Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Diese Städte haben die besten Antworten auf den Klimawandel

15.09.2010
Delitzsch, Essen, Magdeburg, Stuttgart und Wolfhagen gewinnen im BMBF-Wettbewerb Energieeffiziente Stadt

Delitzsch, Essen, Magdeburg Stuttgart und Wolfhagen haben mit ihren Ideen beim Thema Energieeffizienz in Deutschland die Nase vorn - und sind damit im Kampf gegen den Klimawandel bestens gerüstet. Diese fünf Städte und ihre Partner haben den Wettbewerb Energieeffiziente Stadt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gewonnen.

"Sie sind mit Ihren zukunftsweisenden Konzepten Vorreiter für Innovationen, die auf andere Städte und Kommunen übertragbar sein werden", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Mittwoch in Berlin, als sie die Gewinner bekannt gab. "Ihre umfassenden Ansätze zur effizienten Nutzung von Energie werden einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten", sagte Schavan zu den Vertretern der Gewinner-Konsortien. "Das Potenzial von Städten und Kommunen zum Energiesparen ist riesig, und damit auch ihr Potenzial für den Klimaschutz."

Im Mittelpunkt des Wettbewerbs steht die Frage, welche Technologien und welche innovativen Dienstleistungen beim Energiesparen am meisten bringen. Die Idee der BMBF-Initiative: Eine Stadt wird als ein Gesamtsystem betrachtet, das seinen Energieverbrauch auf vielen Wegen deutlich senken kann. Das Forschungsministerium unterstützt Städte und ihre Projektkonsortien, die außer Forschungseinrichtungen vor allem kommunale Entscheidungsträger, Energieversorger und Finanzierungspartner mit einbeziehen. Der Wettbewerb setzt Ziele der Hightech-Strategie 2020 für Deutschland um, bei der Klima / Energie eines von fünf zentralen Handlungsfeldern ist.

In der ersten Phase des Wettbewerbs haben 72 Konsortien ihre Projektideen eingereicht. Daraus wurden vor zwei Jahren 15 Projekte zur weiteren Förderung ausgewählt, um ihre Konzepte zu vervollständigen. Die jetzt beginnende dritte Phase des Wettbewerbs umfasst einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren. Jedes Gewinner-Konsortium erhält bis zu 1 Million Euro pro Jahr, um die prämierten Ansätze weiter voranzutreiben und auf ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen.

Der Lenkungsausschuss vereint Expertise aus den Bereichen Stadtplanung, Stadtentwicklung, Energiemanagement und Sozialwissenschaften. Eine qualifizierte Begleitforschung durch das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) in Berlin, den Lehrstuhl für Energiesysteme und Energiewirtschaft (LEE) an der Ruhr-Universität Bochum, das Fachgebiet Building Lifecycle Management am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die GEF Ingenieur AG in Leimen sichern einen hohen wissenschaftlichen Anspruch bei der Ausarbeitung der Konzepte.

Die Gewinner-Konsortien sind in (in alphabetischer Reihenfolge):

Die Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit der Stadt Delitzsch mit dem Beitrag

"Gemeinsam auf dem Weg in die energieeffiziente urbane Moderne"

Die Stärke des Konzeptes liegt in der Entwicklung eines interaktiven und adaptiven Energiemanagementsystems, das alle Akteure differenziert einbindet sowie Wechselwirkungen zwischen den Maßnahmen in ihrer zeitlichen Entwicklung berücksichtigt.

Die Stadt Essen und die Universität Duisburg-Essen mit dem Beitrag

"Klima-Initiative Essen: Handeln in einer neuen Klimakultur"

Die Stärke des Konzeptes liegt im ganzheitlichen und partizipatorischen Ansatz sowie in der Entwicklung von neuen Dienstleistungen und Finanzierungsmodellen in den Feldern der Gebäudesanierung, Stadtentwicklung, Mobilität und erneuerbaren Energien.

Die Landeshauptstadt Magdeburg und die Hochschule Magdeburg-Stendal mit dem Beitrag

"EnergieEffiziente Stadt und Modellstadt für Erneuerbare Energien (MD-E4)"

Überzeugt haben die detaillierten Analysen und zielgerichteten Projektplanungen unter Einbindung der unterschiedlichsten Akteure, insbesondere auch im Bereich Verkehr.

Die Landeshauptstadt Stuttgart mit dem Beitrag

"Stadt mit Energie-Effizienz - SEE Stuttgart"

Die aus der umfassenden Energiebilanz abgeleiteten Strategien und Maßnahmen überzeugen durch die energetische und ökonomische Prioritätensetzung, die auch die Interessen und Verhaltensmuster der zu beteiligenden Privathaushalte berücksichtigt.

Das Institut für Bauphysik der Fraunhofer Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Stadt Wolfhagen mit dem Beitrag

"Wolfhagen 100% EE - Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung für die Stadt Wolfhagen"

Das Konzept für eine kleine Mittelstadt mit hohem Sanierungsbedarf und kleinteiliger Eigentümerstruktur überzeugt durch eine konsequente Bürgeraktivierung.

Mitglieder der Jury des BMBF-Wettbewerbs Energieeffiziente Stadt:

Vorsitz:

Prof. Dr. Niklaus Kohler Professor i.R., Direktor des Instituts für Industrielle Bauproduktion der Universität Karlsruhe Aktuelle Lehrverpflichtungen (Institut für Denkmalpflege und Bauforschung der ETH Zürich; ETH Lausanne University of Texas, Austin, USA; Tongji University Shanghai, China)

Prof. Dr. Ortwin Renn Institut für Sozialwissenschaften Abteilung für Technik- und Umweltsoziologie Universität Stuttgart
Prof. Dr. Matthias Koziol Institut für Städtebau und Landschaftsplanung
Lehrstuhl Stadttechnik BTU Cottbus
Prof. Dr. Bernd Kriegesmann FH Gelsenkirchen Präsident der Fachhoch- schule Gelsenkirchen
Dr. Wolfram Münch Leiter des Bereichs Forschung, Entwicklung und Demonstration EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Dr. Reinhard Jank Energiemanager Volkswohnung Karlsruhe
Prof. Christiane Thalgott Stadtbaurätin i.R. München
Die Poster zur BMBF-Förderinitiative "Wettbewerb Energieeffiziente Stadt" finden Sie unter im Internet unter: http://www.bmbf.de/pub/effiziente_stadt_gewinner.pdf

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/pub/effiziente_stadt_gewinner.pdf
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie