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Erfolg beim Innovationswettbewerb Transfer.NRW

10.10.2008
Sie sind nur knapp zwanzig Zentimeter groß und können doch für eine kleine Sensation in der Automobiltechnik sorgen: Kostengünstige Mikrowellenantennen, die das Fachgebiet Allgemeine und Theoretische Elektrotechnik (ATE) an der Universität Duisburg-Essen (UDE) entwickelt hat.

Der mit dem Fachgebiet Hochfrequenztechnik und dem Institut für Mobil- und Satellitenfunktechnik (IMST) eingereichte Projektvorschlag "Meta Beam - Low-Cost Metamaterial-Antennen für Automotive-Sensorapplikationen" zählt zu den Gewinnern des Förderwettbewerbs "Transfer.NRW: Science-to-Business PreSeed".

Ziel dieser von der EU und dem Land finanzierten Initiative ist es, den Wissenstransfer in Innovationen zu fördern. Spitzenforschung aus NRW-Hochschulen soll für die Industrie verwertbar gemacht werden.

Durch die erfolgreiche Projektidee der UDE-Wissenschaftler können Mikrowellenantennen künftig preiswerter produziert werden. Sie werden bei Arbeitsfrequenzen um 24 GHz in der Automobiltechnik eingesetzt, z.B. für radargestützte Fahrassistenz-Systeme wie Einparkhilfen und eine dem Verkehrsfluss angepasste automatische Abstandsregelung. Basis ist eine Technologie, die auf dem innovativen Konzept der elektromagnetischen Metamaterialien aufbaut. "Ähnlich wie bei der Anordnung der Atome in einem Festkörper besteht ein solches Metamaterial aus einer periodischen Struktur.

Es fungiert dadurch als 'künstliches' Material, dessen elektromagnetische Eigenschaften sich entsprechend gestalten lassen. Dank dieses Ansatzes können die für die Strahlsteuerung der Antenne jeweils benötigten Phasenschieberelemente eingespart werden", erläutert Professor Dr. Daniel Erni. Damit würden die Hersteller ihre Produktionskosten erheblich senken können.

Für die Umsetzung in ein Massenprodukt steht den beiden universitären Fachgebieten mit der IMST GmbH in Kamp-Lintfort ein idealer Industriepartner zur Seite. Die Firma hat sich mit der Gründung des Kompetenzzentrums Automotive (das KAT) zu einem der wichtigsten Akteure in NRW für zukunftsweisende Automobilelektronik profiliert. Hier wird der Prototyp getestet und bis zur Serienreife optimiert.

Die Projektdauer beträgt zwei Jahre bei einem Gesamtvolumen von 220.000 Euro. Wenn die patentrechtlichen Aspekte mit der Förderagentur geklärt sind, kann mit der technischen Ausarbeitung der Projektidee begonnen werden.

Weitere Informationen:

Dr.-Ing. Andre Rennings,
Tel. 0203/379-4215, E-Mail: andre.rennings@uni-due.de
Prof. Dr. Daniel Erni, E-Mail: daniel.erni@uni-due.de

Katrin Braun | idw
Weitere Informationen:
http://www.ate.uni-due.de

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