Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Doppelte Ehre für die INSPIRATA – Auszeichnung als "Bildungsidee" und Ausstellungserweiterung

29.09.2011
Das mathematisch-naturwissenschaftliche Mitmachmuseum Inspirata kann sich heute über zwei Ehrungen freuen.

Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs "Ideen für die Bildungsrepublik" wurde es am Vormittag als herausragende "Bildungsidee" ausgezeichnet. Am Nachmittag eröffnet das Museum zusätzliche Räumlichkeiten, welche durch Exponate der Ausstellung "mathema" des Deutschen Technikmuseums Berlin bereichert werden.

Die Inspirata ist deutschlandweit eine von 52 und innerhalb Sachsens eine von zwei herausragenden "Bildungsideen", die im Rahmen des diesjährig erstmals stattfindenden Wettbewerbs der Initiative "Deutschland – Land der Ideen" ausgezeichnet wurden. Aus über 1.300 Bildungsprojekten wählte eine zwölfköpfige Expertenjury die besten Projekte aus, die sich nachhaltig für Bildungsgerechtigkeit bei Kindern und Jugendlichen einsetzen und einen Vorbildcharakter ausstrahlen.

Die Inspirata überzeugte mit ihrem Projekt des "Lernortes für Jedermann", welches sich vorrangig an Kinder und Schüler aller Altersklassen und aller Schularten richtet. Über 100 interaktive Exponate laden in der Inspirata dazu ein, Mathematik und Naturwissenschaften auf experimentelle Art und Weise zu entdecken und mathematisch-naturwissenschaftliche Phänomene im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen.

Einen wesentlichen Beitrag hierzu werden die Exponate der Ausstellung "mathema" des Deutschen Technikmuseums Berlin leisten. Die Ausstellung zog in den Jahren 2008 und 2009 durch ihr lebendiges Bild von der Mathematik zahlreiche Besucher in ihren Bann und wird heute als eine der publikumswirksamsten Ausstellungen des Wissenschaftsjahres der Mathematik 2008 angesehen. Die Exponate der "mathema" zeigen Anwendungen der Mathematik im täglichen Leben, aber auch deren philosophischen und künstlerischen Aspekte. Begriffe der Funktion oder des Zufalls als auch geometrische Körper werden anhand interaktiver Exponate für den Besucher erlebbar gemacht.

Anfassen ist in der Inspirata ausdrücklich erwünscht. So können sich die Besucher beispielsweise in einer riesigen Seifenblase verstecken, einen Ball durch Luftströmung schweben lassen, an einem Pendel die Erdrotation erleben oder verblüffende optische Täuschungen entdecken. Von Fachexperten und Studenten gemeinsam erarbeitete Unterrichtskonzepte vertiefen die Lernerfahrung und bilden ausreichend Anknüpfungspunkte zum schulischen Lehrplan. Neben Ausstellungsbesuchen bietet die Inspirata eine große Palette an Workshops, Vorträgen und themenspezifischen Führungen, Lehrerfortbildungen bis hin zu thematischen Kindergeburtstagen. "Inspirata ist ein Vorbild in Sachen Bildungsförderung", so Ariane Derks, Geschäftsführerin der Initiative "Deutschland - Land der Ideen". "Das Projekt ermöglicht Kindern und Jugendlichen – vom Kindergarten bis hin zur Berufsschule – unabhängig von ihrem Vorwissen zu experimentieren und naturwissenschaftlich-technische Phänomene zu erleben. Wir freuen uns, dieses Engagement durch die Auszeichnung sichtbar machen zu können".

Die Rektorin der Universität Leipzig, Frau Professor Dr. Beate Schücking, betonte in ihrem Grußwort die Rolle der Inspirata als möglicher langfristiger Partner der universitären Ausbildung. Von den angebotenen Formaten "profitieren in besonderem Maße die Studentinnen und Studenten der Didaktik der Mathematik und der Naturwissenschaften der Universität Leipzig". Diese sicherten als Ausstellungsbetreuer ganz wesentlich den Brückenschlag vom Spielen zum Begreifen.

Der Vorsitzende des Inspirata Vereins, Professor Wolfgang König, freut sich, dass sich das Engagement des Vereins gelohnt hat und nun durch die Auszeichnung eine besondere Würdigung findet. "Was als kleine Exponatensammlung im Jahr der Mathematik 2008 begann, entwickelte sich rasch zu einem attraktiven Lern- und Begegnungsort für Groß und Klein. Wir sind sehr stolz, heute und hier als eine feste Größe in der Leipziger Bildungslandschaft wahrgenommen zu werden."

Die Inspirata gründete sich im Zuge des Wissenschaftsjahres der Mathematik 2008 auf Initiative engagierter Leipziger Lehrerinnen und Lehrer, des Mathematischen Instituts der Universität Leipzig, des Max-Planck-Instituts für Mathematik in den Naturwissenschaften und zahlreicher weiterer Partner.

Der Wettbewerb "Ideen für die Bildungsrepublik" wurde von der Initiative "Deutschland – Land der Ideen" ausgelobt und wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Kooperation mit der Vodafone Stiftung Deutschland. Schirmherrin des Wettbewerbs ist Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan.

Kontakt:
Jana Gregor
Telefon: 0341 / 9959 650 oder 0170 2228049
E-Mail: jgregor@mis.mpg.de
INSPIRATA
Zentrum für mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung e.V.
Deutscher Platz 4, 04103 Leipzig

Jana Gregor | Max-Planck-Institut
Weitere Informationen:
http://www.inspirata.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Deutscher Mobilitätspreis geht an Projekt des KIT
29.06.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Umfangreiche Fördermaßnahmen für Forschung an Chromatin, Nebenniere und Krebstherapie
28.06.2017 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wellen schlagen

Computerwissenschaftler verwenden die Theorie von Wellenpaketen, um realistische und detaillierte Simulationen von Wasserwellen in Echtzeit zu erstellen. Ihre Ergebnisse werden auf der diesjährigen SIGGRAPH Konferenz vorgestellt.

Denkt man an einen See, einen Fluss oder an das Meer, so sieht man vor sich, wie sich das Wasser kräuselt, wie Wellen gegen die Felsen schlagen, wie Bugwellen...

Im Focus: Making Waves

Computer scientists use wave packet theory to develop realistic, detailed water wave simulations in real time. Their results will be presented at this year’s SIGGRAPH conference.

Think about the last time you were at a lake, river, or the ocean. Remember the ripples of the water, the waves crashing against the rocks, the wake following...

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Maßgeschneiderte Nanopartikel gegen Krebs gesucht

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wolken über der Wetterküche: Die Azoren im Fokus eines internationalen Forschungsteams

29.06.2017 | Geowissenschaften

Wellen schlagen

29.06.2017 | Informationstechnologie