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DFG fördert Simulationssystem für die Netzbetriebsführung von erneuerbaren Energien

27.01.2014
Die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) hat für Aufbau eines dynamischen Simulationssystems für die Netzbetriebsführung und Netzintegration von erneuerbaren Energien und Elektromobilität 828.000 € bereitgestellt.

Der geplante Systemsimulator wird im neuen Gebäude Forschungszentrum 3E „Zentrum für Energietechnologie“ auf dem Zentralcampus aufgebaut und bildet damit das Herzstück dieses Gebäudes, das am 7. Februar 2014 eingeweiht wird.

„Dies ist eine Auszeichnung für die BTU Cottbus–Senftenberg und für den Lehrstuhl von Prof. Dr. Harald Schwarz. Mit dem Systemsimulator wird die Forschung für eine wichtige Frage unserer Gesellschaft weiter vorangetrieben: Die Stabilität der Stromnetze kann nun wesentlich besser als bisher untersucht werden. Wir versprechen uns von dieser hervorragenden technischen Ausstattung wichtige Ergebnisse für die Lösungsstrategien auf dem Gebiet der Netzsicherheit“, sagt Gründungsbeauftragter Dr. Birger Hendriks.

Der Systemsimulator wird die komplexen Prozesse zwischen Erzeugung, Übertragung und Netzlasten in Energieversorgungssystemen simulationstechnisch abbilden und ist auf die hochdynamische Abbildung der technologischen Prozesse der Elektroenergieübertragung und -verteilung besonders konzipiert und in dieser Form an technischen Universitäten, wenn überhaupt, dann lediglich sehr vereinzelt und bisher nicht in dieser Leistungsklasse verfügbar.

Mit diesem Großgerät kann der Lehrstuhl Energieverteilung und Hoch-spannungstechnik mit seinen Wissenschaftlern unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Harald Schwarz neue Forschungsgebiete erschließen und eine Vertiefung des Lehrangebots im Bereich der Systemführung anbieten.

Die Forschungsaufgaben reichen dabei von der Untersuchung von Zukunftsszenarien über die Erstellung von Modellen und Werkzeugen zur Unterstützung von operativem Leitstellenpersonal in besonders kritischen Netzbetriebsphasen bis hin zur Untersuchung der Chancen und Risiken des Verbundes großer Energiesysteme sowie der Erarbeitung von opti-mierten Lösungsvorschlägen für netztechnisch sicherheitsrelevante Fragestellungen.

Die Studierenden im Bereich der Elektrischen Energietechnik bekommen mit dem Systemsimulator eine bessere Einsicht in die Darstellung der Komponenten des Energieversorgungssystems, können leittechnische Fragestellungen erörtern, eine realistische Betriebsführung von elektrischen Energieversorgungsnetzen erleben und umfassend Wissen in diesem Bereich aufbauen.

Johanna Schuppan | idw
Weitere Informationen:
http://www.b-tu.de

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