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DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen

17.05.2018

In einer zunehmend digitalisierten Welt kommen zahlreiche Medientechnologien zum Einsatz. Diese sind allerdings nur selten auf die Bedarfe der Forschung zugeschnitten. Das Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) der Universität Bremen legt deshalb einen Schwerpunkt auf die Entwicklung von Forschungssoftware. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Weiterführung eines Projekts jetzt mit mehr als 700.000 Euro.

Konkret geht es um Forschungssoftware für qualitative Datenerhebung und -analysen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am ZeMKI haben zwei mobile Apps zur Erfassung und Analyse qualitativer Daten entwickelt.


Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am ZeMKI haben zwei mobile Apps zur Erfassung und Analyse qualitativer Daten entwickelt.

Production Peric / Fotolia

Dabei geht es um cross-mediale Mediennutzung. Bis 2021 sollen die Medientagebuchsoftware MedTag und die Sortier-App MedSort weiterentwickelt und nachhaltig für die Forschungspraxis zur Verfügung gestellt werden.

Das ZeMKI arbeitet hierbei eng mit dem Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib) und dem Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Hamburg im Rahmen des Forschungsnetzwerks „Kommunikative Figurationen“ zusammen.

Modell der guten Praxis entwickeln

Grundlegendes Ziel des E-Research und IT-Infrastrukturprojekts ist es, ein Modell der guten Praxis für die Bereitstellung von Forschungssoftware im Bereich von Medien und Kommunikation zu entwickeln.

Damit dies so nah wie möglich an den Erfordernissen der Medien- und Kommunikationsforschung erfolgt und um nachhaltig eine Gemeinschaft von Forschenden aufzubauen, die die Software nutzt und weiterentwickelt, liegt dem Projekt ein sogenannter Co-Creation-Ansatz zugrunde.

Dieser soll die langfristige Entwicklung und Verfügbarkeit der Forschungssoftware sicherstellen. Ziel ist es, Sicherheit, Anwendungsmöglichkeiten, Benutzerfreundlichkeit und die Zugänglichkeit der MedTag- und MedSort-Software zu verbessern. So soll erreicht werden, dass Forschende der Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie Teilnehmende an Forschungsprojekten, die nicht über technisches Spezialwissen verfügen, einen einfacheren Zugang zur Software bekommen.

„Eine Gemeinschaft von Forschenden aufbauen“

„Wir ermöglichen Nutzerinnen und Nutzern der Software einen im Vergleich zu anderen Ansätzen in der Softwareentwicklung sehr viel weiterreichenden Einfluss auf den Entwicklungsprozess“, sagt Projektleiter Professor Andreas Hepp. „So wollen wir eine Gemeinschaft von Forschenden aufbauen, die die Software zielgerichtet einsetzt und sich an ihrer Weiterentwicklung bis hin zu einem Geschäftsmodell beteiligt.“

Gleichzeitig soll so erreicht werden, dass die Software nachhaltig im interdisziplinären Feld der empirischen Medien- und Kommunikationsforschung verankert wird und die entwickelte Infrastruktur Schritt für Schritt auch für andere Arten von Software im Forschungsfeld geöffnet werden kann.

Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Andreas Hepp
Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI)
Fachbereich Sozialwissenschaften
Universität Bremen
Tel.: +49 421 218-67620
E-Mail: andreas.hepp@uni-bremen.de

Weitere Informationen:

http://www.kommunikative-figurationen.de

Meike Mossig | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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