Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland sucht die besten Chipdesigner

11.02.2010
BMBF und VDE starten an 3000 Schulen neue Runde von "Invent a Chip"

Einen Computerchip nach eigenen Vorstellungen entwickeln - das können Schülerinnen und Schüler in Deutschland jetzt in einer neuen Runde des Nachwuchswettbewerbs "Invent a Chip". Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der VDE starten dazu eine neue Runde des erfolgreichen Wettbewerbs. Teilnehmen können ab Mitte Februar interessierte Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 8.

"Wir wollen die Mädchen und Jungen dazu motivieren, sich schon früh mit einer spannenden Technologie zu beschäftigen - und ihrer Kreativität dabei freien Lauf zu lassen", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Donnerstag in Berlin, als sie die neue Runde von "Invent a Chip" ankündigte. "Wir suchen kluge Köpfe und innovative Ideen für eine der zukunftsträchtigsten Technologien unserer Zeit - die Mikro- und Nanoelektronik. Der Wettbewerb hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass es viele junge Talente in unserem Land gibt, die mit großem Eifer teilnehmen und allein oder in Teams erstaunliche Projekte umsetzen."

Mehr als 3.000 weiterführende und berufsbildende Schulen erhalten ab Mitte Februar die Unterlagen und Fragebögen. Mit seinem aktuellen Fragebogen legt der Wettbewerb in diesem Jahr den Schwerpunkt auf das Thema Energieeffizienz und steht damit auch im Zeichen des Wissenschaftsjahres 2010 "Die Zukunft der Energie". Interessenten können sich nach dem Ausfüllen des Fragebogens auch mit eigenen Chipideen für den Praxisteil des Wettbewerbs bewerben. "Wir sind schon jetzt gespannt, mit welchen Projekten uns die Jugendlichen diesmal überraschen", sagte Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, VDE-Vorstandsvorsitzender. "Vielleicht zur Zukunft der Energie, gerne auch zu anderen Themen. Die vergangenen Wettbewerbsrunden haben jedenfalls gezeigt, dass der Ideenreichtum der Jugendlichen schier grenzenlos ist. Ob ein Mikrochip Herz-Anomalien und Tinnitus-Geräusche im Schlaf überprüft, elektrostatische Felder misst oder das Anbrennen von Speisen auf dem Herd vermeidet - nichts ist für die jungen Chipdesigner unmöglich." Allein im vergangenen Jahr gab es bei "Invent a Chip" mehr als 1.600 Teilnehmer und über 250 Projektideen.

Es ist der Praxisbezug, der "Invent a Chip" auszeichnet. Zwölf Teams bietet er auch in diesem Jahr wieder die Chance, während eines dreitägigen Workshops im Mai mit Experten der Leibniz Universität Hannover ins Chipdesign einzusteigen. Eine Jury wählt im Herbst die besten Entwürfe aus, die am 8. November beim VDE-Kongress "E-Mobility: Technologien - Infrastruktur - Märkte" in Leipzig vorgestellt werden.

Erstmals wird in diesem Jahr in Hannover ein begleitender Workshop für Lehrerinnen und Lehrer angeboten. Außer den normalen Wettbewerbsunterlagen gibt es darüber hinaus auch Unterrichtsmaterial zum Thema Mikrochips. Die Teilnahme bei "Invent a Chip" lohnt sich, denn es werden viele attraktive Geldpreise vergeben. Den Siegern winken darüber hinaus die Aufnahme ins Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie Kontakte zu Industrie und Hochschulen. Weitere Informationen und Teilnehmerunterlagen unter www.invent-a-chip.de.

Weitere Informationen erhalten Sie außer in der BMBF-Pressestelle bei der VDE-Pressesprecherin Melanie Mora (Tel.: 069 6308461, E-Mail: melanie.mora@vde.com)

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de
http://www.vde.com

Weitere Berichte zu: BMBF Bildung und Forschung Chipdesigner Invent a Chip Mikrochip VDE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten