Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die weltweit einflussreichsten Wissenschaftler 2014 - Zwei Kieler Forscher ausgezeichnet

10.07.2014

Zwei Mitglieder der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) sind im aktuellen Report „The world’s most influential scientific minds 2014“ ausgezeichnet worden. Dabei wurde die Bedeutung ihrer wissenschaftlichen Arbeit anhand der weltweiten Zitierungshäufigkeit ausgewertet.

Der Sprecher des Exzellenzclusters ‚Inflammation at Interfaces‘ und Klinikdirektor am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Professor Stefan Schreiber, wurde in zwei Kategorien nominiert: "Klinische Medizin“ und „Molekularbiologie und Genetik“. Außerdem wurde der Kieler Ernährungs- und Stoffwechselphysiologe und Clustermitglied Siegfried Wolffram (CAU) ausgezeichnet.

Ausgehend von mehr als zehn Millionen Datensätzen benennt Thomson Reuters die weltweit einflussreichsten 3.237 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in 21 verschiedenen Fachrichtungen. Diese gehören jeweils zu den besten ein Prozent ihrer Fachrichtung. Von den ausgezeichneten Forscherinnen und Forschern arbeiten 30 Prozent an europäischen Universitäten oder Forschungseinrichtungen.

In Deutschland zählen insgesamt 157 Personen zu den weltweit einflussreichsten wissenschaftlichen Köpfen. Das entspricht fünf Prozent der Nominierten weltweit. Die Hälfte der einflussreichsten deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten an einer Universität, knapp 40 Prozent an einer außeruniversitären Forschungseinrichtung und etwa zehn Prozent sind in der freien Wirtschaft tätig.

Von den deutschen Forschern wurden sechs in gleich zwei Kategorien nominiert, einer der doppelt Ausgezeichneten ist der Kieler Professor Stefan Schreiber, Sprecher des Exzellenzclusters ‚Entzündungsforschung‘. Die Vizepräsidentin für Forschung an der CAU, Professorin Karin Schwarz, lobt die besondere internationale Anerkennung: „In diesem wichtigen Report gleich in zwei Kategorien nominiert worden zu sein, ist eine hohe Auszeichnung für Professor Schreiber und die CAU!“

Professor Schreiber bewertet die Nominierung als Wertschätzung des Standortes: „Die Zusammenarbeit mit Forscherinnen und Forschern verschiedener Disziplinen im Exzellenzcluster ‚Entzündungsforschung‘ macht unsere Arbeit hier in Schleswig-Holstein so erfolgreich.“ Der innovative Ansatz des Exzellenzclusters, in dem Grundlagenforschung und eine unmittelbare Umsetzung dieser Erkenntnisse zum Nutzen für die Patientinnen und Patienten erfolgt, sei deutschland- und europaweit einmalig.

Die starke Vernetzung von Medizinerinnen und Medizinern sowie Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern im Cluster schaffe Synergieeffekte, die in anderen Strukturen nicht zu finden wären. Daraus ergebe sich sowohl wichtige Grundlagenforschung als auch ein hoher Praxisbezug, weil Erkenntnisse aus der Forschung ungewöhnlich schnell in die praktische Umsetzung übernommen werden.

Als zweiter Kieler Wissenschaftler wurde das Kieler Clustermitglied Professor Siegfried Wolffram ausgezeichnet. Er zählt zu den 112 einflussreichsten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Bereich der „Agrarwissenschaften“. „Ich bin überrascht von der Nominierung und freue mich umso mehr, dass meine wissenschaftliche Arbeit durch diese Nennung honoriert wird“, so Wolffram.

Bildmaterial steht zum Download bereit:

http://inflammation-at-interfaces.de/de/newsroom/aktuelles/Schreiber_Stefan.jpg
Professor Stefan Schreiber (Exzellenzcluster ‚Entzündungsforschung‘, CAU und UKSH) wurde im aktuellen Report „The world’s most influential scientific minds 2014“ in zwei Kategorien ausgezeichnet.
Foto: Sebastian Maas, Uni Kiel

http://inflammation-at-interfaces.de/de/newsroom/aktuelles/Wolffram_Siegfried.JP...
Professor Siegfried Wolffram (Exzellenzcluster ‚Entzündungsforschung‘ und CAU) wurde im aktuellen Report „The world’s most influential scientific minds 2014“ in der Kategorie „Agrarwissenschaften“ ausgezeichnet.
Foto: Axel Schön, Uni Kiel

Pressekontakt:
Dr. Tebke Böschen
Telefon: (0431) 880-4682, E-Mail: tboeschen@uv.uni-kiel.de
Internet: www.inflammation-at-interfaces.de

Der Exzellenzcluster „Inflammation at Interfaces/Entzündungsforschung“ wird seit 2007 durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder mit einem Gesamtbudget von 68 Millionen Euro gefördert; derzeit befindet er sich in der zweiten Förderphase. Die rund 200 Clustermitglieder an den insgesamt vier Standorten: Kiel (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein), Lübeck (Universität zu Lübeck, UKSH), Plön (Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie) und Borstel (Forschungszentrum Borstel – Leibniz-Zentrum für Medizin und Biowissenschaften) forschen in einem innovativen, systemischen Ansatz an dem Phänomen Entzündung, das alle Barriereorgane wie Darm, Lunge und Haut befallen kann.

Exzellenzcluster Entzündungsforschung
Wissenschaftliche Geschäftsstelle, Leitung: Dr. habil. Susanne Holstein
Postanschrift: Christian-Albrechts-Platz 4, D-24118 Kiel
Telefon: (0431) 880-4850, Telefax: (0431) 880-4894
E-Mail: spetermann@uv.uni-kiel.de

Weitere Informationen:

http://inflammation-at-interfaces.de/de/newsroom/aktuelles/einflussreichsten-wis...

Dr. Tebke Böschen | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Über zwei Millionen für bessere Bordnetze
28.04.2017 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie