Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU-Kommissar Günther Oettinger übergab Innovationspreis NEO2010

28.12.2010
NEO2010 – der Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe geht an die Hydro-Energie Roth GmbH für ihr zukunftsweisendes Wasserkraftwerk
EU-Kommissar Günther Oettinger übergab den mit 20.000 Euro dotierten
Preis im Hauptsitz der EnBW Energie Baden-Württemberg in Karlsruhe
Der Gewinner des NEO2010 steht fest. Am Freitagabend erhielt die Hydro-Energie Roth GmbH aus Karlsruhe den mit 20.000 Euro dotierten Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Konzernsitz der EnBW Energie Baden-Württemberg AG für ihr bewegliches über- und unterströmendes Wasserkraftwerk.

Mit dem NEO2010, dem Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe, wurde am Freitagabend die Hydro-Energie Roth GmbH für die Entwicklung eines beweglichen über- und unterströmenden Wasserkraftwerks ausgezeichnet. Im Bild (v.l.n.r.): Christian Buchel, Vorstandsmitglied der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, die Preisträger Peter und Andreas Roth, Günther Oettinger, EU-Kommissar für Energie, sowie Heinz Fenrich, TRK-Vorsitzender und Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe.

Laudator Günther Oettinger, EU-Kommissar für Energie und ehemaliger Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, würdigte in seiner Rede nicht nur die Leistung der Preisträger, sondern auch das Engagement der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK). „Der Preisträger des NEO2010 wie auch die vier nominierten Projekte stehen beispielhaft für den Innovationsreichtum der TechnologieRegion Karlsruhe.

Diese Innovationen im Energiebereich können Bedeutung für ganz Europa haben und sind wichtige Bausteine für eine nachhaltige und bezahlbare Energieerzeugung“, hob EU-Kommissar Oettinger hervor. Der TRK-Vorsitzende, Karlsruhes Oberbürgermeister Heinz Fenrich, sagte: „Mit dem NEO zeichnet die TechnologieRegion Karlsruhe Menschen aus, deren Ideen und deren Werke für die innovative Schaffenskraft unserer Region stehen und die mit ihr verbunden sind. Der NEO ist gleichzeitig ein Signal, das über die Grenzen unserer Region hinweg auf die Qualitäten unseres Raumes aufmerksam machen soll.“

Mit Wasserkraft zum Gewinn

Das Systemwasserkraftwerk der Brüder Roth verbindet neue Technologien mit altbewährten Methoden zur Energiegewinnung. Ziel des Unternehmens: ein kostengünstiges und effizientes Wasserkraftwerk, das umfangreiche Umweltauflagen erfüllt und die Energierückgewinnung erhöht.

Das Kraftwerk sorgt für eine Verbesserung des Hochwasserschutzes. Integrierte Ab- und Aufstiege halten die Wanderkorridore für Fische offen. Die Anlage ist außerdem extrem leise, und aufgrund der schlanken Bauausführung fügt sie sich harmonisch in die Umgebung ein. Hauptvorteil des Systemkraftwerkes aber ist, dass es bis zu 30 Prozent weniger Kosten verursacht und bis zu acht Prozent mehr Strom erzeugt als eine herkömmliche Anlage gleicher Größe. Damit werden Ökologie und Ökonomie in einer bisher unerreichten Weise miteinander vereint. Zudem ist das Kraftwerk vielseitig einsetzbar: Es kann nahezu weltweit an allen Fließgewässern mit Neigung in Betrieb genommen werden, auch bei sehr geringem Neigungswinkel.

Neben der Hydro-Energie Roth GmbH gingen noch vier weitere Projekte ins Rennen um den NEO2010: Die Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG aus Karlsbad im Landkreis Karlsruhe mit einem multifunktionalen Vakuumröhrenkollektor mit semitransparentem Reflektor, die Novatec Biosol AG aus Karlsruhe mit einer Solarthermie-Innovation, das wbk Institut für Produktionstechnik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit einem Energiewandler für energieautarke, mikrofluidische Systeme und die Energie- und Wasserversorgung Bruchsal GmbH, die zusammen mit der EnBW Energie Baden-Württemberg AG das erste Geothermiekraftwerk Baden-Württembergs in Bruchsal errichtet hat.

Hochrangig besetzte Fachjury

Der Fachjury 2010 gehörten hochkarätige Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik an, unter anderem Prof. Dr. Peter Frankenberg, Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Bernd Bechtold, Präsident der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, Prof. Dr. Volker Saile, Chief Science Officer des Karlsruher Institut für Technologie (KIT), und Prof. Dr. Wolfram Münch, Vorstand der Stiftung Energieforschung Baden-Württemberg.

Die TRK – entwicklungsstark in Forschung und Innovation

Die TechnologieRegion Karlsruhe ist eine Innovationsregion mit herausragenden Kompetenzen und Akteuren in Wirtschaft sowie Forschung und Entwicklung. Mit dem NEO, dem Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe, zeichnet die Region herausragende Forschungsleistungen aus, die bedeutend für die Zukunftsfähigkeit der modernen Gesellschaft sind. Der NEO wird jährlich zu einem wechselnden Themenbereich vergeben: 2010 stand die Energieforschung im Fokus des Wettbewerbs, und 2011 erfolgt die Ausschreibung im Bereich „Mobilität“.

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG war Gastgeberin für die Preisverleihung des NEO2010. „Für Unternehmen aus Deutschland ist die Innovationskraft ein entscheidender Erfolgsfaktor im internationalen Wettbewerb“, unterstrich EnBW-Vorstandsmitglied Christian Buchel und fuhr fort: „Baden-Württemberg ist dabei ein absolutes Vorbild: Denn wie kein anderes Bundesland steht es für Ideenreichtum und Erfindergeist. Und das schon seit Jahrzehnten! Wir als EnBW sind daher stolz, in dieser leistungsstarken Region verwurzelt zu sein und sehen es auch als unsere Verantwortung, den Ausbau des Innovationsstandorts Baden-Württemberg mit voranzutreiben.“

Weitere Informationen und eine Videopräsentation der nominierten Projekte unter www.technologieregion-karlsruhe.de

Pressekontakt:

Pressestelle der TechnologieRegion Karlsruhe:
Bernd Wnuck
Stadt Karlsruhe
Rathaus am Marktplatz
76124 Karlsruhe
Telefon 0721/133-1321
Mobil 0177 833 1300
Telefax 0721/133-1309
presse@technologieregion-karlsruhe.de
DauthKaun Public Relations
Monbijouplatz 5
10178 Berlin
Telefon 030 2404786-31
Telefax 030 2404786-10
pr@dauthkaun.de

Nina Aryapour | TechnologieRegion Karlsruhe
Weitere Informationen:
http://www.technologieregion-karlsruhe.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope
20.10.2017 | Freie Universität Berlin

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise