Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Welt verstehen und gestalten

01.09.2014

BMBF stärkt Geistes- und Sozialwissenschaften / Wanka: "Leistungsfähige Forschung mit großer Bandbreite"

Die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften werden immer stärker mit technik- und naturwissenschaftlicher Forschung verknüpft. Das zeigt eine neue Broschüre, die über die Förderangebote des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für diese  Disziplinen informiert.

Diese leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zu unserem Selbstverständnis, sondern  stellen auch Grundlagen für Entscheidungen zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen bereit. Deshalb stärkt das BMBF die Geistes- und Sozialwissenschaften mit einem eigenen Rahmenprogramm sowie als Forschungspartner in der Bandbreite seiner Förderprogramme.

"Es ist heute unabdingbar, dass Technik- und Naturwissenschaftler gemeinsam mit Geistes- und Sozialwissenschaftlern an der Lösung aktueller gesellschaftlicher Fragen und Herausforderungen arbeiten. Das ist nicht immer einfach, da die Fächer unterschiedliche Sprachen und Kulturen haben. Ich bin deshalb froh, dass wir es geschafft haben, die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften mit ihren Beiträgen im gesamten Förderspektrum des Bundesforschungsministeriums sehr gut zu verankern, was zugleich die Leistungsfähigkeit dieser Forschung dokumentiert", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Mit dem Rahmenprogramm für die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften (2012-2017) unterstützt das Ministerium diese Disziplinen direkt und nachhaltig. Das Programm zielt darauf ab, die Internationalisierung der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften voranzutreiben, Strukturen in diesem Forschungsfeld zu verbessern und den wissenschaftlichen Nachwuchs auf seinem Karriereweg zu unterstützen. Für entsprechende Projekte stellt das Forschungsministerium 2014 über 72 Millionen Euro bereit.

Darüber hinaus fördert das Ministerium geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungen in einer Reihe weiterer Rahmenprogramme und Förderbereiche zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Dazu zählen die Programme zur Zivilen Sicherheit, zum demographischen Wandel, zur nachhaltigen Entwicklung, zu Bildungsfragen oder zur Energiewende. So fördert das BMBF seit 2013 mit rund 30 Millionen Euro 33 Forschungsverbünde, die sich mit der Gestaltung der Energiewende in Deutschland beschäftigen. Diese kann nur gelingen, wenn die Bedürfnisse und Erwartungen der Bevölkerung, auch hinsichtlich der Fragen von Beteiligung und Gerechtigkeit, angemessen reflektiert werden.

Auch in der Sicherheitsforschung und in den Lebenswissenschaften sind die Kompetenzen der Sozialwissenschaften wichtig, damit technische Lösungen auf die Bedürfnisse und Vorstellungen der Menschen, für die sie entwickelt werden, zugeschnitten sind, und nicht ihrerseits zu neuen Problemen führen. Diese Aspekte werden in Forschungsverbünden mit geistes- und sozialwissenschaftlicher Beteiligung erforscht.

Einen Einblick in die vielfältigen Förderangebote des BMBF für die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften gibt die gerade erschienene Broschüre "Das Rahmenprogramm für die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften - Forschung für die Gesellschaft von morgen". Sie zeigt anhand von Beispielen aus der aktuellen Förderung, wie die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften in thematischen Verbünden und als Partner von Natur- oder Technikwissenschaften an der Lösung aktueller Herausforderungen mitwirken.

Bezug der Broschüre Download: www.bmbf.de/pub/Rahmenprogramm_Geisteswissenschaften.pdf Bestelltelefon: 030 18 272 272 1 Bestellfax: 030 18 10 272 272 1

Pressereferat | BMBF Newsletter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE