Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erstmalige Verleihung des Technikwissenschaftlichen Preises der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

18.02.2010
Erstmalige Verleihung des Technikwissenschaftlichen Preises der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften gestiftet von dem Unternehmen BIOTRONIK an Dr. Till Schlösser (Elektrophysik, Dresden) am 26. Februar 2010

Dr. Till Schlösser, Jahrgang 1965, ist im Bereich der Informationsspeicherung mit CMOS-Nanoelektronik eine der international führenden Persönlichkeiten.

Von ihm stammt nicht nur eine große Anzahl von wichtigen Erfindungen, aus denen ganze Patentfamilien entstanden sind, sondern er hat auch in leitender Position diese Erfindungen in industrielle Volumenproduktionen umgesetzt. Die Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften erkennt die herausragenden wissenschaftlich-technischen Leistungen von Dr. Schlösser an und sieht in ihm den idealen Kandidaten für die Vergabe des ersten Technikwissenschaftlichen Preises der Akademie.

Till Schlösser hat in Konstanz und München Physik studiert (Diplom 1992) und dann in Konstanz mit einer Arbeit über Quantentransport im Jahre 1996 promoviert. Anschließend trat er in den Bereich Halbleiter der Siemens AG in München ein. Dort beschäftigte er sich mit innovativen Konzepten für dynamische und nichtflüchtige Informationsspeicherung im Gigabit-Bereich.

Nach seinem Wechsel zur Fa. Infineon in Dresden Ende 2000 war er verantwortlich für die Erstdurchläufe mehrerer neuer Generationen von dynamischen Speicherchips (DRAM-Chips). Ihm gelangen bei Infineon und ab 2006 bei deren Tochterunternehmen Qimonda zahlreiche bedeutende Innovationen, für die ihn die Firmen auszeichneten und die in über 90 Patentschriften und -familien dokumentiert sind, bei denen er als Erfinder oder Miterfinder gewirkt hat.

Mit der von ihm maßgeblich entwickelten "Buried Wordline Technology" für dynamische Speicherchips hat er eine Spitzentechnologie bis zur Serienreife geführt. Ihm ist es mit diesem zukunftsweisenden Konzept gelungen, die kleinste jemals hergestellte dynamische Speicherzelle zu realisieren.

Bei Till Schlösser handelt es sich um einen brillanten Wissenschaftler der jüngeren Generation, der es in hervorragender Weise verstanden hat, in einem Hochtechnologiefeld mit wissenschaftlicher Methodik wichtige Erfindungen in ein Produkt einzubringen, dem DRAM-Speicherchip, der Bestandteil vieler Geräte des täglichen Lebens ist, um so dessen Leistungsfähigkeit wesentlich zu steigern und gleichzeitig die Herstellungskosten zu reduzieren.

Er hat als Projektleiter mit hohem persönlichem Einsatz die Leistungsfähigkeit der industriellen Forschung und Entwicklung in der deutschen Mikroelektronik-Industrie, auch in schwieriger Zeit, unter Beweis gestellt. Herr Dr. Schlösser ist mittlerweile für die Firma Global Foundries in Dresden tätig.

Die Preisverleihung findet im Rahmen des Tages der Technikwissenschaften am 26. Februar 2010 von 10.00 - 17.00 Uhr in der Akademie statt.

Weitere Informationen unter: http://www.bbaw.de/bbaw/Veranstaltungen/

Pressekontakt:
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Leitung Referat Information und Kommunikation
Gisela Lerch
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin
Tel. 030/20370-657, Fax: 030/20370-366, E-mail: glerch@bbaw.de

Gisela Lerch | idw
Weitere Informationen:
http://www.bbaw.de
http://www.bbaw.de/bbaw/Veranstaltungen/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht »Die Oberfläche 2018« – Fünf Nominierungen gehen in die Endrunde
18.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen
17.05.2018 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics