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Erfolgreicher Technologietransfer zahlt sich aus

26.11.2014

TU Chemnitz vergab den mit 20.000 Euro dotierten Preis "wissen.schafft.arbeit" an das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und die SolarSpring GmbH in Freiburg – Zudem wurden zwei Transferprojekte aus Sachsen geehrt

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und die SolarSpring GmbH, beide aus Freiburg, sind die diesjährigen Sieger im Wettbewerb "wissen.schafft.arbeit", den die Technische Universität Chemnitz zum sechsten Mal ausgelobt hat. Der mit 20.000 Euro dotierte Technologie-Transferpreis wurde in diesem Jahr gestiftet von der Sachsen Bank und der Niles-Simmons-Hegenscheidt Gruppe.


Gisela Vogt (l.), Leiterin Projektentwicklung und Marketing der SolarSpring GmbH aus Freiburg, nahm den Hauptpreis entgegen. Foto: TU Chemnitz/Steve Conrad

Den Preis, der unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Wirtschaft und Energie steht, erhalten die Sieger für das Transferprojekt der solarbetriebenen Wasseraufbereitung. Den Glaspokal nahm am 24. November 2014 Gisela Vogt, Leiterin Projektentwicklung und Marketing der SolarSpring GmbH, bei einer Festveranstaltung im Konferenzcenter der eins energie in sachsen GmbH & Co. KG in Chemnitz entgegen.

"Besonders überzeugte die Jury die Innovation der Technologie und die sehr enge Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft, durch die neue Arbeitsplätze geschaffen wurden", berichtet Peter Kröger, Bereichsleiter Unternehmenskunden der Sachsen Bank. Im Rahmen vielfältiger Kooperationsprojekte wurde das Produkt „Solarbetriebene Meerwasserentsalzungsanlage“ für dezentrale Anwendungen im Rahmen einer Ausgründung aus dem Fraunhofer ISE in die Firma SolarSpring GmbH zur Marktreife gebracht. Dadurch wurden bis heute zwölf Arbeitsplätze geschaffen, in den nächsten drei bis fünf Jahren wird ein Anstieg auf etwa 25 Mitarbeiter erwartet.

"Als Sachsen Bank ist es eine unserer zentralen Kernaufgaben, die Wirtschaft zu unterstützen. Dabei wollen wir die Unternehmen auch bei strategischen Themen und ihrer gesamten Entwicklung partnerschaftlich begleiten. Der Technologietransferpreis wissen.schafft.arbeit ist ein herausragendes Beispiel, das zeigt, wie eine gelungene Verzahnung zwischen Wissenschaft und Realwirtschaft positive Akzente setzen und damit die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen weiter verbessern kann“, ergänzt Kröger.

Der von der TU Chemnitz initiierte Wettbewerb richtet sich an Wissenschaftler von Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie kleine und mittelständische Unternehmen, die in der Zusammenarbeit einen effektiven Wissens- und Technologietransfer durchgeführt haben. Vor allem innovative und nachhaltige Kooperationsformen mit Modellwirkung sind preiswürdig. Bewertungskriterien für eine aus sieben Mitgliedern bestehende Jury sind die Umsetzung der Transferidee, die Gestaltung des Transferprozesses, der wirtschaftliche Erfolg und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Nicht das innovative Produkt als solches steht im Vordergrund, sondern die Gestaltung von Transfer und Kooperation.

"Insgesamt gingen 2014 aus ganz Deutschland 31 Bewerbungen ein, 14 davon allein aus Sachsen", berichtet Prof. Dr. Andreas Schubert, Prorektor für Wissens- und Technologietransfer der TU Chemnitz, und fügt hinzu: "Auf Grund der hohen Qualität aller Bewerbungen war es für die Jury sehr schwer, einen Preisträger auszuwählen. Deshalb freuen wir uns, dass wir erneut zwei weitere Preise vergeben konnten."

Den mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst erhielt das Projekt „SepSelsa – Verfahren zum vollständigen Seltenerd-Recycling aus Leuchtstoffrückständen“, eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der TU Bergakademie Freiberg und der FNE Entsorgungsdienste GmbH aus Freiberg. Mit diesem Sonderpreis, den das Wissenschaftsministerium zum vierten Mal verleiht, wird ein Projekt ausgezeichnet, das Technologie mit besonderem Entwicklungspotenzial durch einen erfolgreichen Transferprozess in Sachsen zur Anwendung bringt.

In dem ausgezeichneten Projekt hat die TU Freiberg ausgehend von eigenen Entwicklungsergebnissen eine Potenzialanalyse durchgeführt und Verwertungsoptionen geprüft. Ergebnisse des Transferprojekts waren die gemeinsame Verfahrensentwicklung sowie der Bau einer Pilotanlage bei der FNE Entsorgungsdienste GmbH. Entwicklungsarbeiten am Institut für Technische Chemie der Universität zum Seltenerd-Recycling führten zu einem umweltfreundlichen und zugleich wirtschaftlichen Verfahren zur Aufbereitung von Leuchtstoffabfällen.

Ebenfalls vergeben wurde der für ein besonderes Wachstumspotenzial ausgelobte Preis der IAV GmbH. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis ging an die CLOUD & HEAT Technologies GmbH Dresden zusammen mit der Professur Systems Engineering der TU Dresden. Deren Innovation, die sich schnell vom Prototyp zur Serienreife entwickelte, ist hierbei die Nutzung der Abwärme von Servern von verteilten dezentralen Rechenzentren für die Gebäudeheizung und zur Warmwasseraufbereitung in Passivhäusern.

Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, gratulierte von Dresden aus: „Mein Glückwunsch gilt allen Siegern des Wettbewerbes für ihr gelungenes kreatives, gemeinsames Arbeiten. Der TU Chemnitz danke ich sehr für die großen Bemühungen, das so wichtige Thema Technologietransfer zu intensivieren und in die Öffentlichkeit zu bringen. Für die TU Chemnitz und für die Unternehmen der Region Südwest- und Mittelsachsen gilt beim Technologietransfer eine besondere Anwendungsnähe von Forschung und Entwicklung, die beispielgebend ist.“

Weitere Informationen: Telefon 0371 531-19944, E-Mail transferpreis@tu-chemnitz.de, http://www.wissenschafftarbeit.de 

Mario Steinebach | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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