Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„ERC Starting Grant“ für Marc Alexa

12.10.2010
TU-Projekt zur Erzeugung von realen und digitalen 3D-Modellen wird mit 1,35 Millionen Euro gefördert

Sie gehören zu den international herausragenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern – die Preisträger des renommierten „ERC Starting Grant“.

Einer von ihnen ist Prof. Dr. Marc Alexa, Leiter des Fachgebiets Computer Graphics an der TU Berlin. Für den Aufbau eines unabhängigen Forschungsteams hat ihm der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) jetzt eine Fördersumme von 1,35 Milli-onen Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren bewilligt.

Bereits drei weitere Forscherinnen und Forscher der TU Berlin wurden in diesem Jahr mit einem „ERC Starting Grant“ ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr gingen außerdem zwei „ERC Advanced Grants“ an Wissenschaftler der Universität. Der European Research Council gab damit insgesamt rund 9,5 Millionen Euro für die Förderung von international herausragenden Forscherpersönlichkeiten an die TU Berlin.

3D-Darstellung: Erkenntnisse aus der Kognitionswissenschaft fließen ein

Immer wieder reiben sich Betrachter von dreidimensionalen Darstellungen die Augen: Sie sehen Abbildungen, die real erscheinen, es aber nicht sind. Genau dieser Effekt ist es, an dem Prof. Dr. Marc Alexa und sein Team mit großem Elan arbeiten. Sie bilden die Wirklichkeit mit Hilfe von Computer-Modellen ab, die so informativ oder plausibel wie möglich sein sollen, wenig Megabyte verbrauchen und sich in kurzer Zeit berechnen lassen. Erfolgreiche Forschungsarbeit, auf die auch gerne Partner wie Disney oder die Pixar Animation Studios zurückgreifen.

Mit einem Projekt zum Thema „Expressive Shape: Intuitive Creation and Optimization of 3D Geometry“ konnte Alexa nun den Europäischen Forschungsrat überzeugen. Sein Ziel ist es, neue Konzepte zur Erzeugung von realen und digitalen 3D-Modellen unter Berücksichtigung der menschlichen Eigenschaften und Wahrnehmungen zu entwickeln. Dabei nutzt Alexa neben der Geometrie auch Erkenntnisse aus der Kognitionswissenschaft. Während reale Objekte auf Grundlage unmittelbarer visueller Eindrücke gestaltet und verändert werden, fällt dieser Prozess durch den Einsatz von computergestützten Entwürfen weg. Sie lassen sich jedoch mit Hilfe eines technischen Verfahrens, das auf mathematischen Darstellungen beruht, ersetzen. „Wir glauben, das grundlegende Problem in der Modellierung von dreidimensionalen Objekten im Rechner erkannt zu haben, und wollen mit unseren Forschungsvorhaben dazu beitragen, die von und für Menschen erzeugten Gegenstände zu verbessern“ so Marc Alexa. Das Projektteam greift dabei auf neuartige Datenstrukturen und Algorithmen zurück, die Benutzeroberflächen möglich machen. Sie beruhen auf Merkmalen, an die wir aus der Kommunikation mit anderen Menschen bereits gewöhnt sind.

Zur Person: Marc Alexa, der 2005 mit 31 Jahren als einer der jüngsten Professoren an die TU Berlin kam, wurde bereits mehrfach für seine Forschungen ausgezeichnet, darunter mit dem Meier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Der studierte Informatiker promovierte an der TU Darmstadt, an der er vor seinem Ruf an die TU Berlin bereits eine Juniorprofessur inne hatte. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Darstellung, Modellierung und Entwicklung von Abbildungen und Modellen sowie deren intuitive Benutzeroberflächen.

Pressefotos finden Sie unter: www.tu-berlin.de/?id=91425
Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Marc Alexa, TU Berlin, Fakultät Elektrotechnik und Informatik, Tel.: 030/314-73101,
E-Mail: marc.alexa@tu-berlin.de,
Internet: www.cg.tu-berlin.de/menue/home/parameter/de/
Die Medieninformation zum Download:
www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/
„EIN-Blick für Journalisten“ – Serviceangebot der TU Berlin für Medien-vertreter: Forschungsgeschichten, Expertendienst, Ideenpool, Fotogalerien unter: www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608
Weitere Informationen:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/
http://www.cg.tu-berlin.de/menue/home/parameter/de/
http://www.tu-berlin.de/?id=91425
http://www.cg.tu-berlin.de/menue/home/parameter/de/

Stefanie Terp | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

nachricht CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen
24.05.2017 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten