Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFG unterstützt TU-Kernphysiker bis 2015

28.06.2011
Sonderforschungsbereich 634 erhält mehr als zehn Millionen Euro Fördermittel

Der Sonderforschungsbereich (SFB) 634 „Kernstruktur, nukleare Astrophysik und fundamentale Experimente bei niedrigen Impulsüberträgen am supraleitenden Darmstädter Elektronenbeschleuniger (S-DALINAC)“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für eine 3. Förderperiode bis Mitte 2015 unterstützt.

Damit folgt der Bewilligungsausschuss der DFG der Empfehlung einer international besetzten Gutachtergruppe, die im Januar den SFB 634 evaluiert und den Forschern herausragende wissenschaftliche Ergebnisse, ein überzeugendes Forschungsprogramm und den Vollzug der Schwerpunktbildung an der TU Darmstadt bescheinigt hatte. Die DFG wird in den kommenden vier Jahren mehr als zehn Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung stellen.

Die insgesamt rund 90 Mitarbeiter des SFB 634 beschäftigen sich in 13 wissenschaftlichen Teilprojekten hauptsächlich mit Grundlagenforschung zur Untersuchung der Struktur von Atomkernen und mit Fragen der Nukleosynthese im Universum mit Hilfe von elektromagnetischen und hadronischen Sonden sowie umfangreichen theoretischen Berechnungen. Der SFB wurde im Juli 2003 an den Fachbereichen Physik und Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Darmstadt eingerichtet. Leiter und Sprecher des SFB ist der experimentelle Kernphysiker Professor Norbert Pietralla.

Der SFB 634 ist ein wesentlicher Pfeiler des interuniversitären Forschungsclusters „Nuclear and Radiation Physics“, des LOEWE-Zentrums „HIC for FAIR“ sowie der internationalen Helmholtz-Allianz „ExtreMe Matter Institute“ und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die TU Darmstadt als international sichtbarer Schwerpunkt der kernphysikalischen Forschung und Lehre herausgebildet hat.

Das Forschungsprogramm des SFB 634 im Detail

Die Experimente an der TU-eigenen Elektronenbeschleunigeranlage
S-DALINAC werden ergänzt durch Arbeiten an der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt sowie an Teilchenbeschleunigern in Durham (North Carolina, U.S.A.), Somerset West (Südafrika) und Osaka (Japan). Mit diesen Laboratorien existieren sehr intensive wissenschaftliche Kontakte. Das kernphysikalische Forschungsprogramm wird flankiert von Experimenten zur Quantenphysik und Chaosforschung in normal- und supraleitenden Mikrowellenbillards, mit deren Hilfe einige kernphysikalische Fragestellungen geeignet modelliert werden können. Die experimentellen Projekte werden im SFB 634 intensiv von grundlegenden theoretischen Arbeiten zu Vielteilchen-Quantenmodellen oder dem Verhalten von Neutronensternen und Supernovaexplosionen sowie zur konkreten Planung und physikalischen Interpretation der Messungen ergänzt.

Schließlich wird das breit angelegte experimentelle Programm zur Kernphysik und zur nuklearen Astrophysik durch die physikalisch-elektrotechnische Weiterentwicklung des S-DALINAC begleitet. Der eingetretene Synergieeffekt zeigt sich unter anderem darin, dass vom SFB bisher etwa 380 wissenschaftliche Publikationen in internationalen Zeitschriften publiziert wurden. Diese neuen Erkenntnisse werden von den 22 Projektleitern des SFB oder den beteiligten Doktoranden und Studenten auf nationalen und internationalen Konferenzen, auf Workshops und sogar in Schulen präsentiert. Das wissenschaftliche Qualifizierungsangebot wird durch die Gründung eines dedizierten Graduiertenkollegs innerhalb des SFB noch weiter gestärkt.

Jörg Feuck | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de
http://www.ikp.tu-darmstadt.de/sfb634/sfb634.de.jsp

Weitere Berichte zu: Astrophysik DFG Fördermittel S-DALINAC TU-Kernphysiker

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Über 1,6 Millionen Euro für Forschung im Bereich Innovative Materialien und Werkstofftechnologie
17.05.2017 | Hochschule Osnabrück

nachricht MHH-Forscher beleben Narbengewebe in der Leber wieder
16.05.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Polarstern ab heute unterwegs nach Spitzbergen, um Rolle der Wolken bei Erwärmung der Arktis zu untersuchen

24.05.2017 | Geowissenschaften