Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dr. Meyer-Struckmann-Preis 2008 an Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Harald Weinrich

13.11.2008
2008 verleiht die Philosophische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zum dritten Mal den Dr. Meyer-Struckmann-Preis für geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird an Prof. Dr. Dr. h.c. Harald Weinrich für sein Lebenswerk vergeben.

Im Rahmen einer festlichen Verleihung im NRW-Forum Düsseldorf erhielt heute Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Harald Weinrich von der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) den mit 20.000 Euro dotierten Dr. Meyer-Struckmann-Preis für geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung. Der Preis wurde 2008 im Themenfeld "Deutsch-französische Beziehungen in Kultur und Gesellschaft" ausgeschrieben. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Harald Weinrich wurde ausgezeichnet für sein Lebenswerk.

Nach den Grußworten von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Gert Kaiser, Vorsitzender der Dr. Meyer-Struckmann-Stiftung, und Prof. Dr. Ulrich von Alemann, Dekan der Philosophischen Fakultät der HHU, hielt Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers die Festrede sowie Prof. Dr. Hans T. Siepe, Romanist an der Philosophischen Fakultät der HHU, die Laudatio.

Juryentscheidung
Die Dr. Meyer-Struckmann-Stiftung ehrt mit Harald Weinrich einen Wissenschaftler und Schriftsteller, der als Linguist, Literaturkenner und Literaturwissenschaftler, als Essayist und auch als Übersetzer Jahrzehnte hindurch die französische und die deutsche Kultur als geschichtliche Einheit und als Zukunftsprogramm aufgefasst und aufgebaut hat. Er verfasste eine Grammatik der französischen Sprache ebenso wie eine Grammatik der deutschen Sprache, von seinen zahlreichen Publikationen in weiten Bereichen von Sprache und Kultur der beiden Länder liegen viele auch in beiden Sprachen vor. Sein Lebenswerk weist ihn als einflussreichen Mittler im Rahmen der deutsch-französischen Beziehungen in Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft aus.
Preisträger
Harald Weinrich wurde 1927 in Wismar geboren und studierte nach dem Krieg Romanistik, Germanistik, Latinistik und Philosophie in Münster, Freiburg, Toulouse und Madrid. Nach seiner Promotion und Habilitation in Münster lehrte er seit 1959 als Professor für Romanistik in Kiel und Köln. An der von ihm mit gegründeten Universität Bielefeld war er Professor für Linguistik und erster Direktor des Zentrums für Interdisziplinäre Forschung. 1978 gründete er in München das Institut für Deutsch als Fremdsprache und leitete es bis zu seiner Emeritierung und nachfolgenden Berufung als erster Ausländer an das renommierte Collège de France in Paris, zunächst auf dem neu gegründeten Europa-Lehrstuhl (1990-1992), dann auf dem Lehrstuhl für Romanische Sprachen und Literaturen (1993-1998). Als Gastprofessor lehrte er an den Universitäten von Michigan, Princeton und auf dem Galilei-Lehrstuhl der Scoula Normale Superiore von Pisa. Er ist Ehrendoktor der Universitäten Bielefeld, Heidelberg, Augsburg, Rom, Madrid und Cagliari. Er wurde unter anderem mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa, dem Konrad-Duden-Preis für Verdienste um die deutsche Sprache, dem Friedrich-Märker-Preis für Essayistik, dem Karl-Vossler-Preis für Wissenschaftssprache, dem Brüder-Grimm-Preis und dem Joseph-Breitbach-Preis für Literatur und Kritik ausgezeichnet.
Dr. Meyer-Struckmann-Stiftung
Die Dr. Meyer-Struckmann-Stiftung fördert Wissenschaft und Forschung, insbesondere im Bereich der Kultur- und Geisteswissenschaften. Die Stiftungsmittel stammen aus dem Nachlass des Stifters, Dr. Fritz Meyer-Struckmann, Bankier in Essen. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird jährlich von einer Jury vergeben, die sich aus Mitgliedern der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Vertretern der Stiftung zusammensetzt. Die Jury entscheidet in jedem Jahr neu über das Forschungsfeld, aus dem der Preisträger / die Preisträgerin zu bestimmen ist. 2008 verleiht die Philosophische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zum dritten Mal den Dr. Meyer-Struckmann-Preis für geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung (Preisträger 2006: Prof. Dr. Hartmut Böhme, Berlin, Preisträger 2007: Prof. Dr. Shmuel Feiner, Israel).
Jurymitglieder
Die ständigen Mitglieder der Jury sind Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Gert Kaiser, Vorsitzender der Dr. Meyer-Struckmann-Stiftung, Prof. Dr. Ulrich von Alemann, Dekan der Philosophischen Fakultät der HHU, Prof. Dr. Hans T. Siepe, Prodekan der Philosophischen Fakultät der HHU, Prof. Dr. Bernd Witte, Germanistisches Seminar der HHU, Prof. Dr. Vittoria Borsò, Lehrstuhl Romanistik I der HHU und Mitglied des Hochschulrates der HHU, PD Dr. Dirk Matejovski, Institut für Kultur und Medien der HHU sowie Prof. Dr. Andrea von Hülsen-Esch, Seminar für Kunstgeschichte der HHU.

2008 wurde die ständige Jury ergänzt durch Brigitte Borsdorf, Leiterin des Institut Français Düsseldorf, und Prof. Dr. Gerd Krumeich, Historisches Seminar der HHU.

Carolin Grape | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-duesseldorf.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Ausschreibung des Paul-Martini-Preises 2018 für klinische Pharmakologie
19.09.2017 | Paul-Martini-Stiftung (PMS)

nachricht EU fördert exzellente Nachwuchsforschung: Zehn Auszeichnungen gehen nach Nordrhein-Westfalen
15.09.2017 | Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie