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DFG-Europa-Preis für sechs Bundessieger von „Jugend forscht“

02.06.2014

Jungforscher werden von Mentoren auf internationalen Wettbewerb in Warschau vorbereitet

Gleich sechs junge Forscher hatten jetzt bei der diesjährigen Preisverleihung des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“ in Künzelsau doppelten Grund zur Freude: Sie wurden in zwei Teams in ihren jeweiligen Wettbewerbskategorien als Bundessieger ausgezeichnet – und erhielten zusätzlich den Europa-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Die doppelte Auszeichnung ging zum einen an die drei Schüler Adrian Huck (19), Rafael Quadbeck (17) und Daniel Heid (19) aus dem baden-württembergischen Gengenbach. Sie erhielten den von der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Professor Dr. Johanna Wanka, vergebenen „Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit“ für die Entwicklung eines neuartigen Verfahrens zur Biogasentschwefelung.

Mit den von ihnen eingesetzten speziellen Thiothrix sp.-Bakterien kann der zwar nur geringe, aber giftige Anteil Schwefelwasserstoff im Biogas mit geringerem Aufwand und kostengünstiger abgebaut werden als mit herkömmlichen Verfahren.

Im zweiten ausgezeichneten Team konstruierten und programmierten die drei 18-jährigen Schüler Anselm Dewald, Philipp Mandler und Robin Braun aus Hessen einen sechsbeinigen Laufroboter, der sich über ein Smartphone steuern lässt. „Hexapod“ ist beweglicher und kompakter als vergleichbare Systeme und soll so vor allem als Aufklärungsroboter in eingestürzten Gebäuden und in Katastrophengebieten eingesetzt werden können. Für die Entwicklung des Roboters erhielten Dewald, Mandler und Braun den vom Verein Deutscher Ingenieure vergebenen 1. Preis im Fachgebiet Technik.

Den Europa-Preis der DFG konnten die sechs „Jugend forscht“-Sieger in Künzelsau von DFG-Vizepräsident Professor Dr. Ferdi Schüth entgegennehmen. Mit dem im Jahr 2010 geschaffenen Preis will die DFG die Bedeutung der Internationalisierung für eine erfolgreiche Forscherkarriere unterstreichen.

Die Preisträger erhalten ein Preisgeld von 1000 Euro und darüber hinaus die Möglichkeit, auf internationaler Ebene am European Union Contest for Young Scientists (EUCYS) teilzunehmen, der in diesem Jahr Ende September in Warschau stattfindet. Zur Vorbereitung auf diesen Wettbewerb werden die Jungforscher von Mentoren betreut und auch nach Warschau begleitet. Die Mentoren sucht die DFG unter den von ihr geförderten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus. Dies soll auch eine dauerhafte Vernetzung zwischen den Wissenschaftlergenerationen ermöglichen.

Auch beim EUCYS-Wettbewerb landeten die Europa-Preisträger der DFG in den vergangenen Jahren regelmäßig auf den vorderen Plätzen und konnten sich damit unter anderem für die Teilnahme an weiteren Wettbewerben qualifizieren, so etwa an der Intel International Science und Engineering Fair in Los Angeles.

Bei diesem weltweit größten naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerb schnitten die deutschen Teilnehmer in diesem Jahr besonders erfolgreich ab: Der erst 15-jährige Lennart Kleinwort, der im vergangenen Jahr den Europa-Preis der DFG erhalten hatte, errang einen der Intel-Hauptpreise sowie den ersten Preis im Fachgebiet Mathematik. Der 19-jährige Gabriel Salg, Preisträger 2011, wurde Dritter in Chemie; Daniel Pflüger, ebenfalls 19 Jahre alt und 2013 ausgezeichnet, wurde Vierter in der Sparte Physik und Astronomie.

Weiterführende Informationen

Informationen über alle Preisträgerinnen und Preisträger im diesjährigen Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ finden Sie unter: www.jugend-forscht.de

Nähere Informationen zum Europa-Preis unter: www.dfg.de/europa-preis/

Medienkontakt:
Marco Finetti, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Tel. 0228 885-2230, marco.finetti@dfg.de

Weitere Informationen:

http://www.dfg.de/europa-preis/
http://www.jugend-forscht.de

Marco Finetti | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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