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Erfolg mit Datennetzen und Eisenoxid

12.07.2013
Für ihre herausragenden Doktorarbeiten erhielten zwei Ingenieure der Ruhr-Universität am 12. Juli den Eickhoff-Preis 2013. Dr.-Ing. Patrick-Benjamin Bök (Elektrotechnik und Informationstechnik) hat ein neues Verfahren zur Bewertung der Wichtigkeit von Datenpaketen in Unternehmensnetzwerken entwickelt. Dr.-Ing. Martin Schiemann (Maschinenbau) befasst sich mit der Entstehung von Eisenoxid in thermischen Reaktionen.

Prioritäten im Datenverkehr setzen

So wie Ampeln und Straßenschilder den Verkehr regeln, müssen auch Datenströme in Unternehmensnetzen effizient gelenkt werden. Der parallele Betrieb hunderter Anwendungen führt zu Konkurrenz in Computernetzen – so dass sich früher oder später Staus bilden. Dr.-Ing. Patrick-Benjamin Bök hat in seiner Dissertation mit dem Titel „Ein prozessmustergesteuerter Dienstgütealgorithmus für Computernetze“ ein neuartiges Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, Datenpakete entsprechend der ihnen zugeordneten Geschäftsprozesse dynamisch zu bewerten. Dadurch kann bei der Weiterleitung der Pakete genauer entschieden werden, wann welche Anwendung für den Unternehmenserfolg relevant ist.

Weitere Informationen: Dr.-Ing. Patrick-Benjamin Bök, patrick@boek.de

Verständnis für ein industrielles Nebenprodukt

Im Mittelpunkt der von Dr.-Ing. Martin Schiemann verfassten Dissertation „Pyrohydrolyse eisenchloridhaltiger Lösungen in Sprühröstreaktoren“ steht das Eisenoxid. Als industrielles Nebenprodukt kann es weiterverwertet werden und ist somit ein beeinflussbarer Kostenfaktor im Produktionsprozess. In verschiedenen Laborexperimenten untersuchte Schiemann, wie diese Partikel im Inneren eines Sprühröst-Reaktors entstehen. Die von ihm gewonnenen Feststoffproben geben erstmals Auskunft über Eigenschaften wie die Oberflächenstruktur und die Mineralphasenzusammensetzung. Darüber hinaus gelang es ihm, den Einfluss verschiedener Betriebszustände auf die Eigenschaften der Eisenoxidpartikel zu bestimmen.

Weitere Informationen: Dr.-Ing. Martin Schiemann, schiemann@leat.rub.de

Die Preisträger
Patrick-Benjamin Bök promovierte 2012 in der Arbeitsgruppe für Integrierte Informationssysteme von Prof. Dr.-Ing. York Tüchelmann. Zuvor studierte er zwischen 2003 und 2007 an der RUB Angewandte Informatik. Seit 2012 ist Bök Leiter der Research Group „Highly Dynamic Networks, Wireless Robotics and Emergency Response Management“ am Lehrstuhl für Kommunikationsnetze der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik an der TU Dortmund. Martin Schiemann studierte an der RUB zunächst Physik, bevor er 2012 am RUB-Lehrstuhl für Energieanlagen- und Energieprozesstechnik von Prof. Dr.-Ing. Viktor Scherer promovierte. Seit 2012 leitet Schiemann die RUB-Arbeitsgruppe „Thermische Umsetzung fester Brennstoffe“, die sich unter anderem mit dem Verhalten von Metallchloriden in Hochtemperaturprozessen beschäftigt.
Der Eickhoff-Preis
Der Gebrüder Eickhoff-Preis ist mit jeweils 3.000 Euro dotiert und steht nicht nur für exzellente Forschungsarbeiten, sondern auch für die fruchtbare Verbindung zwischen dem RUB-Campus und Unternehmen mit lokalen Wurzeln. Die Firma Eickhoff stiftete den Preis 1989 anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens und verleiht ihn jährlich für je eine herausragende Dissertation aus den Bereichen Maschinenbau sowie Elektrotechnik und Informationstechnik.
Redaktion
Tobias Schündelen
Weitere Informationen
Prof. Dr.-Ing. York Tüchelmann, Arbeitsgruppe Integrierte Informationssysteme Tel. 0234/32- 26905

york.tuechelmann@iis.rub.de

Prof. Dr.-Ing. Viktor Scherer, Lehrstuhl für Energieanlagen und Energieprozesstechnik, Tel. 0234/32-26328

scherer@leat.ruhr-uni-bochum.de

Jens Wylkop | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de

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