Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Effizient Interaktiv Studieren“: Über eine Million für neues Weiterbildungsprojekt der Uni Ulm

07.08.2014

Großer Erfolg für die Uni Ulm im Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt „Effizient Interaktiv Studieren“ (EffIS) mit rund einer Million Euro. Als Projektziel soll ein optimales, wissenschaftlich fundiertes Instruktionsdesign für lebenslanges Lernen erarbeitet werden -- und darauf aufbauend ein Zertifikatsangebot und schließlich ein Masterstudiengang.

Die Universität Ulm war in der zweiten Runde des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ erfolgreich. Dabei geht es um innovative Weiterbildungsangebote für Berufstätige, Berufsrückkehrer und andere nicht-traditionelle Studierende.

Seit dem 1. August fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt „Effizient Interaktiv Studieren“ (EffIS) der Uni Ulm mit etwas mehr als einer Million Euro. Als erstes Projektziel soll ein optimales, wissenschaftlich fundiertes Instruktionsdesign für lebenslanges Lernen erarbeitet werden. Basierend auf diesen Erkenntnissen werden dann ein Zertifikatsangebot und schließlich ein Masterstudiengang zwischen Psychologie, Bildungswissenschaften und Informatik entwickelt. Der erfolgreiche Antrag wurde vorrangig von Professor Hermann Schumacher, Leiter der School of Advanced Professional Studies (SAPS), gestellt. Die Universität Ulm ist eine der wenigen Hochschulen, die im Zuge dieses Wettbewerbs zum zweiten Mal unterstützt werden.

Während der ersten Projektphase über dreieinhalb Jahre soll die Didaktik des Instruktionsdesigns von Online- und Blendend-Learning-Formaten empirisch untersucht werden. Der Schwerpunkt liegt auf lebenslangem Lernen: Gängige Lehrmethoden sollen auf effiziente Kompetenzvermittlung, aber auch auf das Kosten-Nutzenverhältnis bei der Lehrmittelproduktion überprüft werden. „Zudem streben wir eine Optimierung des Methoden-Mixes und der Passgenauigkeit der ausgewählten Lehrmethoden für die Lernvoraussetzungen und Bedürfnisse der Weiterbildungswilligen an“, fügt Professor Schumacher hinzu. Vorrangig würden dabei die so genannten MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, in den Blick genommen. 

Federführend für die Untersuchungen zu Didaktik und Instruktionsdesign ist die Abteilung Lehr-Lernforschung am Institut für Psychologie und Pädagogik unter der Leitung von Professorin Tina Seufert. Wie Professor Michael Weber, Leiter des Instituts für Medieninformatik, gehört die Psychologin zu den Antragsstellern. Mit den Fördermitteln werden zeitweise bis zu sieben Mitarbeiterstellen finanziert.

Basierend auf den so gewonnenen Erkenntnissen sollen als nächster Schritt Zertifikatsangebote im Bereich „Instruktionsdesign" und schließlich ein Masterstudiengang entwickelt und erprobt werden. Zielgruppe sind Berufstätige mit Hochschulabschluss, die sich im Hinblick auf effiziente Methoden der Online-Lehre und auf lebenslanges Lernen weiterqualifizieren möchten.

Die Universität Ulm war schon in der ersten, 2011 gestarteten Förderrunde des BMBF-Programms erfolgreich, und zwar mit dem Projekt „Modular zum Master“ – Mod:Master – das noch mindestens bis Ende März nächsten Jahres läuft.

In diesem Projekt wurde mit der SAPS eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung für die Weiterbildung an der Universität Ulm etabliert und zwei modularisierte, berufsbegleitend studierbare Studiengänge in Sensorsystemtechnik sowie in Innovations- und Wissenschaftsmanagement entwickelt und erprobt.

Seit Anfang 2014 unterstützt das Land Baden-Württemberg zudem eine gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung der Universität und Hochschule Ulm zur berufsbegleitenden wissenschaftlichen Weiterbildung (Projekt NOW:Master).

„Ich gratuliere Professor Schumacher ganz herzlich zu diesem neuerlichen Erfolg. Er hat die wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität Ulm auf ein deutschlandweit sichtbares Niveau gehoben. Davon profitiert die Universität schon heute und wird dies langfristig noch mehr tun. Man darf nicht vergessen, dass die SAPS vor nicht einmal drei Jahren eingerichtet wurde und schon sehr erfolgreich arbeitet“, kommentierte Professor Karl Joachim Ebeling, Präsident der Universität Ulm, den Erfolg.

Ziel des Bund-Länder-Wettbewerbs "Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen" ist es, neue Zielgruppen für die Hochschulen zu erschließen und neue Studienformate – zum Beispiel für Berufstätige und Berufsrückkehrer – zu entwickeln. Hochschule und berufliche Praxis sollen dadurch enger verzahnt werden. In beiden Wettbewerbsrunden werden bundesweit 73 Verbund- und Einzelprojekte an insgesamt 97 Hochschulen gefördert. Zwei dieser Einzelprojekte – neben EffIS auch Mod:Master – werden an der Universität Ulm durchgeführt.

Weitere Informationen:
Dr. Gabriele Gröger: Tel.: 0731 50-32400, gabriele.groeger@uni-ulm.de
Prof. Dr. Tina Seufert: Tel.: 0731 50-23070, tina.seufert@uni-ulm.de
Prof. Dr. Michael Weber: Tel.: 0731 50-31300, michael.weber@uni-ulm.de

Weitere Informationen:

http://www.uni-ulm.de/einrichtungen/saps.html

Annika Bingmann | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie