Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ERC Grant 2013: Europäischer Forschungsrat zeichnet Professor der Bauhaus-Universität Weimar aus

07.01.2014
Prof. Dr.-Ing. Timon Rabczuk, Professor für Computational Mechanics an der Fakultät Bauingenieurwesen, wird vom Europäischen Forschungsrat (ERC) für das Forschungsprojekt COMBAT mit dem »ERC Consolidator Grant« ausgezeichnet. Er erhält in den kommenden fünf Jahren rund zwei Millionen Euro für Forschungsarbeiten an der computerbasierten Modellierung und Optimierung von Lithium-Ionen-Batterien.

»Vorgesehen ist unter anderem die Einstellung von mehreren Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern im ERC-Projekt Computational Modeling and Design of Lithium Ion Batteries (COMBAT), die die Gelegenheit erhalten, in einem internationalen Forscherteam mitzuarbeiten«, freut sich Rabczuk.

Ziel ist, eine virtuelle Designplattform zur Entwicklung und Optimierung neuer Lithium-Ionen-Batterien zu schaffen. Lithium-Ionen-Batterien werden beispielsweise in Laptops und Smartphones eingesetzt und gelten aufgrund ihrer hohen Energiedichte und Betriebsspannung als besonders vielversprechend für Anwendungen im zukünftigen Automobilbau und in der Luft- und Raumfahrttechnik.

»Die Anwendung in diesen Bereichen stellt uns vor eine große Herausforderung«, sagt Rabczuk. »Herkömmliche Batterie-Systeme leiden unter Sicherheitsmängeln, Materialabnutzung und Kapazitätsverlusten während Lade- und Entladevorgängen. Deshalb werden in Zukunft deutliche Leistungssteigerungen und Verbesserungen der Umweltfreundlichkeit notwendig werden.«

Im Rahmen des Projektes COMBAT soll eine Software entwickelt werden, die das Verhalten von Batterien während Lade- und Entladevorgängen insbesondere für Hochleistungs-Anwendungen vorhersagt und optimiert. Die virtuelle Designplattform soll zum einen die Entwicklung neuer Elektroden-Materialien unterstützen und zum anderen die Anordnung der Materialien innerhalb eines Batteriedesigns optimieren. Eine ausgewählte Materialkombination soll schließlich hergestellt und mit numerischen Vorhersagen verglichen werden.

Prof. Dr.-Ing. Karl Beucke, Rektor der Bauhaus-Universität Weimar, gratuliert Prof. Rabczuk zu diesem großartigen Erfolg: »Ich freue mich sehr, dass Prof. Rabczuk das renommierte ERC Grant erhält. Damit erfährt Prof. Rabczuks international anerkannte Forschungsleistung, mit der er seit Jahren maßgeblich zur Stärkung des Wissenschaftsstandortes Weimar beiträgt, eine herausragende Auszeichnung.« Mit seiner Forschung innerhalb des Forschungsschwerpunkts »Digital Engineering« macht Prof. Rabczuk die Bauhaus-Universität Weimar auch international als Forschungseinrichtung attraktiv für talentierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.

Mit dem ERC-Grant unterstützt der Europäische Forschungsrat ehrgeizige und wegbereitende Forschungsideen, die über die Grenzen des bisherigen Wissens hinausgehen und über Disziplinen hinweg innovative und unkonventionelle Ansätze wagen. Der ERC fördert damit eine als Pionierforschung oder »Frontier Research« charakterisierte grundlagenorientierte Forschung.

Für Rückfragen können Sie sich gern wenden an:

Bauhaus-Universität Weimar
Dezernat Forschung
Dr. Susan Gniechwitz
EU-Forschungsreferentin
Tel.: +49(0)3643/58 25 35
E-Mail: susan.gniechwitz@uni-weimar.de

Claudia Weinreich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-weimar.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

nachricht 1,5 Mio. Euro für das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)
05.12.2016 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Tempo-Daten für das „Navi“ im Kopf

06.12.2016 | Medizin Gesundheit

Patienten-Monitoring in der eigenen Wohnung − Sensorenanzug für Schlaganfallpatienten

06.12.2016 | Medizintechnik