Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutscher Zukunftspreis 2010: Forscher packen Zukunftsthemen an

04.11.2010
Am 1. Dezember verleiht Bundespräsident Christian Wulff den Deutschen Zukunftspreis 2010.

Alle drei für den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation nominierten Forscherteams liefern wertvolle Lösungen für entscheidende Herausforderungen für die Zukunft Deutschlands und der Welt.

Eine solche Herausforderung ist die effiziente Nutzung von Erdöl und Erdgas. Die Innovation von Prof. Dr. Gunther Krieg, Dipl.-Ing. Jürgen Bohleber und Dipl.-Ing. Dirk Christian Fey von der Karlsruher UNISENSOR Sensorsysteme GmbH weist dafür einen Weg. Die Forscher und ihr Team entwickelten ein optisches System, mit dem sich Polyethylenterephtalat (PET) aus Plastikflaschen nach deren Gebrauch sauber und sortenrein von Fremdmaterialien und Verunreinigungen trennen lässt.

Weltweit werden immer mehr Getränke in PET-Einwegflaschen abgefüllt, deren Umwelteigenschaften die neue Technologie deutlich verbessert. Denn sie ermöglicht es erstmals, den Wertstoff aus leeren PET-Flaschen vollständig zur Herstellung neuer Getränkeflaschen wiederzuverwenden.

Auch die Entwicklung von Prof. Dr. Ferdi Schüth vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim sowie Dr. Dirk Demuth und Dr. Wolfram Stichert von der Heidelberger hte Aktiengesellschaft hat überragende Bedeutung für Ressourceneffizienz und Klima. Sie schufen ein Verfahren, mit dem sich schnell und effizient wirkungsvolle Katalysatoren aufspüren lassen. Katalysatoren beschleunigen chemische Reaktionen, von denen viele erst durch sie in Schwung kommen - beispielsweise in der Umwelt- und Energietechnik.

Die innovative Technologie, die zahlreiche Testreaktoren parallel einsetzt, hilft etwa Automobilingenieuren, strengere Abgasnormen zu erfüllen,und beflügelt den Ersatz von Erdöl durch synthetische Biokraftstoffe oder Kunststoffe aus Pflanzenmaterial.

Ein anderes Zukunftsthema nahmen Dr. Peter Post und Dipl.-Ing.
Markus Fischer von der Festo AG & Co. KG in Esslingen sowie Dipl.-Ing. Andrzej Grzesiak vom Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA ins Visier. Sie entwickelten einen bionischen Handhabungsassistenten - einen flexiblen künstlichen Arm nach dem Vorbild eines Elefantenrüssels. Er soll künftig als Basis für den Bau neuartiger Serviceroboter dienen, die kranke oder gebrechliche Menschen im Alltag unterstützen sollen.

Die feinfühligen Assistenten könnten Speisen, Getränke oder Medikamente holen und reichen - und so mehr Lebensqualität etwa für alte Menschen schaffen, deren Zahl durch den demografischen Wandel deutlich steigen wird.

Podcasts der Nominierten zu ihren Projekten sind jetzt online und stehen in der Mediathek unter www.deutscher-zukunftspreis.de zur Nutzung zur Verfügung.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deutscher-zukunftspreis.de

Weitere Berichte zu: Erdöl Getränk Katalysator Zukunftspreis chemische Reaktion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie