Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit Display as a Service gewinnt das DFKI den CeBIT Innovation Award 2013

05.03.2013
Pixeltransport ohne Videokabel, ohne Grenzen und ohne Verzerrung. Display as a Service – DaaS – verwandelt eine unbegrenzte Anzahl von Einzelmonitoren in ein virtuelles Display, in eine gigantische Bildschirmwand. Die Technologie wurde heute mit dem CeBIT Innovation Award 2013 ausgezeichnet.
Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka überreichte den Preis im Rahmen der offiziellen Eröffnung in Hannover. Auf der Bühne geehrt wurde Alexander Löffler, Forscher am DFKI und Teilnehmer des Software Campus, stellvertretend für das gesamte DFKI-Grafik-Team.

Ein Bild sagt mehr auf 1000 Displays. Beliebig aufgelöste Bilder und beliebig auflösende Monitore agieren mit Display as a Service als Diensteanbieter in einem Netzwerk, stellen Pixel zur Verfügung oder machen sie sichtbar. Auf der CeBIT 2013 ist die prämierte Technologie mit einer interaktiven heterogenen Display-Wand und einem dynamisch rekonfigurierbaren Display aus Tablet-Computern zu sehen (Sonderstand des CeBIT Innovation Award, Halle 9, E50). Bundesministerin Wanka erklärte: "Damit aus einer innovativen Idee schnell ein marktreifes Produkt wird, brauchen die Forscher Unterstützung aus Wirtschaft und Politik. Wir hoffen, dass dieser CeBIT Innovation Award für Display as a Service die rasche Umsetzung fördert und die prämierten Ergebnisse für alle nutzbar werden lässt."

DaaS verändert, ergänzt und erweitert die Displaynutzung und befreit Monitore von Videokabeln. Mit DaaS werden Bilder mobil. „Der CeBIT Innovation Award ist eine fantastische Auszeichnung und für mich und das ganze Team eine außerordentliche Bestätigung für unsere intensive wissenschaftliche Arbeit“, so Alexander Löffler. „Für uns geht es um konkrete Anwendungen, die einen sichtbaren Nutzen und einen visuellen Vorteil für alle Nutzer ermöglichen. Der CeBIT Innovation Award gibt der DaaS-Technologie eine gewaltige Visibilität und wird die breite Einführung enorm anschieben.“ DaaS sorgt im Hintergrund für einen Peer-to-Peer-Verbindungsaufbau zwischen allen beteiligten Quellen und Displays, für die Aufteilung der Bildinhalte entsprechend dem aktuellen Mapping und für die synchronisierte Echtzeit-Darstellung der Inhalte über alle Anzeigegeräte hinweg. Dr. Heinrich Arnold, Leiter der Telekom Innovation Laboratories und Mitglied des Software Campus-Lenkungsausschusses, erklärte: "Der CeBIT Innovation Award für einen Teilnehmer des Software Campus-Jahrgangs 2012 ist für uns die beste Bestätigung für das Auswahlverfahren und die Auswahl. Der Software Campus ist eine hervorragende Ergänzung für die Förderung des Nachwuchses in der IT Industrie."

Mit dem CeBIT Innovation Award haben das Bundesforschungsministerium (BMBF) und die Deutsche Messe AG erstmals einen Preis für herausragende Entwicklungen in den Bereichen Design, Nutzerfreundlichkeit und Mensch-Maschine-Interaktion ausgelobt. Mehr als 70 Forscher und Entwickler aus deutschen Forschungseinrichtungen, Universitäten, Fachhochschulen und Unternehmen haben ihre Ideen eingereicht. „Von der hohen Qualität der eingereichten Ideen bin ich mehr als beeindruckt. Deshalb standen wir als Jury vor sehr schwierigen Entscheidungen“, so CeBIT-Vorstand Frank Pörschmann. „Über das Ergebnis bin ich sehr froh und stolz, dass wir 2013 den ersten CeBIT Innovation Award mit diesen prämierten Innovationen präsentieren können“. Der erste Preis für Display as a Service ist dotiert mit 50.000 Euro. Die vier prämierten Exponate der Wettbewerbssieger sind am Stand des BMBF zu sehen (Halle 9, E50).

Das Projekt unter Leitung von Alexander Löffler erforscht in der Arbeitsgruppe von Prof. Philipp Slusallek am DFKI und am Intel Visual Computing Institute neuartige Möglichkeiten, Pixel über IP-Netzwerke transportieren zu können und wie damit neue Erlebnisse für den Nutzer ermöglicht werden. Das Intel VCI in Saarbrücken ist eine gemeinsame Einrichtung von Intel, DFKI, der Universität des Saarlandes und den Max Planck Instituten für Informatik und Software-Systeme. Intel CTO Justin Rattner erklärte anlässlich der CeBIT-Eröffnung: "Display as a Service und die neuen Anwendungsfelder, die damit möglich werden, sind beeindruckend. Wir von Intel sind überzeugt, dass Display as a Service professionelle Display-Wand-Lösungen revolutionieren und hochattraktive neue Services für Konsumenten und Unternehmen ermöglichen könnte."

"Ganz herzlich gratuliere ich Alexander Löffler und dem DFKI-Team zum CeBIT Innovation Award 2013, dem Innovationspreis der weltweit wichtigsten IT-Messe", erklärte die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. "Der CeBIT-Mittwoch ist seit Jahren der Saarlandtag. Ich freue mich auf meinen Besuch in Hannover, auf die Gespräche mit den Ausstellern, ganz besonders auf den Besuch bei den Preisträgern in Halle 9".

Bislang erfolgte die Verbindung zwischen einer Pixelquelle und einem Bildschirm, der diese Pixel anzeigen soll, über VGA-, DVI- oder HDMI-Schnittstellen und entsprechende Kabel. Diese Kabel bieten lediglich eine starre Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Die Verbindung einer Quelle mit einer großen Anzahl von Bildschirmen ist aktuell nur über zusätzliche, sehr teure Spezialhardware möglich. „DaaS als generische Software-Lösung hat das Potenzial, spezialisierte Hardware zu ersetzen und den Einsatz von Displays zu revolutionieren: Verbindungen zu jedem Display immer und überall - auf einen Klick“, so die Prognose von Prof. Philipp Slusallek, Forschungsbereichsleiter am DFKI und Co-Direktor des Intel VCI. „Mit DaaS machen wir dedizierte Videokabelverbindungen, Anschlussadapter für die existierende Schnittstellenvielfalt und vor allem kostspielige Grafiksplitter und Video-Switcher überflüssig und ersetzen sie einfach durch ein kleines Stück Software.“

DaaS nutzt sämtliche Vorteile einer geschalteten Netzwerkverbindung, um Pixel maximal flexibel von mehreren Quellen auf mehreren Displays darzustellen. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine solche Wand aus einem gleichförmigen Raster z.B. aus LC-Displays besteht oder aus heterogenen, willkürlich zusammengesetzten Anzeigegeräten unterschiedlicher Auflösungen und Pixeldichten. Jedes Display wird mit seiner absoluten räumlichen Position und Orientierung im System registriert, was es ermöglicht, Display-Kanten und potenzielle Lücken korrekt zu kompensieren und Bildinformationen ohne Verzerrungen über eine ganze Display-Wand hinweg anzuzeigen.

Gemeinsam mit Display-Herstellern versuchen die Saarbrücker Forscher nun, DaaS direkt z.B. auf Fernsehern zu installieren. Diese sind mittlerweile nicht bloß Anzeigegeräte, sondern leistungsstarke Multimedia-Maschinen mit Prozessoren und Netzwerkschnittstellen und erfüllen damit prinzipiell alle Voraussetzungen, die DaaS braucht, um seine visuellen Mehrwerte für alle zu entfalten.

Über den CeBIT INNOVATION AWARD
Ziel des CeBIT Innovation Awards ist es, die Entwicklungs- und Gestaltungskompetenz für IT- Systeme zu fördern und das vorhandene Potenzial auszubauen. Er prämiert herausragende und innovative Konzepte für größtmögliche Benutzerfreundlichkeit und leichte, intuitive Interaktion mit IT-Systemen. Den Preis schreibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung jährlich gemeinsam mit der Deutschen Messe AG aus. Er ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert und wird auf der CeBIT 2013 erstmals verliehen. Weitere Informationen: www.cebitaward.de

Display as a Service finden Sie auf der CeBIT in Halle 9, Stand E50:
http://www.dfki.de/web/aktuelles/cebit2013/daas

DFKI auf der CeBIT 2013: http://www.dfki.de/web/aktuelles/cebit2013

DFKI Kontakt für Display as a Service: Alexander Löffler, M.Sc.
DFKI Forschungsbereich Agenten und Simulierte Realität
E-Mail: Alexander.Loeffler@dfki.de
Tel.: +49 681 85775 7743

DFKI Pressekontakt auf der CeBIT: Heike Leonhard, M.A.
DFKI Unternehmenskommunikation
Mobil: +49 174 3076888
E-Mail: Heike.Leonhard@dfki.de

Reinhard Karger | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfki.de
http://www.daas.tv/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro
21.02.2018 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen 2018 für Tübinger Neurowissenschaftler
21.02.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics