Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie hat Hauptpreise 2008 vergeben

02.10.2008
Prof. Dr. Michael Hensel und Prof. Dr. Thomas Rudel geehrt: Preisvergabe am 23.9.2008 in Dresden

Die Hauptpreise 2008 der Stiftung der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie gingen an Prof. Dr. Michael Hensel, Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene der Universität Erlangen und an Prof. Dr. Thomas Rudel, Lehrstuhl für Mikrobiologie an der Universität Würzburg.. Die Hauptpreise sind in diesem Jahr mit jeweils 5.000 EURO dotiert.

Prof. Hensel wurde für seine Arbeiten zur Entwicklung von eleganten Methoden ("signature-tagged mutagenesis" ausgezeichnet, die es erlauben, Virulenzgene von bakteriellen Mikroorganismen zu identifizieren. Mit dieser Methode gelang es ihm, bei Salmonellen spezifische Genbereiche zu identifizieren, mit deren Hilfe die Erreger das Abwehrsystem der Befallenen wirksam unterlaufen können

Prof. Rudel erhielt die Auszeichnung für seine Arbeiten zur Aufklärung des Mechanismus der durch Neisserien ausgelösten Apoptose in Epithelzellen und Phagozyten.

Die mit je 2.500 EUR dotierten Förderpreise gingen an Privatdozent Dr. Oliver Kurzai, Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg, der die Frage untersucht, unter welchen Bedingungen Mikroorganismen harmlose Kommensalen sind oder Schleimhautbarrieren überwinden können. Zweite Preisträgerin ist Dr. med. Julia Frick, Institut für Med. Mikrobiologie und Hygiene am Universitätsklinikum Tübingen für ihre Arbeiten zur Bedeutung der intestinalen Mikroflora für die Immunhomöostase des Darmes.

Den von der Firma bioMérieux jährlich gestifteten Diagnostikpreis in Höhe von 2.500 EURO erhielt Privatdozent Dr. Alexander W. Friedrich, Institut für Hygiene am Universitätsklinikum Münster, für seine Arbeiten zur Epidemiologie und der Prävention von multiresistenten Staphylokokken (MRSA).

Dr. Markus Bischoff, Inst. für Med. Mikrobiologie und Hygiene am Universitätsklinikum Homburg/Saar erhielt den Becton Dickinson-Forschungspreis in Höhe von 2.500 EURO für die Untersuchung der übergeordneten genetischen Regulation wichtiger Pathogenitätseigenschaften von Staphylokokken.

Die Promotionspreise in Höhe von je 500 EURO gingen an
Dr. Silva Holtfreter, Universität Greifswald, Inst. für Mikrobiologie, für den Nachweis, dass die Besiedlung der Nase mit Staphylokokken eine schützende Antikörper-Antwort auslöst.
Dr. Roman Gerlach, Universitätsklinikum Erlangen, Institut für Klinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene, für die molekulare Charakterisierung eines neuen Genes, welches die Adhäsion und Infektion von Salmonellen steuert

und an Dipl. Biol. Xaver Sewald, Ludwig-Maximilians-Universität München, Inst. für Hygiene und Med. Mikrobiologie für die Entdeckung von CD18 als Rezeptor des vakuolisierenden Zytotoxins von Helicobacter pylori.

Kontakt:
Der Geschäftsführende Vorsitzende -Prof. Dr. W. Solbach-
Institut für Med. Mikrobiologie und Hygiene, Universität zu Lübeck,
Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
Tel.: 0451-500 2800; FAX: 0451-500 2749;
E-Mail: werner.solbach@uk-sh.de

Stefan Zorn | idw
Weitere Informationen:
http://www.mh-hannover.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

nachricht 1,5 Mio. Euro für das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)
05.12.2016 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flüssiger Wasserstoff im freien Fall

05.12.2016 | Maschinenbau

Forscher sehen Biomolekülen bei der Arbeit zu

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungsnachrichten