Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutscher Forschungspreis für Rainer Blatt

01.07.2013
Quantenphysiker Rainer Blatt erhält den mit 60.000 Euro dotierten Humboldt-Forschungspreis. Die Alexander von Humboldt-Stiftung zeichnet damit international anerkannte Wissenschaftler für herausragende Forschungsleistungen aus. Verbunden mit dem Preis ist ein Forschungsaufenthalt in Deutschland.

„Diese Auszeichnung ehrt mich sehr und gibt mir darüber hinaus die Möglichkeit mit Kollegen in Deutschland interessante Projekte voranzutreiben“, sagt Rainer Blatt, der unter anderem bereits mit der Stern-Gerlach-Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und dem Carl-Zeiss-Forschungspreis ausgezeichnet wurde.

Der Experimentalphysiker wird den Forschungspreis dazu nutzen, mit Wissenschaftlern an den Universitäten Bonn (Dieter Meschede), Mainz (Ferdinand Schmidt-Kaler) und Stuttgart (Harald Giessen) sowie am Max Planck Institut für Quantenoptik in Garching bei München (Immanuel Block, Ignacio Cirac) vor Ort zusammenzuarbeiten. „Im Mittelpunkt der gemeinsamen Forschung stehen dabei die Quanteninformationsverarbeitung sowie Quantensimulationen auf verschiedenen experimentellen Plattformen“, sagt Rainer Blatt.

„In Bonn wird mit Atomen in optischen Fallen gearbeitet, in Mainz mit mikrostrukturierten Ionenfallen, in Stuttgart werden wir vor allem nano-photonische Techniken zur Anwendung in der Quanteninformationsverarbeitung diskutieren und in Garching stehen theoretische Konzepte sowie Quantensimulationen im Zentrum der Zusammenarbeit.“

Anerkennung für herausragende Leistungen

Der Humboldt-Forschungspreis wird Rainer Blatt von der Alexander von Humboldt-Stiftung in Anerkennung seiner „bisherigen herausragenden Leistungen in Forschung und Lehre“ verliehen. Blatt ist deutsch-österreichischer Experimentalphysiker und forscht auf dem Gebiet der Präzisionsspektroskopie, Quantenmetrologie und Quanteninformation. Als Professor an der Universität Innsbruck und als wissenschaftlicher Direktor am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist er einer der Väter der aktuellen internationalen Erfolge der Innsbrucker Physik.
So konnte Rainer Blatt mit seinem Team als weltweit erster die Quanteninformation eines Atoms in vollständig kontrollierter Weise auf ein anderes Atom übertragen (Teleportation). Auch die Erzeugung des ersten „Quantenbytes“ ging auf sein Konto. Im Jahr 2011 hat sein Team diesen Rekord auf 14 kontrolliert miteinander verschränkte Quantenbits erhöht. Außerdem gelangen Blatt in den vergangenen Jahren wichtige Schritte zur Fehlerkorrektur in Quantencomputern und zum Bau von Quantensimulatoren.

Der Humboldt-Forschungspreis

Mit dem Humboldt-Forschungspreis werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihr bisheriges Gesamtschaffen ausgezeichnet, deren grundlegende Entdeckungen, Erkenntnisse oder neue Theorien das eigene Fachgebiet nachhaltig geprägt haben und von denen auch in der Zukunft weitere Spitzenleistungen erwartet werden können. Die Nominierung für diesen Preis erfolgt durch Wissenschaftler in Deutschland. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert.

Bild: http://iqoqi.at/de/medien/press-photos

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Rainer Blatt
Institut für Quantenoptik und Quanteninformation
Österreichische Akademie der Wissenschaften
und
Institut für Experimentalphysik
Universität Innsbruck
Tel: + 43 512 507-6350
E-Mail: rainer.blatt@oeaw.ac.at
Web: http://www.quantumoptics.at/
Christian Flatz
Public Relations
Mobil: +43 676 872532022
E-Mail: pr-iqoqi@oeaw.ac.at

Dr. Christian Flatz | idw
Weitere Informationen:
http://www.quantumoptics.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie