Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäische Kommission fördert Projekte am Lehrstuhl Automatisierungstechnik mit rund 700.000 €

07.12.2010
BTU arbeitet an der Fabrik der Zukunft

Forschung für die Fabriken von morgen – dies ist das Ziel von zwei neuen Forschungsprojekten an der BTU Cottbus, die mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Kommission in Höhe von 700.000 € möglich werden. Über die Beteiligung an diesen Forschungsprojekten mit den Namen COMET und e-Custom können für die Dauer der Projekte drei akademische Mitarbeiterstellen am Lehrstuhl Automatisierungstechnik geschaffen werden.

Ziel des Forschungsvorhabens »COMET« ist die Nutzbarmachung von Industrierobotern für hochpräzise Fertigungsaufgaben. So muss zum Beispiel zum Fräsen derzeit noch auf teure Spezialmaschinen zurückgegriffen werden. Durch den Einsatz der preiswerteren und universell einsetzbaren Roboter sollen die Kosten für die automatisierte Produktion gesenkt und gleichzeitig die Flexibilität der Fertigungsanlagen erhöht werden.

Bisher verhindern im Wesentlichen drei Aspekte entsprechende Anwendungen von Industrierobotern: Die ungenügende absolute Positioniergenauigkeit, die Unfähigkeit in Echtzeit auf sich ändernde Prozesszustände zu reagieren und der Mangel an zuverlässigen Programmier- und Simulationswerkzeugen, mit deren Hilfe sich ein sicherer und effektiver Produktionsanlauf gewährleisten lässt. All diese Beschränkungen sollen mittels eines mehrstufigen Ansatzes überwunden werden: Ziel ist die Entwicklung einer modularen Fertigungszelle, die sich an die Ansprüche verschiedener Produktionsbereiche anpassen lässt.

Diese Zelle soll die Nachfrage der Industrie nach kosteneffektiven, flexiblen und verlässlichen Fertigungslösungen abdecken. Geplante Anwendungsgebiete sind unter anderem der Werkzeugbau sowie die Automobil- und Luftfahrtindustrie. Die Arbeit an den Modulen der Fertigungszelle wurde auf einzelne Arbeitspakete aufgeteilt. Der Lehrstuhl Automatisierungstechnik übernimmt die Leitung eines dieser Arbeitspakete, sowie die technische Koordination des Gesamtprojektes. In den Laboren des Lehrstuhls Automatisierungstechnik werden ein Teil der notwendigen Experimente durchgeführt.

Dabei werden das Konzept und seine Ziele anhand von realen Robotern und Maschinen überprüft. Das COMET-Projekt wird in einem Zeitraum von zweieinhalb Jahren von 14 Partnern aus der Industrie und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen bearbeitet und verfügt über ein Budget von 8 Mio. €, davon sind 5,3 Mio. € Fördermittel der Europäischen Kommission. Der Lehrstuhl Automatisierungstechnik erhält rund eine halbe Mio. €.

Das Projekt e-Custom beschäftigt sich mit der Frage, wie der Wandel von der Massenproduktion hin zur kundenindividuellen Fertigung bewältigt werden kann. Neue Technologien ermöglichen schon längst die Entwicklung individueller Produkte sowie deren Produktion und Vertrieb auf breiter Basis. Darauf aufbauend sollen Lösungen entwickelt werden, um die Kunden, aber auch Zwischenhändler und Zulieferer, stärker in Entscheidungsprozesse zum Produktentwurf und der Auswahl der Fertigungstechnologien einzubinden sowie die Fertigung in den verschiedenen Produktionsstätten effizient zu steuern. Der Informationsaustausch soll über ein webbasiertes System stattfinden, über das zusätzlich der »ökologische Fußabdruck« der gewählten Produktvarianten berechnet werden kann. Auf diese Weise kann jeweils die umwelt- und ressourcenschonendste Fertigungsvariante ausgewählt werden. Der Projektzeitraum für e-Custom erstreckt sich über drei Jahre. Das Konsortium des mit 4,4 Mio. € geförderten Projektes besteht aus insgesamt elf Partnern aus Industrie und Wissenschaft. Der Lehrstuhl von Prof. Berger erhält rund 200.000 €.

Weitere Informationen:
Lehrstuhl Automatisierungstechnik
Prof. Ulrich Berger, 0355 / 69 24 57

Katrin Juntke | idw
Weitere Informationen:
http://www.cometproject.eu
http://www.e-custom.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops

Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark

25.07.2017 | Biowissenschaften Chemie