Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erster Platz für Saarbrücker Studenten bei internationalem Mikrotechnologie-Wettbewerb

26.06.2013
Das Quasimodo-Team der Universität des Saarlandes hat in Barcelona beim internationalen Studentenwettbewerb iCAN 2013 (International Contest of Applications in Nano-Micro-Technology) den ersten Platz belegt.

Es hat sich dabei gegen die starke Konkurrenz von 18 Teams aus China, Japan, Neuseeland, Singapur, der Schweiz, Taiwan, USA und Deutschland durchgesetzt. Im Quasimodo-Projekt haben vier Bachelor-Studenten der Mikrotechnologie und Nanostrukturen ein System entwickelt, das über Mikrosensoren die Körperhaltung eines Menschen überwacht und vor einer Fehlstellung der Wirbelsäule warnt.

Wie man schon im Bachelor-Studium an der Saar-Uni lernt, theoretische Kenntnisse in praktische Anwendungen umzusetzen, haben Florian Bansemer, Franziska Emmerich, Tizian Schneider und Caroline Schultealbert im Quasimodo-Projekt unter Beweis gestellt. Sie haben ein Mikrosensorsystem entwickelt, das die Körperhaltung eines Menschen im Alltag überwacht und ihn warnt, wenn er die Wirbelsäule falsch belastet. Das System namens „Quasimodo“ nutzt sieben Sensoren, die entlang der Wirbelsäule und auf den Schultern positioniert werden. Die Sensoren sind in einem eng anliegenden Sportshirt integriert und folgen so den Bewegungen des Trägers.

Verwendet werden Sensoren der Firma Bosch Sensortec, die normalerweise in Smartphones zum Einsatz kommen. Sie sind etwa drei Millimeter lang und breit und auf einer kleinen Platine angebracht, die durch ein Flachbandkabel mit einem Mikrocontroller verbunden ist. Dieser liest die Daten aus und gibt sie per Bluetooth an ein Smartphone weiter. Eine eigens entwickelte App für das Betriebssystem Android berechnet die Haltung des Trägers und stellt diese in Form von Piktogrammen dar. Befindet sich der Träger bereits länger in einer Fehlhaltung, erscheint eine Warnung. Außerdem erinnert die App daran, sich regelmäßig zu bewegen und überwacht die passenden Rückenübungen.

Die Studenten sind davon überzeugt, dass sich ihr Konzept für die Diagnose, Therapie und Prophylaxe von Rückenbeschwerden einsetzen lasse. Denn das System bekämpfe die drei Hauptgründe für Rückenschmerzen: Falsche Haltung, zu wenig Bewegung und schlechte Muskulatur. Außerdem könne man das System in der Forschung für Bewegungsstudien verwenden.

Die vier Studentinnen und Studenten hatten mit dem Quasimodo-Projekt bereits vor einigen Monaten den zweiten Preis beim Cosima-Wettbewerb gewonnen, der jährlich vom Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) ausgeschrieben wird. Bereits vor zwei Jahren hatten Mechatronik-Studenten der Saar-Uni mit einem Hubschrauber-Projekt den ersten Platz beim internationalen iCan-Wettbewerb belegt.

Ein Foto vom „Quasimodo“-Team bei der Preisverleihung in Barcelona können Sie unter folgendem Link herunterladen:
http://www.uni-saarland.de/pressefotos

Kontakt:
Caroline Schultealbert
E-Mail: schultealbert.c@googlemail.com
Tel. 0172/9868461

Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-Codec (IP-Verbindung). Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681/302-3610) richten.

Friederike Meyer zu Tittingdorf | Universität des Saarlandes
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de
http://www.ican-contest.org/a/latest_news/2013/0619/148.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Rudolf-Virchow-Preis 2017 – wegweisende Forschung zu einer seltenen Form des Hodgkin-Lymphoms
23.06.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

nachricht Repairon erhält Finanzierung für die Entwicklung künstlicher Herzmuskelgewebe
23.06.2017 | Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften