Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFG fördert IT-Forschungsprojekt für die Meteorologie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

24.03.2009
"Das Wetter wird dadurch nicht besser", sagt Andreas Hense, Informatikprofessor an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg über sein Projekt, "aber die Vorhersage etwa für Starkregen wird genauer."

Hense leitet das IT-Forschungsprojekt "Virtuelle Forschungsumgebungen", das mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Es geht dabei um meteorologische Daten.

Hauptziel des Projektes ist die Entwicklung eines automatisierten Workflow-Systems, das es in Zukunft Wissenschaftlern ermöglicht, meteorologische Daten in einem noch nie zuvor dagewesenen Umfang zu speichern und Forschern weltweit zur Verfügung zu stellen. Projektpartner der Fachhochschule sind das Meteorologische Institut der Universität Bonn (MIUB) und das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg (MPI-M). Allein der Fachhochschule stehen für die dreijährige Projektdauer gut 400.000 Euro zur Verfügung.

In der Meteorologie werden Tag für Tag umfangreiche Mengen an Beobachtungsdaten erzeugt und gespeichert. Neben deren Nutzung für aktuelle wissenschaftliche Arbeiten ist in der Forschung aber vor allem eins von Bedeutung: die Verwertung von detailgenauen Rohdaten im Rahmen von Langzeitstudien. In den letzten Jahren sind zu diesen Zwecken bereits verschiedene Archivdatenbanken entwickelt worden, die es Forschungsteams weltweit erlauben, meteorologische Daten zu speichern.

Die bisher zur Verfügung stehenden Systeme haben jedoch keinen einheitlichen Standard und sind lediglich in der Lage, die für Klima- und Wetterforschung typischen Datenstrukturen zu erfassen. In der modernen Meteorologie sind jedoch die reinen Beobachtungsdaten für die Wissenschaft zunehmend elementar. Sie können in dem benötigten Umfang derzeit nur unter erheblichem Arbeitsaufwand langfristig gespeichert werden.

Durch die Entwicklung und Etablierung eines weltweit gültigen Standardverfahrens könnten große und umfangreiche Rohdaten aus der Meteorologie künftig einfacher und automatisiert erfasst werden. Mit Hilfe eines Workflow-Systems sollen diese Beobachtungsdaten einfach und schnell Forschern weltweit zugänglich gestellt werden können.

Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Hense
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Fachbereich Informatik
Grantham-Allee 20
53757 Sankt Augustin
E-Mail: andreas.hense@h-brs.de
Tel. 02241/865-239

Eva Tritschler | idw
Weitere Informationen:
http://www.hochschule-bonn-rhein-sieg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

nachricht CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen
24.05.2017 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten