Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFG verleiht von Kaven-Ehrenpreis 2011 an Christian Sevenheck

19.09.2011
Mannheimer Mathematiker erhält Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über 10.000 Euro

PD Dr. Christian Sevenheck, Heisenberg-Stipendiat am Institut für Mathematik der Universität Mannheim, ist heute von der DFG mit dem von Kaven-Ehrenpreis für Mathematik ausgezeichnet worden. Der Preis wird jedes Jahr an in der Europäischen Union arbeitende Mathematikerinnen und Mathematiker für besondere wissenschaftliche Leistungen vergeben.

Dr. Sevenheck erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis für seine Forschungsbeiträge auf dem Gebiet der komplexen algebraischen Geometrie und Singularitätentheorie. Der Preis wurde im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Mathematiker-Vereinigung in Köln verliehen.

Derzeit forscht Dr. Sevenheck als Heisenberg-Stipendiat der DFG an der Universität Mannheim unter anderem über Frobenius Mannigfaltigkeiten, Twistor-Strukturen, Hodge-Theorie und Spiegelsymmetrie. Er befasst sich dabei mit Problemen aus der komplexen algebraischen Geometrie und Singularitätentheorie und ist auf einem Gebiet tätig, das nicht nur in der Mathematik Ergebnisse verspricht, sondern sich auch aus aktuellen Fragestellungen der Theoretischen Physik speist. Dr. Sevenheck beschäftigt sich beispielsweise mit der Geometrie von sogenannten singulären Räumen; dies sind geometrische Objekte, bei denen einzelne Punkte, eben die Singularitäten, sich wesentlich anders verhalten als die Umgebung eines solchen Punktes. Schon für einfache derartige Objekte, wie zum Beispiel Kurven in der zweidimensionalen Ebene, gibt es viele interessante und zum Teil ungelöste Fragen.

Dr. Sevenheck studierte an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf Mathematik mit Nebenfach Physik, das er mit Auszeichnung abschloss. Von 1997 bis 1998 absolvierte er dabei in Frankreich einen Auslandsaufenthalt an der Université de Nantes. Nach seiner Promotion, welche er an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und an der Ecole Polytechnique in Palaiseau durchführte, arbeitete er ein Jahr als Postdoktorand an der Ecole Normale Superieure in Paris und wechselte dann an die Universität Mannheim, wo er sich am Lehrstuhl für Mathematik VI unter der Betreuung von Prof. Dr. Claus Hertling im November 2009 habilitierte.

Kontakt:
Nicole Fastabend
Fakultät für Mathematik und Informatik
Telefon 06 21 / 1 81-2541
Telefax 06 21 / 1 81-2423
fastabend@fmi.uni-mannheim.de

Katja Bär | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-mannheim.de

Weitere Berichte zu: DFG Ecole Geometrie Kaven-Ehrenpreis Physik Singularitätentheorie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie