Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFG bewilligt 527.000 Euro: Ausgrabungen im Tollensetal werden bis 2014 fortgesetzt

16.07.2012
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat dem Forschungsprojekt zum Tollensetal weitere 527.000 Euro bewilligt.

Damit werden die Ausgrabungen unter der Federführung der Universität Greifswald und des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege bis 2014 fortgesetzt. Die Arbeiten haben bereits wieder begonnen und gleich zu Beginn konnten bemerkenswerte Funde und Hinweise auf eine Holzkonstruktion erzielt werden.

Im Tollensetal nördlich von Altentreptow sorgen archäologische Funde seit Jahren für Furore. Seit 2010 erforschen Archäologen, Anthropologen, Geowissenschaftler und Mediziner die Überreste eines 3.300 Jahre alten Schlachtfeldes. Menschliche Skelettreste, teilweise mit Verletzungsspuren, aber auch Waffenfunde deuten auf einen bewaffneten Konflikt der Zeit um 1250 v. Chr. Während der Untersuchungen wurde im Sommer 2011 ein neuer spektakulärer Fundplatz entdeckt.

Erstmals konnten auch einmalige Metallfunde geborgen werden. Daran waren ehrenamtliche Taucher des Landesverbandes für Unterwasserarchäologie des Landes maßgeblich beteiligt. Neben einem Goldspiralring, der in dieselbe Zeitphase wie die Skelettreste im Untersuchungsgebiet datiert wird, wurden auch in Deutschland bislang einmalige Zinnringe geborgen.

Diese sind von besonderem wissenschaftlichem Wert, da Zinn zur Bronzeherstellung notwendig ist, als Rohmaterial in bearbeiteter Form für diesen Zeitraum aber bisher nur äußerst selten nachgewiesen werden konnte und den Handel dieses wichtigen Rohstoffes nach Norddeutschland nachweist.

Aufgrund der herausragenden Ergebnisse unterstützt die DFG die Fortführung des Forschungsprojektes nun für weitere zwei Jahre. Die Arbeitsgruppe, die sich intensiv mit dem außergewöhnlichen Fundort beschäftigt, wird von Wissenschaftlern der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald sowie des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege geleitet.

Weitere Informationen
Schlachtfeld der Bronzezeit im Tollensetal http://www.phil.uni-greifswald.de/bereich2/histin/ls/ufg/projekte/tollensetal.html

Das Foto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit der Pressemitteilung kostenlos heruntergeladen und genutzt werden. Dabei ist der Name des Bildautors zu nennen.

Download http://www.uni-greifswald.de/informieren/pressestelle/download-presseinformationen/pressefotos-2012/pressefotos-juli-2012.html

Ansprechpartner für weitere Rückfragen

Dr. Gundula Lidke
Ur- und Frühgeschichte, Historisches Institut
Hans-Fallada-Straße 1, 17487 Greifswald
Telefon 03834 86-3247
lidke@uni-greifswald.de
apl. Prof. Dr. Thomas Terberger
Ur- und Frühgeschichte, Historisches Institut
Hans-Fallada-Straße 1, 17487 Greifswald
terberge@uni-greifswald.de
Dr. Detlef Jantzen
Landesarchäologe
Landesamt für Kultur und Denkmalpflege
Domhof 4/5, 19055 Schwerin
d.jantzen@kulturerbe-mv.de

Jan Meßerschmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-greifswald.de

Weitere Berichte zu: Ausgrabung DFG Denkmalpflege Frühgeschichte Funde Historisch Skelettreste Tollensetal

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Verleihung GreenTec Awards 2018 – Kategorie »Energie« am 24. April 2018 auf der Hannover Messe
23.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht 31,5 Millionen Euro für Forschungsinstitute der Innovationsallianz Baden-Württemberg (InnBW)
20.04.2018 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Why we need erasable MRI scans

New technology could allow an MRI contrast agent to 'blink off,' helping doctors diagnose disease

Magnetic resonance imaging, or MRI, is a widely used medical tool for taking pictures of the insides of our body. One way to make MRI scans easier to read is...

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland

26.04.2018 | Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Weltrekord an der Uni Paderborn: Optische Datenübertragung mit 128 Gigabits pro Sekunde

26.04.2018 | Informationstechnologie

Multifunktionaler Mikroschwimmer transportiert Fracht und zerstört sich selbst

26.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Berner Mars-Kamera liefert erste farbige Bilder vom Mars

26.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics