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EFRE Förderung macht’s möglich: IMM schafft neues Kompetenzfeld

19.03.2013
Überall in Deutschland gibt es EFRE-geförderte Projekte. Sie sind nicht immer leicht zu erkennen – oft weiß man gar nicht, dass man praktisch über ein solches Projekt fährt, wenn man die frisch mit EFRE Mitteln sanierte Landstraße befährt.

Der europäische Fonds für regionale Entwicklung, kurz EFRE, zielt schwerpunktmäßig auf wachstumsfördernde Verbesserungen der Standortbedingungen. Insbesondere werden zukunftsgerichtete Investitionen in den Bereichen Forschung, technologische Entwicklung und Innovation, gewerbliche Wirtschaft sowie öffentliche Infrastruktur gefördert.

Mit EU-Zuschüssen in Höhe von 2 Mio. EUR sowie weiteren 1,8 Mio. EUR aus dem Landesprogramm „Wissen schafft Zukunft“ des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz (MBWWK) baut sich das Institut für Mikrotechnik Mainz GmbH (IMM) ein neues Kompetenzfeld auf. Die Abteilung Mikrostrukturtechnik für Nanopartikel (Micro4Nano) wächst derzeit und ergänzt das vorhandene Portfolio im Haus.

„Somit können wir auf die Bedürfnisse und Wünsche der rheinland-pfälzischen Wirtschaft reagieren“, sagt Geschäftsführer Prof. Dr. Michael Maskos. Denn das Bedürfnis nach Innovationen im Bereich Nanomaterialien ist groß, unterschiedlichste Branchen in Rheinland-Pfalz können von ihnen profitieren.

Als Beispiele seien hier die chemische und pharmazeutische Industrie genannt sowie Medizin- und Umwelttechnik. „Hier schlummert ein enormes Potential“, weiß Maskos. Denn eine Vielzahl von Nanomaterialien stehe an der Grenze zwischen angewandter Forschung und Markteinführung, gebremst durch die Limitationen der bislang verfügbaren Synthese- und Charakterisierungsverfahren.

Mit dem Aufbau der neuen Abteilung am IMM sollen Gesamtsysteme entwickelt werden, die die Wettbewerbsfähigkeit rheinland-pfälzischer Unternehmen im Bereich Nanopartikel erhöhen. So soll eine Infrastruktur zur Charakterisierung und Untersuchung der Eigenschaften von Nanopartikeln sowie deren Synthese basierend auf integrierten Lösungsansätzen der Mikroreaktionstechnologie geschaffen werden.

An konkreten Beispielen von metallischen, oxidischen und polymeren Nanopartikeln möchten die Wissenschaftler die kontinuierliche, mikrostrukturbasierte Synthese von Nanopartikeln in kontinuierlich arbeitenden Anlagensystemen demonstrieren. Zudem sollen prozessbegleitende Online- und Inline-analytische Nachweisverfahren entwickelt und integriert werden. Zusätzlich engagiert sich das IMM als Projektpartner im DFG Schwerpunktprogramm SPP 1313, welches sich mit der biologischen Wirkung von Nanopartikeln beschäftigt (Biological Response to Nanoscale Particles).

Eine aktuelle Marktstudie der BBC Research prognostiziert einen für 2015 zu erwartenden Gesamtmarkt von 4 Mrd. US$ und jährliche Wachstumsraten von ca. 13 % für energie-basierte Anwendungen und ca. 56 % für biomedizinische und pharmazeutische Anwendungen.

Insbesondere Gespräche mit kleinen und mittelständischen Unternehmen in Rheinland-Pfalz bestätigen diesen Trend. Sie haben enormen Bedarf an anwendungsorientierten nanotechnologischen Lösungen bekräftigt. „Wir freuen uns, mit Hilfe der EFRE Förderung Teil dieses Zukunftsmarktes zu sein“, resümiert Maskos.

Dr. Stefan Kiesewalter | idw
Weitere Informationen:
http://www.imm-mainz.de

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