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DFG fördert neue Forschergruppe zu Implantaten

19.06.2015

Millionen-Unterstützung: Implantat soll vollständige Heilung verletzter Sehnen-Knochen-Übergänge ermöglichen / MHH ist Sprecherhochschule

Gute Nachricht für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), der Leibniz Universität Hannover und der Technischen Universität Braunschweig:

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt den neuen Forschungsverbund „Gradierte Implantate für Sehnen-Knochen-Verbindungen“ mit mehr als vier Millionen Euro für die nächsten drei Jahre. So entstehen unter anderem 14 neue Arbeitsplätze.

Sprecherin der Forschergruppe ist Professorin Dr. Andrea Hoffmann, MHH-Klinik für Orthopädie im Annastift – Labor für Biomechanik und Biomaterialien. „Die Forschergruppe ist ein wichtiger Baustein für den Exzellenzbereich Biomedizintechnik und Implantate der MHH, zugleich Resultat und Garant unserer effektiven Kooperationen mit den Partneruniversitäten“, sagt MHH-Präsident Professor Dr. Christopher Baum.

Ein Unfall, Überbelastung oder Verschleiß können verursachen, dass eine Sehne und mit ihr der Muskel vom Knochen abreißt. Die Therapie und Heilung dieser Sehnen-Knochen-Ansatzzonen erfordert operative Eingriffe, die allerdings im Allgemeinen keine befriedigende Langzeitlösung ergeben:

In kleinem Umfang ist der Einsatz von Knochenimplantaten zwar schon medizinische Praxis, doch schon die Regeneration von Sehnen ist schwieriger. Eine besonders große Herausforderung stellen Implantate für beide Gewebearten dar, die helfen können, Übergänge zu regenerieren.

Professorin Hoffmanns Team hatte in Kooperation mit verschiedenen Partnern, die auch an der Forschergruppe beteiligt sind, bereits einen Mechanismus entdeckt, mit dem Knochen, Sehnen sowie Gewebe des Übergangs aus bestimmten Stammzellen mithilfe zweier Wachstumsfaktoren erzeugt werden können: Im Mausmodell entwickelten sich die gewünschten Sehnen-Knochen-Ansätze.

„Mit der neuen Forschergruppe wollen wir nun die wissenschaftlichen Grundlagen der Regeneration erarbeiten und diesen Mechanismus auf einen Implantat-Prototypen übertragen. Daraus soll ein Implantat entstehen, das die vollständige Heilung von Verletzungen von Knochen-Sehnen-Übergängen zunächst an der Schulter ermöglicht“, erläutert Professorin Hoffmann.

Die meisten Mitglieder der Forschergruppe werden im NIFE über Laborräume verfügen – im Niedersächsischen Zentrum für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung. Der Neubau entsteht derzeit neben der MHH am Stadtfelddamm.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Sprecherin der Forschergruppe Professorin Dr. Andrea Hoffmann, Klinik für Orthopädie, hoffmann.andrea@mh-hannover.de.

Stefan Zorn | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.mh-hannover.de/

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