Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFG fördert Forschung zur Physik in Quantendrähten

09.08.2016

Forschergruppe geht in die zweite Förderperiode

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschergruppe FOR1700 „Metallic Nanowires on the Atomic Scale: Electronic and Vibrational Coupling in Real World Systems“ für weitere drei Jahre mit rund 2,6 Millionen Euro. Die Gutachter der DFG haben die Ergebnisse der ersten Periode, die seit 2012 lief, sehr positiv bewertet und loben die gelungene Vernetzung zwischen den Teilprojekten.

Die Sprecher der Forschergruppe sind Prof. Christoph Tegenkamp und Prof. Herbert Pfnür, beide vom Institut für Festkörperphysik der Leibniz Universität. Neun weitere Universitäten, Technische Hochschulen und außeruniversitäre Forschungsinstitute deutschlandweit sind beteiligt.

Im Mittelpunkt steht die Untersuchung der außergewöhnlichen physikalischen Eigenschaften eindimensionaler elektronischer Systeme (1-D). Als prototypische 1-D-Systeme dienen den Forscherinnen und Forschern metallische Nanodrähte. Sie entstehen durch Selbstorganisation auf isolierenden Einkristalloberflächen von Silizium und Germanium mit einer Höhe von nur einer Atomlage und Breiten von wenigen Atomen. Damit sind sie zwangsläufig an ihre Unterlage gekoppelt.

Diese Quantendrähte verhalten sich nach theoretischen Vorhersagen grundlegend anders als 2-D- oder 3-D-Systeme. Die Kopplung beeinflusst allerdings die Eigenschaften der eindimensionalen Systeme.

Wie genau dies passiert oder aber gesteuert werden kann, will die Forschergruppe in der Zusammenarbeit von theoretischen und experimentellen Physikerinnen und Physikern herausfinden. Die Ergebnisse sollen zu einem besseren Verständnis der Struktur und der Funktionalitäten eindimensionaler elektronischer Systeme beitragen.

Eine DFG-Forschergruppe ist ein enges Arbeitsbündnis mehrerer herausragender Wissenschaftler oder Wissenschaftlerinnen, die gemeinsam an einem Forschungsvorhaben arbeiten. Das Förderprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft erlaubt eine weitgehend flexible Gestaltung des Verbundes mit der Möglichkeit der Etablierung von Nachwuchsgruppen, der Kooperation mit außeruniversitären Partnern, der zeitlichen Freistellung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern oder der internationalen Zusammenarbeit.

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Prof. Christoph Tegenkamp vom Institut für Festkörperphysik unter Telefon +49 511 762 2542 oder per E-Mail unter tegenkamp@fkp.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Mechtild Freiin v. Münchhausen | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Kieler Projekt „FucoSan – Gesundheit aus dem Meer“ erhält 2,2 Millionen Euro
27.07.2017 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Basis für neue medikamentöse Therapie bei Demenz

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Aus Potenzial Erfolge machen: 30 Rittaler schließen Nachqualifizierung erfolgreich ab

27.07.2017 | Unternehmensmeldung

Biochemiker entschlüsseln Zusammenspiel von Enzym-Domänen während der Katalyse

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie