prof. Dieter Richter vom Forschungszentrum Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, den renommierten „Walter Hälg Preis“ 2009.

Mit der Auszeichnung, die alle zwei Jahre an europäische Forscher vergeben wird, würdigt die Europäische Vereinigung für Neutronenstreuung ENSA wegweisende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Neutronenstreuung.

Der mit umgerechnet etwa 6.600 Euro dotierte Preis wird auf der internationalen Konferenz für Neutronenstreuung, die in diesem Jahr vom 3. bis 7. Mai in Knoxville in den USA stattfindet, an Richter überreicht.

Prof. Dieter Richter leitet seit 1989 das Jülicher Institut für Festkörperforschung „Neutronenstreuung“ (IFF-5) und ist Direktor am Jülich Centre for Neutron Science JCNS. Das JCNS baut und betreibt Forschungsinstrumente an den weltweit führenden Neutronenquellen in Garching bei München, Grenoble in Frankreich und Oak Ridge in den USA. Deutsche Wissenschaftler aus Forschung und Industrie haben dadurch Zugang zu einzigartigen Messinstrumenten an diesen Einrichtungen. Sie nutzen Neutronen als ideale Sonden für die Erforschung der inneren Struktur von Materialien und der Dynamik von Molekülen.

Denn Neutronen sind mehr als nur Bausteine des Atomkerns. Als freie Teilchen, erzeugt in Forschungsreaktoren oder Spallationsquellen, können sie tief in Materie eindringen, einzelne Atome erkennen und magnetische Momente sichtbar machen – ohne dabei die Probe zu zerstören.

Für seine Forschung mit Neutronen erhielt Prof. Dieter Richter bereits 1987 den
Walter-Schottky-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, 1990 den Max-Planck-Forschungspreis gemeinsam mit Wissenschaftlern der Firma Exxon und 2002 den „Erwin Schrödinger-Preis für interdisziplinäre Forschung“ des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft gemeinsam mit einem Köln-Jülicher Team.
Weitere Informationen:
Forschungszentrum Jülich: www.fz-juelich.de www.fz-juelich.de/iff/d_ins www.jcns.info/ www.fz-juelich.de/iff/Richter_D/ Europäische Vereinigung für Neutronenstreuung
ENSA:
www.frm2.tum.de/fileadmin/stuff/information/newsImages/HaelgPrice_2009.pdf
Pressekontakt:
Angela Wenzik, Wissenschaftsjournalistin, Forschungszentrum Jülich, Institut für Festkörperforschung

52425 Jülich, Tel. 02461 61-6048, E-Mail: a.wenzik@fz-juelich.de

Das Forschungszentrum Jülich…
… betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Energie und Umwelt sowie Informationstechnologie.

Kombiniert mit den beiden Schlüsselkompetenzen Physik und Supercomputing werden in Jülich sowohl langfristige, grundlagenorientierte und fächerübergreifende Beiträge zu Naturwissenschaften und Technik erarbeitet als auch konkrete technologische Anwendungen. Mit rund 4 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den größten Forschungszentren Europas.

Angela Wenzik | Forschungszentrum Jülich GmbH
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

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