Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dresden, Kiel und Potsdam im Finale von "Wissenschaft interaktiv"

03.04.2009
Beim Publikumspreis "Wissenschaft interaktiv" haben drei Projekte aus Dresden, Kiel und Potsdam das Finale erreicht. Sie sind jetzt eingeladen, sich beim diesjährigen Wissenschaftssommer in Saarbrücken (20. bis 26. Juni 2009) zu präsentieren. Dort werden dann die Besucher entscheiden, wer den Wettbewerb gewinnt.

Die drei von einer Jury ausgewählten Projekte bieten neue Zugänge zur Welt der Wissenschaft: Im begehbaren Auge des DFG-Forschungszentrums für Regenerative Therapien in Dresden bieten sich den Besuchern ungewöhnliche "Ausblicke", während der simulierte Sandsturm der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel über das Problem Winderosion aufklärt.

Das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik Potsdam nimmt die Besucher mit in die Welten von Newton und Einstein. Insgesamt hatten sich 17 Einrichtungen um die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung beworben.

"Die Jury hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Die Qualität der eingereichten Beiträge war sehr hoch, doch letztendlich können nur drei Projekte in das Finale einziehen. Ich freue mich darauf, die Ideen auf dem Wissenschaftssommer umgesetzt zu sehen," so die Jury-Vorsitzende Professorin Beatrice Dernbach.

"Wissenschaft interaktiv", der Publikumspreis für herausragende Wissenschaftskommunikation, wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vom Stifterverband für die deutsche Wissenschaft und der Initiative Wissenschaft im Dialog ausgeschrieben und richtet sich an Teams aus Wissenschaft und Presse/Öffentlichkeitsarbeit. Die drei Projekte im Finale werden vom Stifterverband jeweils mit einer Summe von 8.000 € ausgestattet, damit sie die auf dem Papier entstandenen Ideen auch in die Tat umsetzen können.

Auf dem Wissenschaftssommer 2009 in Saarbrücken stehen folgende Projekte zur Wahl:

Vom Wind verweht - eine interaktive Ausstellung zum Thema Winderosion
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Jeder hat es beim Badeurlaub schon beobachtet, wenn der Wind den trockenen Sand in langen Bändern über den Strand treibt, um ihn an windgeschützter Stelle als Wellenmuster wieder fallen zu lassen. Was für manchen eine Urlaubserinnerung ist, wird für viele Menschen zunehmend zum Problem: Die so genannte Winderosion trägt beispielsweise die obere Erdschicht von Ackerflächen ab, macht diese somit unfruchtbar und fördert so die Ausbreitung von Wüsten. Das Exponat soll die Besucher dafür sensibilisieren, wie Winderosion wirkt und welche Maßnahmen es gibt, um sie zu mindern.

Kontakt: Susanne Schuck-Zöller, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Christian-Albrechts-Platz 4, 24118 Kiel, Telefon: 0431/880-3004, E-Mail: sschuck@uv.uni-kiel.de.

EinBlick ins Auge - Ausblick Stammzelle
DFG Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden
Sehen, wie das Auge sieht - das kann man im begehbaren Augapfel, in dem eine nachempfundene Netzhaut zum Experimentierfeld für die Besucher wird. Hier können die auf der Netzhaut befindlichen Stäbchen und Zapfen - die einen verantwortlich für das Farbensehen, die anderen für das Hell-Dunkel-Sehen - entfernt oder wieder eingesetzt werden. Eine Projektion verdeutlicht, wie sich das individuelle Sehvermögen ändern würde. Das Team aus Dresden berichtet außerdem aus seinem Forschungsgebiet und klärt über mögliche Therapieansätze zur Heilung von Sehbehinderungen auf.

Kontakt: Katrin Bergmann, Technische Universität Dresden, DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden, Tatzberg 47/49, 01307 Dresden, Telefon: 0351/463 40347, E-Mail: katrin.bergmann@crt-dresden.de.

Von Newton zu Einstein
Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik Potsdam
Wie weit der Apfel vom Stamm fällt, ist nicht klar. Nur eines ist sicher: Er fällt. Der Legende nach hat diese Erkenntnis Isaac Newton (1643-1723) dazu gebracht, die drei Grundgesetze der Bewegung zu formulieren und den Begriff der Gravitation einzuführen. Erst die Relativitätstheorie von Albert Einstein zeigte, dass Newtons klassische Mechanik einen Spezialfall behandelt und unter bestimmten Bedingungen an Grenzen stößt. Eine kleine Erlebniswelt nimmt die Besucher mit in die Welt von Newton und Einstein, wo Ausstellungslotsen die Besonderheiten beider Gedankengebäude erläutern.

Kontakt: Dr. Elke Müller, Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut), Am Mühlenberg 1, 14476 Potsdam-Golm, Telefon: 0331/567-7303, E-Mail: elke.mueller@aei.mpg.de.

Welches Projekt am anschaulichsten Wissenschaft erklärt und die Gewinnsumme von 10.000 € mit nach Hause nehmen darf, entscheidet per Abstimmung das Saarbrücker Publikum während des Wissenschaftssommers 2009. Im Rahmen der großen Zeltausstellung auf dem Tbilisser Platz in Saarbrücken präsentieren die drei Finalisten ihre Projekte vom 20. bis zum 26. Juni 2009. Dort kann jeder Besucher bis zum 24. Juni seinen Favoriten wählen. Die Preisverleihung "Wissenschaft interaktiv" ist öffentlich und findet am 24. Juni um 19.30 Uhr auf der MS Wissenschaft statt, die auf der Saar direkt unterhalb des Finanzministeriums liegt. Einlass ist ab 19.00 Uhr.

Ansprechpartner bei Wissenschaft im Dialog:
Christian Kleinert
Tel.: 030 / 206229530
Fax: 030 / 206229515
E-Mail: christian.kleinert@w-i-d.de

Caroline Wichmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-im-dialog.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Deutscher Wirtschaftspreis für Forschung in Gesundheitsökonomik
21.08.2017 | Joachim Herz Stiftung

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik