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Deutsche Krebshilfe Preis verliehen: Hohe Auszeichnung für Verdienste in der Krebs-Chirurgie vergeben

04.02.2015

Für seine Verdienste um die Verbesserung der Therapie von Darmkrebspatienten wurde der Erlanger Chirurg Professor Dr. Werner Hohenberger am 4. Februar 2015 mit dem Deutsche Krebshilfe Preis ausgezeichnet. Am Welt-Krebstag verlieh der Präsident der Deutschen Krebshilfe, Dr. Fritz Pleitgen, den Preis im Rahmen eines Festaktes in Bonn. Der Deutsche Krebshilfe Preis, eine der bedeutendsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Onkologie, ist mit 15.000 Euro dotiert.

„,Krebs – Lösungen in Reichweite‘ – das ist das Motto des diesjährigen Welt-Krebstages. Heute ehren wir einen Wissenschaftler, dessen Arbeit für krebskranke Menschen diesen Gedanken widerspiegelt “, sagte Hans-Peter Krämer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, in seiner Eröffnungsrede zur Preisverleihung. „Professor Hohenberger hat mit seinen klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeiten dazu beigetragen, die Krebsmedizin entscheidend voranzubringen.“

Hohenberger hat großen Anteil an der Entwicklung sogenannter multimodaler Therapien bei der Behandlung von Darmkrebs. Der Begriff multimodale Therapie beschreibt das abgestimmte Vorgehen bei der Chirurgie, Chemotherapie und Bestrahlung sowie die enge Zusammenarbeit der verschiedenen ärztlichen Fachdisziplinen. Die Therapiemethoden werden für jeden Patienten individuell zu einem optimalen Behandlungskonzept zusammengeführt. Ziel dieser Vorgehensweise ist es, die größtmögliche Wirkung gegen den Tumor zu erzielen, dabei aber die Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten.

„Viele Krebspatienten profitieren heute schon von multimodalen Therapiekonzepten“, so Fritz Pleitgen während der Preisverleihung. „Mit der Verleihung des Deutsche Krebshilfe Preis an Professor Hohenberger wollen wir seinen Einsatz für Darmkrebspatienten würdigen, deren Versorgung er nachhaltig verbessert hat.“

Hohenberger ist seit 1995 Direktor der Chirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen. In den Jahren 2001 und 2002 war der Mediziner Präsident der European Association of Coloproctology. Von 2008 bis 2012 war er Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. Seit 2014 hat er das Präsidialamt der Deutschen Gesellschaft für Koloproktologie inne.

Mit der Verleihung des Deutsche Krebshilfe Preis kommt die Deutsche Krebshilfe dem letzten Wunsch von Dr. Wilhelm Hoffmann nach: Er hinterließ der Deutschen Krebshilfe im Jahr 1996 eine namhafte Erbschaft verbunden mit der Auflage, den Erlös zinsbringend anzulegen und aus den Erträgen einen jährlichen Preis für herausragende Arbeiten in der Onkologie zu vergeben.

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