Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entscheidung für Wissenschaftspreis 2010 der Wernigeröder Stadtwerkestiftung gefallen

25.10.2010
Im Frühjahr 2008 hat die Wernigeröder Stadtwerkestiftung erstmalig den „Wernigeröder Wissenschaftspreis“ ausgelobt, mit dem alljährlich herausragende wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet werden sollen.

Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen, die in Wernigerode tätig sind oder deren Forschungsleistung einen thematischen Bezug zur Bunten Stadt am Harz aufweist.

Die nach dem öffentlichen Aufruf eingegangenen Bewerbungen wurden von einer Expertenjury unter Leitung von Prof. Dr. med. Helmut Tschäpe (ehemaliger Leiter Robert Koch-Institut, Wernigerode), Prof. Dr. Frieder Stolzenburg (Hochschule Harz) und Prof. Dr. Konrad Breitenborn (Stiftung Dome und Schlösser Sachsen-Anhalt) begutachtet, um die Vergabeentscheidung des Vorstands der Stadtwerkestiftung vorzubereiten.

Nachdem sich der Stiftungsvorstand im vergangenen Jahr dazu entschlossen hatte, das Preisgeld zu teilen und damit zwei junge Wissenschaftler gleichermaßen zu ehren, kam die Jury in diesem Jahr zu dem einstimmigen Ergebnis, dem Stiftungsvorstand die eingereichte Arbeit von Dr.-Ing. Matthias Haupt für den Wernigeröder Wissenschaftspreis 2010 vorzuschlagen. Der Stiftungsvorstand folgte diesem Vorschlag ebenfalls einstimmig und freut sich, auch in diesem Jahr eine solch hervorragende wissenschaftliche Arbeit auszeichnen zu können. Die feierliche Preisverleihung wird am 30. November 2010 um 17 Uhr im Rahmen eines kleinen Festaktes der Wernigeröder Stadtwerkestiftung im Festsaal des Rathauses Wernigerode stattfinden.

Die von Dr. Haupt eingereichte Dissertation „Bandbreitenerweiterung für optische Kurzstreckenkommunikation über POF“ fasst Forschungsergebnisse auf diesem Spezialgebiet zusammen und stellt praktisch anwendbare Entwicklungen zur Bündelung und Dekodierung optischer Signale dar. Mit der vorliegenden Arbeit wurde Matthias Haupt in diesem Jahr von der Fakultät für Elektrotechnik, Informationstechnik, Physik der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig mit der Note „magna cum laude“ zum Dr.-Ing. promoviert.

Die optische Kommunikationstechnik erobert immer neue Gebiete, so zum Beispiel die Inhausverkabelung. Übertragen werden die verschiedenen Daten mittels Lichtwellenleiter die aus Kunststoff (PMMA) bestehen. Bisher sind diese Fasern nicht für hohe Datenraten (>100Mbit/s) geeignet. Durch das vom Preisträger entwickelte Verfahren wird diese Grenze um das zehnfache nach oben verschoben. Dadurch können auch neue Anwendungsgebiete erschlossen werden.

Dr. Matthias Haupt studierte von 1998 bis 2006 Elektrotechnik an der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, arbeitet seit 2006 als wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Lehrbeauftragter an der Hochschule Harz und fertigte in dieser Zeit seine Doktorarbeit an.

Stiftungsvorstand und Expertenjury freuen sich gemeinsam mit dem Preisträger über die Auszeichnung. „Mit der Auslobung eines eigenen Wissenschaftspreises unterstreicht die Stadtwerkestiftung die wachsende Bedeutung Wernigerodes als Hochschulstadt; damit wird ein wichtiger Beitrag für die Zukunftsfähigkeit von Stadt und Region geleistet. Die Hochschule Harz gratuliert dem Preisträger, der in idealer Weise für unseren fachlichen Schwerpunkt ‚angewandte Ingenieurwissenschaften‘ in Wernigerode steht“, kommentiert Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann die Entscheidung des Stiftungsvorstands, dem er als stellvertretender Vorsitzender angehört.

Oberbürgermeister Peter Gaffert zeigte sich von der Auswahl des Preisträgers begeistert: „In Wernigerode wird auf hohem Niveau Forschung und Wissenschaft gelebt. Das ist für uns ein harter Standortfaktor und eine zukunftsweisende Perspektive, dies gilt es, weiter zu stärken und zu fördern“, so der Oberbürgermeister.

Andreas Schneider | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-harz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Warum der Brennstoffzelle die Luft wegbleibt

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chlamydien: Wie Bakterien das Ruder übernehmen

28.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Sterngeburt in den Winden supermassereicher Schwarzer Löcher

28.03.2017 | Physik Astronomie