Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutscher Zukunftspreis 2012 geht an Hörforscher-Team

29.11.2012
Der Deutsche Zukunftspreis 2012 geht an das Hörforscher-Team um den Oldenburger Physiker und Mediziner Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier: Gestern Abend überreichte Bundespräsident Joachim Gauck in einer vom ZDF übertragenen Gala den Preis an Kollmeier, Prof. Dr. Volker Hohmann (beide Universität Oldenburg, Exzellenzcluster „Hearing4all“) und Dr. Torsten Niederdränk (Siemens AG).

Der Bundespräsident verleiht den Deutschen Zukunftspreis jährlich für herausragende technische, ingenieur- oder naturwissenschaftliche Innovationen. Er ist mit 250.000 Euro dotiert.

Kollmeier und seinem Team gelang es, die entscheidenden Vorteile des beidohrigen Hörens auf die Hörsystemtechnologie zu übertragen – und damit die Technologie von Hörsystemen entscheidend zu verbessern. Die Entwicklung führte zu einem Umdenken in der Welt der Hörsysteme.

„Vorn zu sein und mitzugestalten, wenn es darum geht, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern: Professor Kollmeier hat mit seinem Team einzigartige und herausragende Leistungen vollbracht. Die Universität Oldenburg, an der Kollmeier und Hohmann seit Jahren lehren und forschen, freut sich über diesen großen Erfolg“, sagte Universitätspräsidentin Prof. Dr. Babette Simon.

„Der Deutsche Zukunftspreis ist eine großartige Anerkennung unserer Arbeit. Es ist unser zentrales Anliegen, Produkte und Innovationen zu entwickeln, die dem schwerhörenden Menschen nutzen“, erklärte Kollmeier in seinen Dankesworten. Der Wissenschaftler ist Sprecher des Exzellenzclusters „Hearing4all“, leitet das Kompetenzzentrum HörTech, die Fraunhofer-Projektgruppe für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie und ist einer der führenden Köpfe des Forschungs- und Entwicklungsnetzwerks „Auditory Valley“.

„Bei der Übertragung des beidohrigen Hörens auf die Hörsystemtechnologie haben Wissenschaft und Industrie Hand in Hand zusammengearbeitet“, erläutert Dr. Torsten Niederdränk von der Siemens AG, die basierend auf grundlegenden Patenten bereits im Jahr 2004 die ersten Geräte mit dieser Technologie auf den Markt gebracht haben. Dass die Erfindung der „Binauralen Hörsysteme“ heute in fast allen modernen Geräten berücksichtigt wird, sei vor allem auf die gute Kooperation zwischen Wissenschaft und Industrie im Auditory Valley zurückzuführen.
„Es motiviert uns, dass unsere Erfindung heute zahlreichen Menschen hilft“, beschreibt Prof. Dr. Volker Hohmann von der Universität Oldenburg den Anreiz für die gemeinsame Innovation. Schwerhörigkeit ist weit verbreitet, in der Europäischen Union haben rund 56 Millionen Erwachsene zwischen 18 und 80 Jahren eine behandlungsbedürftige Hörminderung. Damit ist jeder sechste Erwachsene betroffen, die Hälfte davon im berufstätigen Alter.

HINWEISE FÜR DIE REDAKTIONEN

Auditory Valley
Das weltweit einzigartige Forschungs- und Entwicklungscluster Auditory Valley führt seit Jahren umfassende Expertisen rund um das Thema Hören zusammen und entwickelt in Kooperation mit den führenden Industrieunternehmen der Branche innovative Lösungen für besseres Hören. Zu den Clusterpartnern gehören u.a. die HörTech gGmbH, das Hörzentrum Oldenburg, die Universität Oldenburg, das Akustikbüro Oldenburg, die Medizinische Hochschule Hannover, das Deutsche Hörzentrum Hannover, die Leibniz Universität Hannover, die Jade Hochschule Oldenburg, das ITAP sowie die Fraunhofer-Projektgruppe „Hör-, Sprach- und Audiotechnologien“. www.auditory-valley.com
Siemens Audiologische Technik GmbH
Schon Werner von Siemens war es ein Anliegen, schwerhörigen Menschen die Kommunikation zu erleichtern. 1878 erfand er ein Telefon für Schwerhörige und legte damit den Grundstein für eine inzwischen über 130-jährige Erfolgsgeschichte. Hörgeräte von Siemens werden heute im Sektor Healthcare von der Business Unit Audiology Solutions mit über 4.000 Mitarbeitern entwickelt und weltweit vertrieben.

www.siemens.de/hoergeraete

Kontakt: Dr. Corinna Pelz, Auditory Valley, Tel.: 0441/2172-203 oder 0163/2785572 , E-Mail: C.Pelz@auditory-valley.com, Siemens Audiology Solutions, Erika Weigmann, Tel.: 09131/308-3449 oder 0173-7075462, E-Mail: erika.weigmann@siemens.com

Dr. Corinna Dahm-Brey | idw
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/hoergeraete

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Jenaer Wissenschaftler für Prostatakrebs-Forschung ausgezeichnet
11.12.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Alle Details im Blick – jederzeit und in Echtzeit
11.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Goldmedaille für die praktischen Ergebnisse der Forschungsarbeit bei Nutricard

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Nachwuchs knackt Nüsse - Azubis der Friedhelm Loh Group für Projekte prämiert

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen

11.12.2017 | Medizin Gesundheit