Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäische Auszeichnung für Jenaer Chemiker

15.07.2009
Prof. Dr. Ulrich S. Schubert von der Universität Jena erhält Pieter Jan Lemstra Invention Award

Im Rahmen des European Polymer Congress '09 in Graz (Österreich) hat das Dutch Polymer Institute (DPI) Prof. Dr. Ulrich S. Schubert von der Friedrich-Schiller-Universität Jena ausgezeichnet.

Der Lehrstuhlinhaber für Organische und Makromolekulare Chemie erhielt den 2. "Pieter Jan Lemstra Invention Award". Die Auszeichnung verleiht das DPI an Wissenschaftler, die signifikante Beiträge zur Entwicklung der Polymertechnologie in Europa geleistet haben und eine effiziente Übertragung des wissenschaftlichen Grundlagenwissens in industrielle Anwendungen ermöglichen.

Der 39-jährige Preisträger, auch geschäftsführender Direktor des Institutes für Organische Chemie und Makromolekulare Chemie der Universität Jena, wurde am Abend des 14. Juli in Graz ausgezeichnet. Schubert hielt daraufhin in der Award-Session einen Plenarvortrag über seine aktuellen und zukünftigen Tätigkeiten. Diese beschäftigen sich mit maßgeschneiderten Makromolekülen, schaltbaren und selbstheilenden Materialien, Nanocontainern für den Transport von Medikamenten und mit photonischen Nanomaterialien.

Das DPI - ein europäisches virtuelles Forschungsinstitut mit über 35 industriellen und 40 akademischen Partnern, zu denen auch die Universität Jena gehört - stellt eine der größten konzertierten transnationalen Forschungsinstitutionen für die Materialforschung in Europa dar. Der Preis wird verliehen zu Ehren des ersten Direktors und Mitgründers des DPI, Professor Pieter Jan Lemstra. Der erste Preis ging an Prof. Dr. Dick Broer, einen der Forschungsdirektoren von Philips Research, und Dr. Cees Bastiaansen von der TU Eindhoven.

Mit dieser Preisverleihung werden die aktuellen, international stark beachteten Arbeiten der Gruppe von Professor Schubert ausgezeichnet. In den Rankings des Web-of-Science werden diese Arbeiten mit Platzierungen in der internationalen Weltspitze deutlich (unter den TOP 400 der Chemie und TOP 1000 der Materialwissenschaften in der vom Institute of Scientific Information aufgebauten Datenbank). "Ich freue mich sehr, dass mit dieser Auszeichnung auch unsere Bemühungen im Bereich der Polymertechnologie und möglichen späteren Anwendungen gewürdigt werden", sagt Schubert. "Neben einer exzellenten Grundlagenforschung stellt gerade die Überführung in mögliche kommerzielle Produkte eine entscheidende Herausforderung für die Zukunftsfähigkeit des Standortes in Jena, Thüringen und Deutschland dar. Wir müssen hier schneller und effizienter das Erdachte und Erforschte auch selbst umsetzen, um Arbeitsplätze zu erhalten, neue zu schaffen und Wohlstand zu generieren".

Schubert kam 2007 von der TU Eindhoven nach Jena und hatte parallel Rufe nach Stuttgart und Hamburg, die er ablehnte. Er ist seit 2008 Sprecher des Forschungsschwerpunktes "Innovative Materialien und Technologien" der Universität Jena. Ein öffentlicher Workshop des Schwerpunktes wird sich am 16. Juli mit Themen aus dem Schnittfeld von Chemie, Materialwissenschaften, Pharmazie und Medizin widmen (ab 10 Uhr im Vortragsraum der ThULB, Bibliotheksplatz 2). Erste sichtbare Auswirkungen sind auch das vom Bundesforschungsministerium geförderte Exzellenzprojekt mit der Physik "PhoNa" im Rahmen des Spitzenclusters 'Zukunftsinitiative Neue Länder'.

Kontakt:
Prof. Dr. Ulrich S. Schubert
Institut für Organische Chemie und Makromolekulare Chemie der Universität Jena
Humboldtstr. 10, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 948201
E-Mail: info[at]schubert-group.de

Axel Burchardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie