Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erster Dörte-Wörner-Innovationspreis für Informatik-Gründer an der h_da vergeben

30.09.2016

„Travelier“, das Konzept einer onlinebasierten Plattform als Alternative zum konventionellen Paket- oder Dokumentenversand, ist mit dem erstmals vergebenen Dörte-Wörner-Innovationspreis für Informatik-Gründer ausgezeichnet worden. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis prämiert Geschäftsideen im Informatikumfeld und soll dazu anregen, Unternehmen zu gründen. Sponsor des Dörte-Wörner-Innovationspreises ist die in Dietzenbach ansässige Controlware-Stiftung. Namensgeberin ist die Vorständin der Stiftung. Durchgeführt wird der Wettbewerb vom Zentrum für Angewandte Informatik an der Hochschule Darmstadt.

Das Siegerkonzept „Travelier“ ist als Alternative zu herkömmlichen Versandwegen gedacht. Die Online-Plattform für den weltweiten Versand von Paketen oder Dokumenten soll es Privat- wie Geschäftspersonen ermöglichen, ihre Lieferungen nicht nur an klassische Kurierdienste zu geben, sondern auch an Personen, die sich als Boten eignen, etwa Reisende oder Pendler.


Preisstifterin Dörte Wörner (Mitte) mit Juryvorsitzendem Prof. Dr. Heinz-Erich Erbs und dem "Travelier"-Siegerteam.

Hochschule Darmstadt/Christian Heyse

So sollen Pakete oder Dokumente schneller und günstiger versendet werden. Die Ausweitung des Boten-Netzwerkes soll zudem freie Kapazitäten ausnutzen helfen, Mehrfachanlieferungen verhindern und hierdurch CO2-Emissionen senken. Das Travelier-Team besteht aus den Informatik-Studierenden Koorosh Karimi, Tobias Klüh und Simon Swoboda sowie Unternehmensberater Ali Saifnejad.

„Der hohe Innovationsgrad in Verbindung mit einem starken Aktualitätswert hat die Jury besonders überzeugt. Vom Travelier-Konzept könnten beispielsweise auch Geflüchtete profitieren, die auf innovative Versandwege angewiesen sind, um benötigte Dokumente aus dem Heimatland schnell zu erhalten. Insgesamt sehen wir ein erhebliches Geschäftspotenzial für Travelier“, sagt Prof. Dr. Heinz-Erich Erbs vom Fachbereich Informatik der h_da, Juryvorsitzender des Dörte-Wörner-Innovationspreises.

Drei weitere Gründerideen schafften es in die Finalistenrunde. Der „VoIP Service Guard“ soll die zunehmende Telefonie über das Internet (Voice-over-IP/VoIP-Telefonie) sicherer machen. Der als Cloud-Dienst konzipierte Wächter erkennt in Echtzeit und bereits beim Verbindungsaufbau Gebührenbetrug bei VoIP-Verbindungen und wehrt diese ab. Er ist selbstlernend und wirkt so auch präventiv. Zielgruppe sind Internettelefonie-Anbieter in Deutschland und Europa. Entwickelt haben das Konzept Prof. Dr. Michael Massoth und die wissenschaftlichen Mitarbeiter Sandra Kübler und Anton Wiens aus dem Fachbereich Informatik der h_da.

„Creatly“ ist eine Plattform, die es Nutzerinnen und Nutzern erlaubt, ohne Programmierkenntnisse und auf Basis vorhandener Daten eigene Apps zu erstellen. Möglich macht es ein Algorithmus, der anhand der vorliegenden Datenstrukturen konkrete Vorschläge für eine benutzerfreundliche Darstellung der Informationen macht. Creatly ist eine Idee von Thomas Sauer und Maximilian Madl, die aktuell in der Endphase ihres Masterstudiums Informatik an der h_da sind.

„Bloom“ nennt sich ein digitaler Fremdsprachassistent, der die Interessen und Kompetenzen seiner Nutzer versteht und den Wortschatz dort erweitert, wo Lücken bestehen. Das Bloom-Team besteht aus David Baus, Alexander Oemisch und Erdem Turan , Absolventen des Bachelorstudiengangs „Interactive Media Design“ am Fachbereich Media der h_da.

„Wir freuen uns, dass sich gerade auch Studierende am Dörte-Wörner-Innovationspreis beteiligt haben. Das zeigt, dass der Wettbewerb den Nerv junger Unternehmer in spe trifft, die bereit sind, sich direkt aus dem Studium heraus oder im unmittelbaren Anschluss an ihr Studium gedanklich intensiv mit einer Gründung zu beschäftigen. Sie möchten diesen großen Schritt gehen und wagen sich an die Umsetzung ihrer Geschäftsidee“, sagt Prof. Dr. Heinz-Erich Erbs.

Der Dörte-Wörner-Innovationspreis richtet sich an Mitglieder der Hochschule Darmstadt. Seit Mai 2016 konnten sie ihre Geschäftsideen aus dem Informatikumfeld ausarbeiten und wurden dabei vom Career Center der h_da beraten, etwa hinsichtlich der Erstellung eines Business-Plans. Eine sechsköpfige Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Unternehmen selektierte schließlich die Finalisten und Finalistinnen. Der Preis soll künftig jährlich ausgelobt werden.

Weitere Informationen zum Dörte-Wörner-Innovationspreis finden sich hier.
https://www.fbi.h-da.de/innovationspreis/news.html

Weitere Informationen:

https://www.fbi.h-da.de/innovationspreis/news.html

Simon Colin | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Berichte zu: Apps Informatik Innovationsgrad Preis VoIP VoIP-Telefonie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert für weitere drei Jahre Forschungen zu Kieselalgen
22.03.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Effiziente Tools für bildgebende Studien
21.03.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen