Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Digital Graffiti“ gewinnt Preis für eBusiness

29.01.2010
„Digital Graffiti“, ein revolutionäres Informationssystem von Siemens und der Johannes Kepler Universität in Linz, gehört zu den Gewinnern des ebiz egovernment award der österreichischen Regierung für eBusiness. Die Verleihung fand am 28. Januar in Wien statt.

Von den 132 nominierten Projekten belegte „Digital Graffiti“ den 3. Platz. Die Forscher wurden ausgezeichnet für ihr System, das Studenten, Professoren und Angestellten der Linzer Universität ortsbezogene Informationen auf ihren Smartphones zur Verfügung stellt. In der nun angelaufenen Beta-Phase haben zunächst 200 Personen ein Handy mit der Digital-Graffiti-Software erhalten. Später können alle der 10.000 Studenten und 2.000 Mitarbeiter das System nutzen.


Digital Graffiti ist eine Technik, die Siemens Corporate Technology (CT) gemeinsam mit den Wissenschaftlern der Universität Linz zur Anwendungsreife entwickelt hat. Sie nutzt die Möglichkeit, Botschaften virtuell an beliebigen Stellen für bestimmte Empfänger zu hinterlegen. W enn der Adressat den definierten Raum betritt und die auf ihn speziell zugeschnittenen Bedingungen erfüllt sind, wird für ihn das Graffito sichtbar und er bekommt die Daten über Mobilfunk oder WLAN auf sein Handy geliefert.

Das kann eine persönliche Nachricht sein, etwa in welchem Hörsaal die Vorlesung stattfindet, oder eine Information über eine Sehenswürdigkeit. Digital Graffiti kann auch mit einem Zeitstempel versehen werden, das heißt, die Nachricht ist nur zu einem bestimmten Zeitintervall wahrnehmbar und verfällt danach. Es kann auch so programmiert werden, dass allein die bloße Anwesenheit des Nutzers eine Aktion auslöst, beispielsweise eine Schranke geöffnet oder eine Tür entsperrt wird.

Das System erkennt das Handy des Nutzers an einem verschlüsselten Codesignal. Der genaue Ort des Nutzers wird dann von der bestehenden Funkinfrastruktur ermittelt: Digital Graffiti misst nämlich die Signale, die die WLAN-Stationen von den Handys empfangen. Der Standort ergibt sich aus den unterschiedlichen Signalstärken an den einzelnen Stationen. Mit dem selbstlernenden Lokalisierungssystem von Siemens lassen sich diese Positionen auf wenige Meter genau bestimmen und das wesentlich kostengünstiger als mit vergleichbaren Systemen.

Digital Graffiti wurde bereits in verschiedenen Anwendungen erprobt, unter anderem auf Flughäfen zur Information der Passagiere, bei der Rollführung und Überwachung von Flugzeugen am Boden, im Tagebergbau oder bei Wartungsaufgaben von Industrieanlagen. (RN 2010.01.7)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens ResearchNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten