Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFG richtet 17 neue Schwerpunktprogramme ein

21.03.2016

Themen von Computational Connectomics bis zur Geometrie im Unendlichen / Rund 108 Millionen Euro für drei Jahre

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet 17 neue Schwerpunktprogramme (SPP) für das Jahr 2017 ein. In den SPP sollen wissenschaftliche Grundlagen besonders aktueller oder sich gerade bildender Forschungsgebiete untersucht werden. Vom Senat der größten Forschungsförderorganisation und zentralen Selbstverwaltungsorganisation für die Wissenschaft in Deutschland wurden die neuen SPP aus insgesamt 76 zuvor bei der DFG eingereichten Initiativen ausgewählt.

Die nun bewilligten Programme decken die gesamte fachliche Breite in den Geistes- und Sozialwissenschaften, Lebenswissenschaften, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften ab. Ihr Themenspektrum reicht von der Synthese von Nanopartikeln in Sprayflammen über neue Herangehensweisen der Artenbenennung, skalierbares Datenmanagement bis hin zur Vielfalt extrasolarer Planeten und zur Mobilität im osteuropäisch-osmanisch-persischen Raum.

Alle Programme sind stark interdisziplinär ausgerichtet und zeichnen sich durch den Einsatz innovativer Methoden aus. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein zentrales Element und eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Einrichtung eines neuen SPP. Darüber hinaus weisen alle Initiativen auch ein Gleichstellungskonzept auf.

Die nun angenommenen Programme beschreiben jeweils das Oberthema des Schwerpunktprogramms. In den kommenden Monaten werden die SPP einzeln von der DFG ausgeschrieben, die die daraufhin eingehenden Förderanträge in einem strengen Begutachtungsverfahren auf ihre wissenschaftliche Qualität und ihren Beitrag zum jeweiligen Hauptthema prüfen wird. Für die 17 neuen SPP stehen in einer ersten Förderperiode in den kommenden drei Jahren insgesamt rund 108 Millionen Euro zur Verfügung. In der Regel werden die Schwerpunktprogramme für eine Dauer von sechs Jahren gefördert. Derzeit sind damit insgesamt 93 SPP in der Förderung. Die 17 neuen Initiativen nehmen 2017 ihre Arbeit auf.

Die neuen Schwerpunktprogramme, geordnet nach den Wissenschaftsbereichen, sind:

Geistes- und Sozialwissenschaften
• Transottomanica: Osteuropäisch-osmanisch-persische Mobilitätsdynamiken
(Koordinator: Prof. Dr. Stefan Rohdewald, Universität Gießen)

Naturwissenschaften
• Exploration der Diversität extrasolarer Planeten
(Koordinatorin: Prof. Dr. Heike Rauer, Technische Universität Berlin)
• Gebirgsbildungsprozesse in 4-Dimensionen (4D-MB)
(Koordinator: Prof. Dr. Mark R. Handy, Technische Universität Berlin)
• Geometrie im Unendlichen
(Koordinator: Prof. Dr. Bernhard Hanke, Universität Augsburg)

Lebenswissenschaften
• Computational Connectomics
(Koordinator: Prof. Dr. Jochen Triesch, Goethe-Universität Frankfurt)
• Auf dem Weg zur implantierbaren Lunge
(Koordinator: Prof. Dr. Rolf Rossaint, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen)
• Taxon-OMICS: Neue Herangehensweisen zur Entdeckung und Benennung von Arten und Biodiversität
(Koordinatorin: Prof. Dr. Susanne Sabine Renner, Ludwig-Maximilians-Universität München)
• Kleine Proteine in Prokaryoten, eine unbekannte Welt
(Koordinatorin: Prof. Dr. Ruth Anne Schmitz-Streit, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)

Ingenieurwissenschaften
• Legierungen mit komplexer Zusammensetzung – Hochentropielegierungen (CCA – HEA)
(Koordinator: Prof. Dr. Uwe Glatzel, Universität Bayreuth)
• Zyklische Schädigungsprozesse in Hochleistungsbetonen im Experimental-Virtual-Lab
(Koordinator: Prof. Dr. Ludger Lohaus, Leibniz Universität Hannover)
• Gezielte Nutzung umformtechnisch induzierter Eigenspannungen in metallischen Bauteilen
(Koordinator: Prof. Dr. Wolfram Volk, Technische Universität München)
• Opus Fluidum Futurum – Rheologie reaktiver, multiskaliger, mehrphasiger Baustoffsysteme
(Koordinator: Prof. Dr. Viktor Mechtcherine, Technische Universität Dresden)
• Skalierbares Datenmanagement für zukünftige Hardware
(Koordinator: Prof. Dr. Kai-Uwe Sattler, Technische Universität Ilmenau)
• Hybride und multimodale Energiesysteme: Systemtheoretische Methoden für die Transformation und den Betrieb komplexer Netze
(Koordinator: Prof. Dr. Christian Rehtanz, Technische Universität Dortmund)
• Robust Argumentation Machines (RATIO)
(Koordinator: Prof. Dr. Philipp Cimiano, Universität Bielefeld)
• Nanopartikelsynthese in Sprayflammen (SpraySyn): Messung, Simulation, Prozesse
(Koordinator: Prof. Dr. Christof Schulz, Universität Duisburg-Essen)
• Hochspezifische mehrdimensionale Fraktionierung von technischen Feinstpartikelsystemen
(Koordinator: Prof. Dr. Urs Peuker, Technische Universität Bergakademie Freiberg)

Weiterführende Informationen

Medienkontakt:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Tel. +49 228 885-2443, presse@dfg.de

Informationen erteilen auch die Koordinatorinnen und Koordinatoren der neuen Schwerpunktprogramme.

Zu DFG-Schwerpunktprogrammen siehe auch:
www.dfg.de/spp

Frieda Berg | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet
02.12.2016 | Universität zu Lübeck

nachricht Ohne erhöhtes Blutungsrisiko: Schlaganfall innovativ therapieren
02.12.2016 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie