Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erstmals Forschungstransferpreis der IHK Heilbronn-Franken vergeben

02.12.2011
Mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung geht an das Polymer-Institut Kunststofftechnik
- InnoNet-Verbundforschungsprojekt NanoSkin des Teams um Prof. Dr.-Ing. August Burr

- Herstellung von Kunststoffteilen mit beständiger und funktionalisierter Oberfläche im Nano-Bereich

Die IHK Heilbronn-Franken hat erstmals den von ihr gestifteten Forschungstransferpreis für angewandte Forschung an der Hochschule Heilbronn vergeben. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ von Thomas Philippiak, Präsident der IHK Heilbronn-Franken, in der Aula der Hochschule Heilbronn überreicht. „Die Innovationsfähigkeit der Unternehmen ist ein wesentlicher Faktor für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Gerade aber kleinere Unternehmen können kein umfangreiches Detailwissen in F&E Abteilungen vorhalten. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit der angewandten Forschung für sie besonders wichtig“, erklärte Philippiak. „Unser IHK-Forschungstransferpreis soll als persönlicher Anreiz für die Forscher der Hochschule Heilbronn dienen, sich weiterhin intensiv mit den Fragestellungen der Unternehmen auseinanderzusetzen.“

Freuen durfte sich das fünfköpfige Team des Polymer-Instituts Kunststofftechnik (PIK), das neben dem Instituts- und Projektleiter Prof. Dr.-Ing. August Burr aus Dr.-Ing. Michael Kübler, Dipl.-Ing. (FH) Matthias Deckert, Dipl.-Ing. (FH) Sascha Kuhn und Dipl.-Ing. (FH) Christoph Bleesen besteht. Die vier Nachwuchswissenschaftler - zwischen Jahrgang 1980 und 1983 - haben allesamt ihr Studium der Mechatronik und Mikrosystemtechnik an der Hochschule Heilbronn absolviert und sind dort als wissenschaftliche Mitarbeiter tätig. Prämiert wurde ihr eingereichtes und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördertes InnoNet-Verbundforschungsprojekt NanoSkin, das sich mit einem Verfahren für die Herstellung von Kunststoffteilen mit beständiger und funktionalisierter Oberfläche beschäftigt und bereits in großserientauglichen Fertigungsprozessen - beispielsweise bei KraussMaffei - eingesetzt und vertrieben wird.

Höchste Anerkennung für alle acht eingereichten Projekte
In seiner Laudatio betonte Jury-Mitglied Thomas R. Villinger, Geschäftsführer des Zukunftsfonds Heilbronn, noch einmal die Ziele des Preises, der die angewandte Forschung und den Technologietransfer in der Region, zwischen der Hochschule Heilbronn und Unternehmen intensivieren, fördern und nachhaltig stärken soll: „Das nun ausgezeichnete Projekt erfüllt die gestellten Kriterien einer innovatorischen Leistung, zukunftsorientierter Anwendungs-möglichkeiten sowie eines wirtschaftlichen Erfolgspotenzials auf vorbildliche Weise. Ich bin davon überzeugt, dass das Team um Prof. Burr sich auch künftig mit vollem Engagement den genannten Zielsetzungen widmen, und so zur Steigerung der Innovationskraft der Region und der globalen Wettbewerbsfähigkeit ihrer Unternehmen beitragen wird.“ Auch sei die Entscheidung der Jury, weiterhin bestehend aus IHK Präsident Thomas Philipiak, Kirsten Hirschmann (Hirschmann Laborgeräte) - Vizepräsidentin IHK Heilbronn-Franken, Wolfgang Hess - Chefredakteur Bild der Wissenschaft und Prof. Dr. Schröder, Rektor der Hochschule Heilbronn, nicht leicht gefallen: Alle acht eingereichten Projekte „verdienen höchste Anerkennung, auch wenn es letztlich nur einen Sieger geben kann.“ So wurden die Projekte Autofrettage/Einspitzanlagen von Prof. Dr.-Ing. Oliver Lenzen und Prof. Dr.-Ing. Arndt Birkert - einem Rechenmodell zur Beeinflussung des Spannungszustandes im Material - und das Katalytische Verfahren zur CO2-Abscheidung von Prof. Dr. Klemens Flick und Prof. Dr.-Ing. Markus Groebel ebenfalls nominiert.
Das InnoNet-Verbundforschungsprojekt NanoSkin des Heilbronner PIK
Das mit dem Forschungstransferpreis 2011 von der IHK Heilbronn-Franken ausgezeichnete Projekt NanoSkin wurde von 2007 bis 2010 finanziell durch das InnoNet des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gefördert. Es setzt sich mit besonders kratzfesten sowie entspiegelten Oberflächen von Kunststoffbauteilen auseinander. Die Herstellung entsprechend strukturierter und gleichzeitig mechanisch beständiger Bauteiloberflächen im Nano-Bereich stellt eine große Herausforderung dar, welche mit den derzeit in der industriellen Massenfertigung eingesetzten Fertigungsverfahren noch nicht gemeistert werden kann. Daher wurde am Polymer-Institut Kunststofftechnik (PIK) der Hochschule Heilbronn in Zusammenarbeit mit namhaften Industrieunternehmen an der Entwicklung für die Herstellung entsprechender Kunststoffbauteile geeigneter Fertigungsverfahren erfolgreich gearbeitet und beispielsweise an der Abformung von mikro- und nanoskaligen Oberflächenstrukturen in thermoplastisch verarbeitbare Polymere direkt im Spritzgieß- beziehungsweise Spritzprägeverfahren umfangreich erforscht. Die Einsatzgebiete sind vielfältig und reichen von Verscheibungsbauteilen für Mobilfunkgeräte (Displays) über solche für solche von Kfz-Anzeigeinstrumente bis hin zum Einsatz in der Optikindustrie, der Medizin und Diagnostik sowie größeren Verscheibungs- und Exterieurbauteilen für Fahrzeuge.
Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik
Mit über 7.000 Studierenden ist die staatliche Hochschule Heilbronn die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. 1961 als Ingenieurschule gegründet, liegt heute der Kompetenz-Schwerpunkt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. Angeboten werden an den drei Standorten Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall und in sieben Fakultäten insgesamt 45 Bachelor- und Masterstudiengänge. Die enge Kooperation mit Unternehmen aus der Region und die entsprechende Vernetzung von Lehre, Forschung und Praxis werden in Heilbronn großgeschrieben.
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Kathrin Köster, Hochschule Heilbronn, Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn, Telefon: 0 71 31-504-340, E-Mail: kathrin.koester@hs-heilbronn.de, Internet: www.hs-heilbronn.de

Kai Plambeck, IHK Heilbronn-Franken, Ferdinand-Braun-Straße 20, 74074 Heilbronn, Telefon: 0 71 31-96 77-297, E-Mail: kai.plambeck@heilbronn.ihk.de, Internet: www.heilbronn.ihk.de

Pressekontakt Hochschule Heilbronn: Heike Wesener (Kommunikation und Marketing),
Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn, Telefon: 0 71 31-504-499, Telefax: 0 71 31-504-559, E-Mail: wesener@hs-heilbronn.de, Internet: www.hs-heilbronn.de

Pressekontakt IHK Heilbronn-Franken: Achim Ühlin (Leiter Public Relations), Ferdinand-Braun-Str. 20, 74074 Heilbronn, Telefon 0 71 31-96 77-106, Telefax: 0 71 31-96 77-117, E-Mail: uehlin@heilbronn.ihk.de, Internet: www.heilbronn.ihk.de

Heike Wesener | idw
Weitere Informationen:
http://www.heilbronn.ihk.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Dr. Philipp Schommers erhält Förderpreis für Klinische Infektionsforschung
16.10.2017 | Uniklinik Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungsnachrichten

3D-Mapping von Räumen mittels Radar

17.10.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wirkstoffe aus der Natur

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie