Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ECRIN: Drei Millionen Euro für europaweite Ausweitung wissenschaftsinitiierter klinischer Studien

05.10.2012
Das EU-geförderte Europäische Infrastrukturnetzwerk für Klinische Forschung, European Clinical Research Infrastructures Network (ECRIN), schreibt Fördermittel in Höhe von drei Millionen Euro für die multinationale Ausweitung wissenschaftsinitiierter, randomisierter, klinischer Studien zu seltenen Erkrankungen, Medizinprodukten und Ernährung aus.
Zwar erhalten wissenschaftsinitiierte klinische Studien, Investigator-Initiated Trials (IITs), nationale öffentliche Förderung – es fehlt bisher jedoch an Fördermitteln für ihre multinationale Ausweitung. Über das European Clinical Research Infrastructures Network (ECRIN) fördert die Europäische Union den Aufbau einer europaweiten Infrastruktur für akademische klinische Forschung.

Das Projekt ECRIN-Integrating Activity zielt auf die Ausweitung von IITs in ECRIN-Partnerländern in Europa. Die Ausschreibung richtet sich ausschließlich an wissenschaftsinitiierte, randomisierte, klinische Studien zu seltenen Erkrankungen, Medizinprodukten und Ernährung. Mit den Fördermitteln werden die Kosten abgedeckt, die dem Sponsor einer wissenschaftsinitiierten Studie für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen der ECRIN-Partner im Ausland entstehen. Förderfähige Dienstleistungen der ECRIN-Partner sind:

- Behörden- und Ethikeinreichungen
- Übersetzungen / Rückübersetzungen relevanter Dokumente
- Training des Studienpersonals vor Ort
- Monitoring (auch on-site)
- Unterstützung bei die Meldung unerwünschter Ereignisse vor Ort
- Management von Studienmedikation sowie von Blut- und Gewebeproben vor Ort

Das Ziel der ECRIN-Förderung ist die multinationale Ausweitung von Studien. Antragsteller müssen daher bereits über eine gesicherte öffentliche oder private Förderung für die Durchführung der Studie im eigenen Land verfügen. Die geplante Studie muss in mindestens zwei europäischen Staaten durchgeführt werden. Nicht förderfähig sind: Dienstleistungen im Land des Sponsors, zentrale Dienstleistungen (z.B. Datenmanagement, Statistik), Untersuchungen, Diagnosen.

Bewerben können sich öffentliche oder private Non-profit-Institutionen. Kooperationen mit der Industrie sind möglich, solange Daten und Datenauswertungen unabhängig vom Industriepartner sind.

Förderanträge sind direkt an das Netzwerk ECRIN zu richten. Das Antragsverfahren ist zweistufig und öffnete am 15. September 2012. Bis zum 15. Dezember 2012 können Sponsoren für die erste Antragsstufe einen Letter of Intent einreichen. Die in der ersten Runde ausgewählten Antragsteller reichen in der zweiten Stufe (Mitte Februar 2013 bis Ende März) einen vollständigen Prüfplan ein. Die Förderentscheidung wird im Juli 2013 bekannt gegeben. Alle eingehenden Anträge werden vom ECRIN-Integrating Activity Scientific Board in Zusammenarbeit mit Experten für die Bereiche seltene Erkrankungen, Medizinprodukte und Ernährungsforschung begutachtet. Das Portal für die Online-Bewerbung ist ab Mitte Oktober 2012 freigeschaltet und über die ECRIN-Website unter www.ecrin.org zu erreichen. Die Website enthält weitere Details zur laufenden Ausschreibung sowie Kontaktdaten für Rückfragen.

Unterschiedlich strukturierte Gesundheitssysteme und behördliche Verfahren in den EU-Mitgliedstaaten stellen hohe Ansprüche an die Planung und Durchführung insbesondere wissenschaftsinitiierter multinationaler klinischer Studien. Seit dem Jahr 2004 fördert die EU das European Clinical Research Infrastructures Network (ECRIN). ECRIN baut auf vorhandenen nationalen akademischen Strukturen auf. Die unter dem Dach von ECRIN zusammengeschlossenen akademischen wissenschaftlichen Partner in zurzeit 22 Ländern bieten qualitätsgesicherte, koordinierte Dienstleistungen rund um die Durchführung klinischer Studien für alle Studienarten und Indikationen an. Wissenschaftlicher Partner für Deutschland in ECRIN ist das KKS-Netzwerk (Netzwerk der Koordinierungszentren für klinische Studien) mit 17 an deutschen Universitätskliniken angesiedelten Zentren und einer Geschäftsstelle an der Uniklinik Köln.

Kontakt:
Dr. Anke Strenge-Hesse
European Correspondent
Nationales ECRIN-Büro an der Geschäftsstelle des KKS-Netzwerks
Tel.: 0221 478-89331
E-Mail: anke.strenge-hesse@uk-koeln.de

Christoph Wanko | idw
Weitere Informationen:
http://www.uk-koeln.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise