Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Drahtlose Kommunikation, Alzheimer, Hanse und mehr

30.06.2015

28 Projekte erfolgreich beim Wettbewerb der Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft fördert 28 neue Forschungsvorhaben von Leibniz-Instituten. Sie haben beim Leibniz-Wettbewerb 2015 den Zuschlag bekommen. Insgesamt stehen dafür 26,2 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren zur Verfügung. Der Leibniz-Wettbewerb folgt seit 2005 zentralen Zielen von Bund und Ländern wie „Nachwuchsförderung“ oder „Vernetzung“. Er ist Teil des Paktes für Forschung und Innovation.

Die neu bewilligten Projekte spiegeln die Vielfalt der Leibniz-Forschung wider, darunter:

- „Ökonomische Unsicherheit und Familie“ heißt eine neue Forschergruppe am Leibniz ifo Institut für Wirtschaftsforschung in München. Sie möchte den Zusammenhang zwischen makroökonomischer Wirtschaftslage und familienrelevanten Entscheidungen in Europa besser verstehen. Mit einer Vielzahl an ökonometrischen Methoden und verschiedenen Datensätzen will sie herausfinden, inwieweit ökonomische Unsicherheit Einfluss auf Geburtenentscheidungen, das individuelle Heirats- und Scheidungsverhalten oder die Gesundheit von Kindern hat.

- „Johanniskraut gegen Alzheimer – Begegnung einer gesellschaftlichen Herausforderung durch neue Wege in der Identifizierung, Gewinnung und Anwendung von Naturstoffen“; das Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle will herausfinden, ob und wie der antidepressive Johanniskraut-Bestandteil Hyperforin den oftmals raschen Verlauf der Demenzerkrankung Alzheimer hemmen kann. So sollen gehaltvolle Johanniskraut-Sorten zur Anwendung gezüchtet werden.

- „Globale Ernährungssicherung: Herausforderung für Produktion und Konsum“; das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin widmet sich dem Thema Bevölkerungswachstum und der daraus folgenden weltweit wachsenden Nachfrage nach Agrarprodukten; also dem steigenden Konsum sowie dem Bedarf an alternativen Energieträgern. Das Leibniz DIW will dabei Anreize zu nachhaltigen Angebotssteigerungen, die Folgen der Landnutzungskonkurrenz zwischen Energie- und Nahrungsmittelproduktion sowie Möglichkeiten zur Durchsetzung nachhaltigen Konsumverhaltens untersuchen.

- „Zwischen Nordsee und Nordmeer: Interdisziplinäre Studien zur Hanse“ – unter dem Titel untersucht das Deutsche Schiffahrtsmuseum – Leibniz-Institut für deutsche Schifffahrtsgeschichte in Bremerhaven die vielfältigen Facetten der Handelsbeziehungen norddeutscher Kaufleute zu den nordatlantischen Inselgruppen Shetland, Färöer und Island vom 15. Jahrhundert an. Ausgangspunkt ist dabei die so genannte Bremer Kogge, ein Schiffswrack, das als Leitbild der Hansezeit gilt.

- „Digitale Leistungsverstärker für die drahtlose Infrastruktur der Zukunft“; das Ferdinand-Braun-Institut Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik in Berlin, will bei diesem Vorhaben an der Digitalisierung der letzten analogen Komponente der drahtlosen Kommunikation auf der Transmitter-Seite arbeiten. Bisher haben Herausforderungen wie hohe Ausgangsleistung und Bandbreite, geringe Verzerrungen sowie hohe Energieeffizienz eine Digitalisierung der Sendeverstärker verhindert.

Einzelheiten zu allen neuen Forschungsvorhaben sind im Internet verfügbar unter
http://www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/leibniz-wettbewerb/gefoerderte-vorhaben/

Jedes der 89 Institute der Leibniz-Gemeinschaft ist aufgefordert, jährlich einen Antrag beim Leibniz-Wettbewerb einzureichen. Mit 84 Anträgen 2015 lag die Beteiligungsquote bei nahezu 95 Prozent. Das Auswahlverfahren ist zweistufig: Es basiert auf Fachgutachten externer Wissenschaftler, die der Senatsausschuss Wettbewerb (SAW) der Leibniz-Gemeinschaft einholt. Dieser bewertet dann auf der Basis der Fachgutachten sowie der Anträge die Projekte und schlägt dem Senat der Leibniz-Gemeinschaft entsprechende Förderungen vor.

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft
Dr. Christine Burtscheidt
Tel.: 030 / 20 60 49 – 42
Mobil: 0160 / 800 99 46
burtscheidt@leibniz-gemeinschaft.de

Christoph Herbort-von Loeper M.A.
Tel.: 030 / 20 60 49 – 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort@leibniz-gemeinschaft.de

Die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 89 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi , mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 18.100 Personen, darunter 9.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,64 Milliarden Euro.

Weitere Informationen:

http://www.leibniz-gemeinschaft.de
http://www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/leibniz-wettbewerb

Christoph Herbort-von Loeper | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE