Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dr. med. Arasch Wafaisade erhielt den Martin-Kirschner-Preis 2013

22.03.2013
Südwestdeutsche Notärzte zeichnen Arzt der UW/H für Arbeit über Gerinnungsstörung bei Schwerverletzten aus

Die Notärzte aus dem Südwesten Deutschlands haben Dr. med. Arasch Wafaisade mit dem Martin-Kirschner-Preis 2013 ausgezeichnet. Der mit 2.500 Euro dotierte Martin-Kirschner-Preis gilt als einer der renommiertesten notfallmedizinischen Preise in Deutschland und wird alle 2 Jahre verliehen.

Die Ehrung erfolgte am 16. März anlässlich der 28. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Notärzte e.V. (agswn). Die agswn ist mit über 1.900 Mitgliedern die Interessensvertretung der Notärztinnen und Notärzte aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland.

Dr. med. Arasch Wafaisade erhielt den Preis für seine Arbeit mit dem Titel „Drivers of acute coagulopathy after severe trauma: a multivariate analysis of 1.987 patients”. Sie basiert auf Daten aus dem Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), welche durch die Arbeitsgruppe am Lehrstuhl für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie (Prof. Dr. Bertil Bouillon) der Universität Witten/Herdecke am Klinikum Köln-Merheim ausgewertet wurden. Die Arbeit wurde 2010 im Emergency Medicine Journal veröffentlicht.
Darin wurde die Störung der Blutgerinnung untersucht, die von einer akuten schweren Verletzung ausgelöst wird. Es ging darum herauszufinden, welche Einflussfaktoren die Blutung bei einem Schwerverletzten verschlimmern und die dann sogar lebensbedrohend werden kann. Dazu wurden rückblickend 1987 Polytraumapatienten untersucht und hierbei verschiedene unabhängige Risikofaktoren der akuten trauma-induzierten Gerinnungsstörung ermittelt, wie etwa der Base Excess, die Körpertemperatur, der Schock (systolischer Blutdruck
Der Großteil der in der Studie ermittelten Faktoren wird bei der Versorgung am Unfallort bzw. im Notarztwagen entschieden (Volumengabe, Schock, Wärmeerhalt). Daher unterstreicht die Arbeit insbesondere die Bedeutung der notfallmedizinischen Versorgung bis zum Eintreffen im Schockraum. Zum Beispiel zeigte sich, dass ein Übermaß an kolloidalen Lösungen einen unabhängigen Risikofaktor für die Gerinnungsstörung darstellt.

Weitere Informationen bei Dr. med. Arasch Wafaisade, 0221 8907 3767,
wafaisadea@kliniken-koeln.de
Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.500 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Kay Gropp | Universität Witten/Herdecke
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Dr. Philipp Schommers erhält Förderpreis für Klinische Infektionsforschung
16.10.2017 | Uniklinik Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz